An den Galgen, Bastardo

  • Informationen zum Film
  • An den Galgen, Bastardo

  • Originaltitel:
    ¿Quién grita venganza? / I morti non si contano
    Produktionsjahr:
    1968
    Kinostart Deutschland:
    15.05.1970

Userkritik zu An den Galgen, Bastardo

doobee
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Bewertung: 5/10 Punkte

Inhalt:

Johnny (Mark Damon) und Fred (Anthony Steffen) sind Kopfgeldjäger. Ihr Job verschlägt sie in das Kaff Blackstone, wo einiges im Argen liegt. Hier werden ganze Farmerfamilien ermordet, wenn sie ihr Land nicht verkaufen wollen. Der Drahtzieher ist Steve Rodgers (Luis Induni), welcher vor 20 Jahren den Mann von Witwe Reed (Maria Martini) – mit deren Hilfe notabene – ermordet hatte. Johnny und Fred interessiert nur das Geld, denn auf die Bande um Logan, dem die Morde angelastet werden, ist ein hohes Kopfgeld ausgesetzt. Dies ändert sich, als sich Johnny in die Farmerstochter Elisabeth Forrest (Dyanik Zurakowska) verliebt, welche kurz darauf zusammen mit ihrer ganzen Familie von Rodgers Schergen ermordet wird. Von jetzt an geht es nicht mehr um Geld, sondern um gnadenlose Rache….

Meine Meinung:

Regisseur Marchent ist ein alter Hase im Italowestern-Business. Nicht alle seine Filme waren wirklich gut, Neben seinem herausragenden „Garringo – Der Henker“ zähle ich diesen hier zu seinen besseren Beiträgen. Die Geschichte von Johnny und Fred, zwei Buddies, die zusammen durch dick und dünn und über Leichenberge gehen um ihren Job zu erledigen, ist zwar nicht neu, aber sehr originell und mit einem feinen Gespür für Humor umgesetzt. Dazu gibt es verschiedene Twists, welche die Story noch interessanter machen. So glaubt Witwe Reed zum Beispiel, dass Johnny ihr verlorener Sohn ist, welcher zurückgekommen ist, um seinen Vater zu rächen. Ob dies stimmt, verrate ich an dieser Stelle nicht.

Steffen und Damon sind ein Traumpaar. Sie harmonieren prächtig miteinander. Vor allem Steffen hat mir ausnehmend gut gefallen. Wie immer in schwarz gekleidet und mit schmuddligem Dreitagebart, gibt er hier nicht den schweigsamen, einsamen Gunslinger. Er ist der gutmütige und humorvolle Mentor des relativ unerfahrenen Johnny, den er nicht nur das Töten lehrt sondern auch, wie man eine Frau erobert.

Der Score von Riz Ortolani ist ein Ohrenschmaus. Gitarren und Trompeten dominieren in den dramtischen Szenen, in den humorvollen Parts kommt ein entsprechend heiteres, Banjo-geprägtes Thema zum Zug.

Die deutsche Synchro ist einmal mehr eine Frechheit. All die pseudo-witzigen Dialoge, die überhaupt nicht zum Geschehen passen, das muss doch wirklich nicht sein. Es ist sowieso zu sagen, dass die VHS von VPH gnadenlos gekürzt ist. Mein review basiert auf einer (illegalen) DVD-R, welche meines Wissens mit 87 Min. Laufzeit uncut ist.

Fazit: Solider Genrebeitrag, welcher endlich mal eine anständige legale Veröffentlichung verdient hätte. 5/10

geschrieben am 01.12.2013 um 19:43

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