Dallas Buyers Club

  • Informationen zum Film
  • Dallas Buyers Club

  • Originaltitel:
    Dallas Buyers Club
    Genre:
    Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2013
    Kinostart Österreich:
    07.02.2014
    Kinostart Deutschland:
    06.02.2014
    Kinostart USA:
    06.12.2013
  • Inhalt
  • Inhalt:
    DALLAS BUYERS CLUB erzählt die wahre und außergewöhnliche Geschichte eines Mannes, der sich vom selbstbezogenen und homophoben Hitzkopf zu einem mutigen und lebensbejahenden Aktivisten wandelt. Regisseur Jean-Marc Valée („C.R.A.Z.Y. – Verrücktes Leben”, „The Young Victoria”) ist es eindrucksvoll und ohne Pathos gelungen, Ron Woodroofs Kampf gegen die Behörden spannend, humorvoll und emotional mitreißend zu inszenieren. Indem er mit viel Feingefühl auf die verschiedenen Ebenen dieser Geschichte eingeht, ist ein Film entstanden, der weit mehr als die nach wie vor hochaktuelle AIDS-Problematik behandelt. DALLAS BUYERS CLUB erzählt von Zivilcourage, Kampfgeist, Toleranz und Solidarität und ist ein Film, der Mut macht.

Userkritik zu Dallas Buyers Club

roother
Weitere Kritiken des Users

Bewertung: 7/10 Punkte

Eines vorweg: Dallas Buyers Club ist kein Film über die letzten Tage eines HIV Positiven, sondern dokumentiert den stillen Kampf gegen ein marodes Gesundheitssystem, indem die Forschung anscheinend mehr zählt, als die Heilung.

Wir haben 1978. In Amerika wird gerade vertieft an einer medikamentösen Behandlung des immer weiter um sich greifenden HI-Virus getüftelt. Hochgradig an AIDS erkrankte Menschen werden mit einem von Nebenwirkungen nur so strotzenden Medikament behandelt, während ebenso Kranke unwissentlich eine Kontrollgruppe bilden und nur Placebos bekommen. Sterbende Menschen, denen absichtlich nicht geholfen wird um an empirisch verwertbare Daten zu kommen.

Mitten in diese Zeit bekommt Ron Woodroof eine schockierende Diagnose: er ist HIV positiv und wird nur noch 30 Tage zu leben haben. Diese Nachricht passt so gar nicht in die Welt des Machos, dessen Leben aus Rodeo, Drogen und Frauen besteht. Die in diesen Kreisen als Homosexuellenkrankheit verschriene Erkrankung wirft den Mann aus der Bahn. Da er sich weder als Versuchskaninchen hergeben, noch die Gefahr ein „Placebopatient“ zu sein akzeptieren möchte, macht sich Ron Woodroof auf die Suche nach alternativen Medikamenten. Und fründig wird er Texaner in Mexiko, wo es vielversprechende Medikamente gibt, die in den USA nicht zugelassen sind. Zusammen mit dem Transsexuellen Rayon schmuggelt Ron die Ware in die USA und gründet den Dallas Buyers Club, der für ein Gebühr von 400 $ den Zugang zu diesen Medikamenten ermöglicht…


Jean-Marc Vallèe inszeniert hier ein sehr ungewöhnliches Drama. Kein Drücken auf die Tränendrüse, keine emotionale Beeinflussung durch sentimentale Musik. Mit bitterbösem Humor und sehr gradlinig kommt Dallas Buyers Club daher. Dieser Zugang ist zwar ungewohnt, aber ehrlich. Leider hat dies zum Nachteil, dass die gesamte Inszenierung ohne wirklichen Höhepunkt daher kommt. Die Handlung plätschert stetig vor sich hin, da der Klimax fehlt. Ich muss zugeben, dass ich so meine Probleme hatte. Eine solch nüchterne Herangehensweise an einen so emotionalen Stoff, hat mich schon etwas überrascht. Dennoch ist es Vallèe hoch anzurechnen, dass er den Mut hat so unkonventionell vor zu gehen. Doch auch mich hat es stellenweise dann doch gepackt.

*Spoiler*

Die Szene in der (von Jared Leto grandios verkörpert) Rayon zu seinem, ihn verstoßenen Vater geht, um ihm zu sagen, dass er sterben wird,

*Spoiler Ende*

hat mich sehr getroffen.


Der ganz ganz große Pluspunkt ist eindeutlich Matthew McConaughey. Seit „The Machinist“ habe ich keine solch extreme Verwandlung mehr gesehen. In jeder Minute überzeugt Matthew McConaughey, dem die Rolle des Ron Woodroof auf den Leib geschrieben wurde, wenn es nicht sogar die Rolle seines Lebens ist.

Was bleibt also von Dallas Buyers Club? Ein unkoventionelles, teils etwas zu gradliniges Drama über den Kampf gegen die Gesundheitsindustrie mit zwei großartigen Darstellern.

geschrieben am 28.01.2014 um 16:44

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ø Wertung: 7,3/10 | Wertungen: 9 | Kritiken: 1