Die sieben Pistolen des MacGregor

Userkritik zu Die sieben Pistolen des MacGregor

doobee
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Bewertung: 5/10 Punkte

Inhalt:

Die MacGregors sind ein hart arbeitender, trinkfester und sympathischer schottischer Clan mit sieben Söhnen, welche nahe der amerikanisch-mexikanischen Grenze eine Pferderanch betreiben. Sie können sich auch sehr gut ihrer Haut erwehren. Dies wird schon zu Beginn des Filmes klar, als sie einer Bande von Möchtegern-Pferdedieben mit einer ganzen Armada von Waffen, darunter eine Kanone, den Garaus machen. Um einen Teil der Herde zu verkaufen, begeben sich die Söhne unter Führung des ältesten Bruders Gregor (Robert Woods) nach Las Mesas, weil sie sich erhoffen, dort einen guten Preis zu erzielen und sich gleichzeitig nicht mit dem berüchtigten Banditen Santillana (Leo Anchoriz) anlegen zu müssen. Natürlich kommt alles anders, Santillana hat die ganze Stadt in seiner Hand, inkl. korruptem Sheriff und schmierigem Pferdehändler Crawford (Cris Huerta). Als dieser versucht, die Brüder übers Ohr zu hauen kommt es zu einer wüsten Schlägerei, bei welcher der ganze Saloon zu Kleinholz zerlegt wird. Dafür landen die MacGregors im Gefängnis. Als es ihnen gelingt auszubrechen müssen sie feststellen dass inzwischen ihre Pferde von Crawford und Santillana gestohlen wurden. Um diese zurück zu bekommen und dem Treiben dieser Banditen ein Ende zu bereiten schleust sich Gregor in die Bande ein. Es gelingt ihm, Informationen zu geplanten Raubzügen an seine Brüder weiterzuleiten, welche in der Folge all diese vereiteln können. Santillano kommt Gregor jedoch auf die Schliche und lässt ihn und all seine Brüder festnehmen um sie bei einem „Gringo-Barbecue“ zu foltern und zu verbrennen. Doch er hat die Rechnung ohne den restlichen MacGregor-Clan und deren Verbündete gemacht, denn diese sind schon auf dem Weg, zur Feier des Tages teilweise im traditionellen Schottenrock gekleidet, um die Söhne zu befreien und Santillano endgültig das Handwerk zu legen.

Meine Meinung:

Von Anfang ist klar, dass dies kein beinharter, ernster Western ist, z.B. beim Ueberfall der Pferdediebe auf die Ranch. Da plaudert doch Mama MacGregor ganz erholsam mit den Gaunern und ruft dann schliesslich ihren Mann: „ He, da sind ein paar Pferdediebe, die wollen mit dir reden!“, worauf dieser seine Flinte sprechen lässt. Auch die MacGregor-Söhne sind keine dreckigen, düsteren Django-Verschnitte. Es sind ganz normale, junge, witzige und liebenswerte „Der Traum aller Schwiegermütter“-Männer, die zufälligerweise sehr gut mit dem Colt und den Fäusten umgehen können. Natürlich gibt es auch ein paar harte Szenen, z.B. als Santillano Crawford verbrennen lässt oder Gregor ausgepeitscht wird, aber dies hält sich in Grenzen. Dies war der erste Western von Regisseur Franco Giraldi, der ein Jahr später auch die Fortsetzung „Sette donne per i MacGregor“ drehen sollte. Zusammen mit Kameramann Alejandro Ulloa macht er einen guten Job. Die Settings sind gut gewählt, die Action-Szenen gut choreographiert.

Robert Woods hat in einigen Italo-Western mitgemacht. Dort spielte er vornehmlich düstere Gestalten, hier brilliert er als Gregor in einer etwas heitereren Rolle, obwohl er auch hier Prügel und Peitschenhiebe einstecken muss. Leo Anchoriz als Santillana hat mir auch gut gefallen. Er war auf die Rolle des schurkischen Mexikaners abonniert und hat auch hier keine Ausnahme gemacht. Zu erwähnen ist vielleicht noch Fernando Sancho als Miguel, die rechte Hand von Santillana. Leider darf er wie so oft nicht bis zum Schluss mitspielen weil er schon vorher das Zeitliche segnet.

Maestro Ennio Morricone hat einmal mehr einen fantastischen Soundtrack geschrieben. Da gibt es Morricone-typische Chor- und Mundharmonika-Passagen und sogar Dudelsackpfeifer kommen zum Einsatz. Vor allem das Thema „Santa Fé Express“, welches in verschiedenen Variationen dargeboten wird, ist der Hammer.

Fazit: Sehr unterhaltsamer, humorvoller Western für die ganze Familie. Für Genrefans absolut empfehlenswert, für Einsteiger gibt’s doch einige bessere Vertreter die man zuerst gesehen haben muss. 5/10

geschrieben am 09.01.2014 um 12:43

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