Thor

  • Informationen zum Film
  • Thor

  • Originaltitel:
    Thor
    Genre:
    Action, Abenteuer, Fantasy
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2011
    Kinostart Österreich:
    27.04.2011
    Kinostart Deutschland:
    28.04.2011
    Kinostart USA:
    06.05.2011
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Thor ist ein mächtiger, aber auch arroganter Krieger im Königreich Asgard, dessen rücksichtsloses Vorgehen einen uralten Krieg neu entfacht. Zur Strafe wird Thor auf die Erde geschickt, wo er unter den Menschen leben muss. Dort lernt er, was es heißt, ein wahrer Held zu sein, denn der gefährlichste Gegner dieser Welt schickt die dunkelsten Kräfte von Asgard zur Invasion der Erde los.

Userkritik zu Thor

white rabbit
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Bewertung: 7/10 Punkte

Story:
9 Welten, in der Mitte Asgard. Heimat der Asen. Von den alten Wikingern als Götter verehrt. Die Asen führten einst einen Krieg gegen die Eisriesen, den sie unter der Führung ihres weisen und mächtigen König Odins auch gewinnen konnten. Odin hat zwei Söhne, Loki und Thor. Thor, der Erstgeborene soll den Thron erben, doch am Tag seiner Krönung kehren die Eisriesen zurück. Aufbrausend und emotional wie Thor ist, reist Thor mit seinen besten Freunden in die Welt der Eisriesen und gegenseitige Provokation führt zu einem Gemetzel, aus dem sie nur Odin in letzter Sekunde retten kann. Odin, verärgert über Thors aufbrausendes und unüberlegtes Verhalten verbannt seinen Erstgeborenen auf die Erde, wo ihn eine junge Wissenschaftlerin auf der Suche nach Wetterphänomenen versehentlich gleich mit dem Auto anfährt. Thor gefällt es auf der Erde überhaupt nicht, die junge Wissenschaftlerin gefällt ihm hingegen schon. Als er erfährt, dass ebenfalls sein mächtiger Hammer, der ihm auch seine göttliche Macht verleiht, auf der Erde ist, macht er sich auf die Suche um seine göttliche Macht zurück zu erlangen, seine Ehre zu retten und de Respekt seines Vaters zurück zu erlangen. Seinem Bruder Loki passt das weniger, sitzt doch dieser mittlerweile auf dem Thron Asgards!

Fazit:
Als ich nach dem Nachspann von Iron Man2 den Hammer sah, war mein erster Gedanke: "Jetzt sind ihnen die halbwegs vernünftigen Helden komplett ausgegangen, jetzt kommt die Riege der lächerlichen Marvelcharaktere!"
Dementsprechend skeptisch war ich, jedoch der Trailer versprach eine erfrischend neue Darstellung der germanischen Mythologie, und selbst wenn das nicht jedem zusagen mag, so ist es allemal ein interessanter Ansatz.
Tatsächlich ist auch diese sterile, cyber-artige high-tech Darstellung Asgards die größte Stärke des Films. Gut gelöst wurde auch die Regenbogenbrücke "Bifröst", bewacht von Heimdall und die Rüstungen der Asen. Auch die Eisriesen konnten mich überzeugen. Das Design betreffend hat mich Thor völlig überzeugt. Die Kreativ-Abteilung hat wirklich tolle Arbeit geleistet und ist nicht irgendwelchen alten Klischees gefolgt. Dass sich unter den Asen sowohl Asiaten als auch Schwarze tummeln, halte ich ebenfalls für einen sehr, sehr guten Ansatz, perfekt um der braunen Konsumentenschaft, die sich von diesem Film zweifellos angezogen gefühlt hätte, gleich mal zu zeigen wo der Hammer hängt.
Und obwohl Thor blond und blauäugig ist, so ist die Botschaft eines multiethnischen Asgards wichtig und der absolut richtige Weg bei einem Film, der so vorbelastete Materie behandelt.
Auf der positiven Seite weiß auch der Witz zu überzeugen, es macht Spass dem gefallenen Gott zuzusehen, wie er versucht auf der Erde zurecht zu kommen und plötzlich erkennen muss, dass er kein Gott mehr ist, sondern ein einfacher Mensch. Seine altertümliche Ausdrucksweise hilft ihm im modernen Amerika auch nicht gerade.
Der größte Kritikpunkt für mich besteht in den großteils fad inszenierten Kämpfen. Das mag Geschmackssache sein, ich persönlich finde die Zeitlupen-Zeitraffer Einlagen eines Snyders, oder wirklich gut choreographierte Martial Arts Kämpfe sehr viel befriedigender als dieses brachiale "Hau drauf", obwohl es natürlich hervorragend zu Thor passt. Auch hatte ich den Eindruck, dass die Kämpfe an Intensität abnehmen. War das Gemetzel in der Welt der Eisriesen noch durchaus spassig, so war der Kampf gegen das roboterartige Metallwesen mit dem einfallsreichen Namen Destroyer (aus dem Trailer bekannt!) schon recht langweilig und das Finale ebenfalls.
Überraschend gut waren auch die Schauspieler. Von Natalie Portman ist man ja mittlerweile gute Leistungen gewohnt, dennoch sind schon andere Oscar-Gewinnerinnen an Comicverfilmungen gescheitert. Frau Portman versteht es aber auch als Jane Ford in Thor zu überzeugen, und auch der Sunnyboy Thor macht seine Sache gut und wirkt weit nicht so hölzern, wie ich das nach dem Trailer befürchtet hatte.
Dass es sich bei Thor um keine genaue Umsetzung der germanischen Mythologie handelt, die übrigens auch sehr viel weniger auf historischen Überlieferungen beruht, als auf "Invented Traditions", wie das Modewort der Wissenschaft so schön heißt, sollte jedem denkendem Menschen klar sein, spätestens nachdem das Marvel-Logo über den Bildschirm flattert. Dennoch wäre es, auch unter der freien Umsetzung möglich gewesen noch ein paar mehr mythologische Namen einzubauen. Warum das flammenspeiende Roboter-Etwas beispielsweise Destroyer und nicht "Surtur" heißt, ist mir ein Rätsel.
Höchst negativ ist auch die Vermarktung als 3d-Film, die in diesem Fall völlig überflüssig ist. Viel Aufpreis für nichts, ich rate von der 3d-Version dringenst ab. Es handelt sich hier um kein Avatar, keine Legende der Wächter, auch Drive Angry fand ich 3d sehr viel überzeugender. Hier bekam ich oft nichtmal das Gefühl, dass eine grandiose plastische Tiefe erzeugt würde.Völlig überflüssig und entäuschend in dieser Hinsicht.
Thor ist kein schlechter Film. Thor hat besonders beim Design einiges zu bieten, Thor macht immer wieder Spass, aber alles in allem bietet Thor nichts, was den Film aus der Masse der Marvel-Verfilmungen von der Stange hervor hebt.
Das heißt nicht, dass er schlecht ist, aber er ragt eben nicht heraus und spätestens nach zwei weiteren Marvelverfilmungen wird man ihn im Einheitsbrei aus Xmen, Iron Man, Spiderman und wie sie nicht alle heißen, vergessen haben.
7/10

geschrieben am 07.08.2011 um 13:34

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ø Wertung: 7,7/10 | Wertungen: 53 | Kritiken: 3