Flash Point

  • Informationen zum Film
  • Flash Point

  • Originaltitel:
    Dou fo sin
    Genre:
    Action
    Produktionsland:
    Hong Kong
    Produktionsjahr:
    2007

Userkritik zu Flash Point

Melvin Smiley
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Bewertung: 8/10 Punkte

Asiatische Filme haben es oftmals schwer, auf dem internationalen Parkett zu bestehen ; zu unterschiedlich sind einfach die Erwartungen an ein gelungenes Filmerlebnis, wenn man die fernöstliche Mentalität mit den Ansichten der westlich angesiedelten Zuschauer vergleicht.
Hin und wieder kommt es aber dennoch vor, dass aus Asien, vorzugsweise aus Japan oder Hongkong, eine regelrechte Perle ihren Export-Weg auf den internationalen Markt findet und dort für Furore und freundiges Entzücken sorgt.

Einer dieser Filme war 2005 das unter Regie von Wilson Yip entstandene Meisterwerk "Sha Po Lang", welches hierzulande klammheimlich unter dem unnötig martialischen Titel "Kill Zone SPL" veröffentlicht worden ist und welcher mit u.a. Donnie Yen, sowie Simon Yam in den Hauptrollen hervorragendes Darstellerkino mit bildgewaltigen wie furiosen Kampfszenen zu einem einzigartigen Genre-Hochgenuss verbinden konnte ; ein klares Referenzwerk.

Die nur logische Konsequenz aus dem Erfolg des Filmes war, dass sich das Dream-Team Yip/Yen 2007 noch einmal zusammenschloss, um einen ähnlich angesiedelten Film zu kreieren, womit "Flash Point – Dou fo sin" von Fans nicht zu unrecht als inoffizielle Fortsetzung zu "Sha Po Lang" gesehen wird.

Und in der Tat, die Parallelen sind unverkennbar. Wieder darf man einem charismatischen Donnie Yen als kampferprobten Polizisten dabei zusehen, wie er sich mit jeder Menge böser Buben herumschlägt, wieder sind imposante Kämpfe und diverse brachiale Scharmützel in den Film integriert worden und wieder wird versucht, dem Film durch Dramatik Tiefe zu verleihen.

Zumindest beim letzten Aspekt muss sich der Film seinem Quasi-Vorgänger ganz klar geschlagen geben.
Die Geschichte um den knallharten Polizisten, der seinem enttarnten Undercover-Kollegen hilft, eine Gangsterbande dingfest zu machen, bevor diese alle potentiellen Zeugen ihrer Verbrechen ins Jenseits befördert, ist alles andere als neu und wenig innovativ gestaltet.
Der Film wird durch seine sympathischen Charaktere zwar nie langweilig, schafft es aber auch nicht, den Zuschauer durch eine packende Handlung zu fesseln.

Was allerdings fast darüber hinwegsehen lässt, ist die hervorragende Inszenierung und Optik, die der Film an den Tag legt. Das Gesamtprodukt wirkt erstaunlich edel und mutet beinahe wie ein Hollywood-Blockbuster an.
Für die westlichen Sehgewohnheiten ist dies mehr als angenehm, zumal sich diese Art und Weise der Darstellung vor allem in den Action-Szenen als eine brilliante Unterstützung entpuppt, wenn beispielswiese durch Zeitlupeneinsatz die Intensität des Gezeigten stark erhöht .

Die Action steht hier, im krassen Gegensatz zu "Kill Zone SPL", ganz klar im Vordergrund und dominiert den Film beinahe, was keineswegs schlecht sein muss. Die oftmals unzulängliche Charakterisierung der Protagonisten macht dieses Feuerwerk allerdings fast schon wett.
Es dauert zwar ein wenig, bis es zu den ersten Auseinandersetzungen kommt und auch in der Quantität hat man letztlich leider nicht das Optimum herausgeholt, aber wenn es hier losgeht, dann fliegen im wahrsten Sinne des Wortes die Fetzen, Fäuste und Kugeln.
Die wirklichen Highlights, welche den Film letztlich weit über den Standard heben, sind allerdings die perfekt choreographierten und hervorragend gefilmten Kampfszenen.
Hier wird mindestens das Niveau des Vorgängers erreicht und die gezeigten Szenen gehören zu dem besten, was das moderne Actionkino in dieser Hinsicht zu bieten hat, was nicht zuletzt an einem großartigen Donnie Yen liegt, der hier einmal mehr neue Maßstäbe in Sache Kampfkunst setzt.
Vor allem im Finale kulminiert "Flash Point" dann zu einer fulminanten Action-Orgie, die weder Erbarmen, noch Grenzen der Realität oder Physik kennt.
Hätte der Film über die komplette Länge ein solches Pensum an beeindruckender und harter Action aufgeboten, dann hätten wir es hier mit einem glasklaren Referenzwerk zu tun.
So bleibt es qualitativ ganz klar State of the Art, aber, aufgrund einer doch recht langen und ruhigen Anlaufphase, mengenmäßig leicht verbesserungswürdig.

Verglichen mit seinem 2005 entstandenen "großen Bruder" muss sich "Flash Point" leider ganz eindeutig geschlagen geben ; zu simpel gestrickt und zu wenig dramatisch kommt das Gezeigte daher.
Wo der Film jedoch mithalten kann, das sind ganz klar die brillianten Action-Szenen, sowie die hervorragende Optik, welche diesen Nachzügler problemlos vom gewöhnlichen Genre-Einheitsbrei abheben.

Ein Film, den man als Action-Fan gesehen haben muss. Hart, kurzweilig und streckenweise schlichtweg beeindruckend. (8,25/10)

geschrieben am 14.06.2013 um 20:37

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