Der Todesschrei der Hexen

  • Informationen zum Film
  • Der Todesschrei der Hexen

  • Originaltitel:
    Cry of the Banshee
    Produktionsjahr:
    1970
    Kinostart Deutschland:
    19.03.1971
  • Inhalt
  • Inhalt:
    England im 16. Jahrhundert: Nachdem Lord Edward Whitman viele Gefolgsleute der Hexe Oona niedermetzeln ließ, belegt die heidnische Priesterin den Lord und seine Familie mit einem Fluch. Sie beschwört einen teuflischen Rächer herauf, der in der Gestalt eines Hundes den grausamen Fluch erfüllen soll. Nachdem sein Sohn Sean der Bestie zum Opfer gefallen ist, leitet Whitman eine Treibjagd ein und erledigt den vermeintlichen Übeltäter. Kurz darauf wird jedoch auch seine Tochter Patricia ermordet. Pater Tom und Harry finden Oona. Von ihr erfahren sie, daß Roderick - ein mysteriöser Fremder - der Teufel in Menschengestalt ist und als dämonischer Hund seine Opfer fordert. Bevor Roderick auch seine Tochter Maureen tötet, will Whitman ihm den Garaus machen...

Userkritik zu Der Todesschrei der Hexen

doobee
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Bewertung: 5/10 Punkte

Inhalt:

England im 16. Jahrhundert; Lord Edward Whitman (Vincent Price) regiert in seinem Amtsbezirk als Richter mit grausamer Härte. Es ist die Blütezeit des Hexenwahns, welchem auch Whitman erlegen ist. Im Besonderen ist er auf der Suche nach Oona (Elisabeth Bergner), einer heidnischen Priesterin und ihren Jüngern, welche er der Hexerei bezichtigt. Als er sie schliesslich findet, lässt er den grössten Teil ihrer Anhänger massakrieren, verschont aber Oona’s Leben. Ein fataler Fehler, denn sie belegt die Familie Whitman mit einem Fluch und beschwört eine werwolfartige Höllenkreatur herauf, welche das Werkzeug ihrer Rache ist. Schon bald fallen Edward’s Sohn Sean (Stephen Chase) und seine Frau Lady Patricia (Essy Persson) der Bestie zum Opfer. Lord Edward vermutet, dass Oona dahinter steckt und lässt sie überall im Land suchen. Schliesslich finden Edward’s zweiter Sohn Harry (Carl Rigg) und Pater Tom (Marshall Jones) die Hexe und ihre Jünger in einer unterirdischen Gruft, wo sie ihren Voodoo-Zauber zelebrieren. Oona erzählt ihnen, dass der Stallbursche der Whitman’s, Roderick (Patrick Mower), der dämonische Rächer ist und durch ihren Willen auch noch die restlichen Whitman’s ausradieren wird. Daraufhin tötet Harry die Hexe. Kann dadurch der Fluch gebannt werden oder ist es schon zu spät?

Meine Meinung:

Trotz des reisserischen deutschen Titels haben wir es hier nicht in erster Linie mit einem Inquisitions- sondern einem wahrhaftigen Horrorfilm zu tun. Denn Oona ist nicht unschuldig: sie predigt Liebe, beschwört aber den Satan herauf, um ihre blutige Rache zu vollziehen. Die Hexenverfolgung scheint in diesem Fall also sogar gerechtfertigt. Es gibt etwas nackte Haut und die eine oder andere Folter- und (angedeutete) Vergewaltigungsszene, wie in den Witchploitation-Filmen üblich. Aber diese stehen nicht im Vordergrund. Vielmehr dreht sich die Geschichte um die Familie Whitman und deren unaufhaltsamen Verfall, nachdem sich Edward mit Oona angelegt hat. Diese gerät teilweise etwas langatmig und arg redselig. Das mag am unausgegorenen Drehbuch liegen. Auch die Settings und Kulissen wirken irgendwie billig und meilenweit entfernt von vergleichbaren Filmen. Dies lässt darauf schliessen, dass hier nur ein geringes Budget zur Verfügung gestanden hat. Die Produktionsfirma AIP hat hier ganz offensichtlich versucht, mit geringsten Mitteln an die erfolgreichen Edgar Allan Poe-Verfilmungen der 60er Jahre mit Roger Corman als Regisseur und Vincent Price als Hauptdarsteller anzuknüpfen. Darauf weist auch das englische Kinoplakat hin, welches grossartig Poe als Vater dieser Geisterbahn-Horrorgeschichte nennt, obwohl sie nachweislich auf keinem seiner Werke beruht.

Der grosse Vincent Price, welcher in „Der Hexenjäger“ schon in ähnlicher Mission unterwegs war und dort eine seiner besten schauspielerischen Leistungen abgeliefert hatte, ist natürlich auch der Star dieses Films. Professionell und souverän schlüpft er in die Rolle des Edward Whitman, doch er wirkt oft etwas ausdrucklos um nicht zu sagen gelangweilt. Dies ist sicherlich nicht eine seiner besten Rollen, doch ein Genie wie er konnte den Zuschauer auch noch beeindrucken, wenn er auf Sparflamme agierte. Die üblichen Darsteller machen ihre Sache erstaunlich gut, doch einen bleibenden Eindruck hinterlassen sie nicht wirklich.

Fazit: Wenig spektakulärer, billig inszenierter Horrorfilm mit Hexenjägerelementen. Leider schafft es auch Price nicht ganz, ihn aus den Niederungen der Durchschnittlichkeit herauf zu hieven. 5/10

geschrieben am 02.02.2014 um 23:03

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