Adios Companeros

  • Informationen zum Film
  • Adios Companeros

  • Originaltitel:
    Per una bara piena di dollari
    Genre:
    Action, Western
    Produktionsland:
    Italien
    Produktionsjahr:
    1971
    Kinostart Deutschland:
    07.01.1972

Userkritik zu Adios Companeros

doobee
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Bewertung: 3/10 Punkte

Inhalt (1:1 vom Koch Digipak)

Hagen (Klaus Kinski), Anführer einer Horde brutaler Banditen, versetzt die Bewohner von New Mexico regelmässig in Angst und Schrecken. Als bei einem Ueberfall auf die Ranch der reichen Hamiltons seine beiden Brüder ums Leben kommen, schwört Hagen blutige Rache – und lässt seinen Schergen Tamayo (Jack Betts) in einer Vergeltungsaktion die komplette Hamilton-Familie ausrotten. Nur einer überlebt das Massaker: George (Jeff Cameron), jüngster Spross der Familie, der bei der Armee stationiert ist. Unter dem Decknamen „Nevada Kid“ macht sich der letzte der Hamiltons auf die gnadenlose Jagd nach den Mördern seiner Familie.

Meine Meinung:

Die Story klingt nach einem typischen, harten Rachewestern. Wäre es vielleicht auch geworden, mit einem anderen Regisseur und mit anderen Schauspielern. Dass man von Fidani keine Meisterwerke erwarten konnte, ist klar. Da hat er auch mit diesem Streifen keine Ausnahme gemacht. Zu dilettantisch heruntergekurbelt wirkt das Ganze, zu lieblos sind die Settings und zu unmotivert oder schlicht unfähig sind die Schauspieler. Der einzige, welcher seine Sache einigermassen ordentlich macht ist Klaus Kinski, welcher seinen Part als Bösewicht gewohnt professionell aber ohne grosse Ambitionen runterspielt. Da hat man ihn schon viel besser gesehen. Simonetta Vitelli hat die Rolle wohl nur bekommen weil sie die Tochter von Fidani ist, denn eine ernstzunehmende Schauspielerin ist sie nun wirklich nicht. Und der absolute Tiefpunkt ist Jeff Cameron. Ich weiss nicht, weshalb er immer wieder in Italo-Western eingesetzt wurde, denn da passt einfach nichts: er ist unsympathisch und arrogant, hat eine zu geschniegelte Visage und agiert viel zu krampfhaft und bemüht, als dass man kann ihm die Rolle des harten Revolverhelden jemals abkaufen könnte.

Der Bodycount ist realtiv hoch, aber im ganzen Film ist kein Tropfen Blut zu sehen. Da reichte das Geld wohl nicht mal aus, um ein paar rote Kleckser aufs Hemd oder den Mundwinkel zu malen. Dafür wird das Sterben umso lächerlicher in Szene gesetzt. Die Getroffenen fallen derart theatralisch um, dass jeder Fussballer, der im Sechzehner einen Foulpenalty rausholen will, vor Neid erblassen würde.

Ein kleiner Lichtblick ist die souveräne Kameraführung von Aristide Massaccesi (heuzutage besser bekannt unter dem Namen Joe D’Amato!). Er zeigt uns ein paar Zeitlupenszenen und schafft es, zumindest einen Hauch von Stil in dieses Gemurkse reinzubringen.

Die deutsche Synchro ist erneut grenzwertig. So ist z.B. die Rolle des stotternden Kopfgeldjägers John (Gordon Mitchell), welcher Nevada Kid hilft, gnadenlos verkalauert worden. Zum Glück bietet die Koch-Scheibe die italienische Version mit deutschen UT, da kann man wenigstens ausweichen.

Der Score von Lallo Gori reisst die ganze Sache leider auch nicht mehr heraus. Er ist vom Fliessband, ohne irgendwelchen Erkennungswert und der Titelsong „I know my Love“ ist einfach nur nervig und erinnert eher an ein hysterisches Popliedchen denn an einen Westernsong.

Fazit: billiger, belangloser C-Western, den man nach einmaliger Sichtung getrost wieder vergessen kann. Weil es noch schlechtere Genre-Vertreter gibt, vergebe ich trotz allem noch 3/10

geschrieben am 21.08.2013 um 22:53

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