Ninja - Die Killer-Maschine

  • Informationen zum Film
  • Ninja - Die Killer-Maschine

  • Originaltitel:
    Enter the Ninja
    Genre:
    Action, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1981
    Kinostart USA:
    02.10.1981
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Der Kampfsportspezialist Cole (Franco Nero) wird in den elitären Kreis der japanischen Ninjutsu-Kämpfer aufgenommen. Seine Feuertaufe muss er auf den Philippinen bestehen. Dort wollen gnadenlose Investoren seinen Kumpel und dessen Familie mit Hilfe einer brutalen Bande von ihrer Plantage vertreiben. Als Cole es mit ihnen aufnimmt, heuern die Geldhaie zur Verstärkung seinen Intimfeind Hasegawa (Sho Kosugi) an – ein Kampf auf Leben und Tod steht bevor …

Userkritik zu Ninja - Die Killer-Maschine

Melvin Smiley
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Bewertung: 9/10 Punkte

Western-Legende Franco Nero tauscht seinen Colt gegen gegen eine Klinge und kämpft sich hirn- & erbarmunglos mit dem fiesesten Schnauzbart der Filmgeschichte durch eine Armee von strunzdoofen und schwer bewaffneten Bösewichten. Allein für diese Verunglimpfung des als titelgebender Django zu Weltruhm gelangten Hauptdarstellers sollte man "Ninja - die Killer-Maschine" gesichtet haben, denn in einer kurioseren Rolle hat man Nero später wohl kaum mehr zulangen sehen.

In diesem ersten großen Ninja-Kracher der legendären Cannon-Schmiede darf unser Hauptdarsteller den staubigen Westen gegen den exotischen Osten eintauschen und gleich in den ersten Minuten zeigen, was für eine perfekt ausgebildete Kampf- und Tötungsmaschine er ist, indem der Zuschauer Zeuge seines letzten großen Tests auf dem Weg zum Ninja-Meister wird, wo Cole (wer denkt bei diesem Namen nicht gleich an einen Ninja ?!) dann auch gleich voll vom Leder zieht und effektvoll alles ummäht, was ihm vor den Schnauzer kommt.
Sein japanischer Konkurrent ist über diesen Erfolg des Ausländers allerdings gar nicht erfreut und zieht dementsprechend ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter ; obwohl bis heute ohnehin nicht zweifelsfrei geklärt ist, ob Kampfsport-Legende Shō Kosugi überhaupt einen anderen Gesichtsausdruck beherrscht. Den Beweis bleibt er uns jedenfalls schuldig.
Bevor die beiden sich allerdings die Köpfe ein- bzw. abschlagen dürfen, zieht es Cole mit seinem frisch erworbenen Wissen um tödliche Kampfkünste vor, einen alten Freund und ehemaligen Kameraden aus Kriegstagen auf den Philippinen zu besuchen. Dieser wird natürlich von unheimlichen Schergen eines großen und recht exzentrischen Öl-Moguls (hart am overacten : Christopher George) bedroht, da dieser sein Land kaufen will, er und seine attraktive Frau sich allerdings der Sentimentalität wegen beharrlich weigern.
Und so ist es natürlich an Cole, dem Treiben Einheit zu gebieten und den bösen Jungs zu zeigen, wo der Frosch die Locken hat, bevor auch der Big Boss merkt, nachdem immerhin knapp 50 seiner Männer in allen Variationen ihr Leben, oder zumindest ihre körperliche Unversehrtheit/Vollständigkeit lassen durften, dass es einen Ninja braucht, um einen Ninja zu töten ... und wen er sich dann importieren lässt, dürfte klar sein.

Oh mein Gott ; so viel grober Unfug und man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Die Story mag platt sein und vor Logiklöchern, Trash-Einschlägen und schlichtem Blödsinn nur so strotzen, doch genau diese Mischung in Verbindung mit dem ständig anfallenden Krawall ist extrem unterhaltsam und hält über die gesamte Lauflänge von immerhin knapp 100 Minuten bei vollster Laune.
Und spätestens, wenn "Eis am Stiel"-Star Zachi Noy als schmieriger Geldeintreiber mit Hakenhand (der Kerl wird tatsächlich Mr. Hook genannt ...), dann brechen alle Dämme ; wen DAS nicht amüsiert, sry, der geht zum Lachen in den Keller.

Was ebenso fetzt, das ist die Gewalt, die hier schier ununterbrochen ausgespielt wird. Ständig wird geprügelt, geschlitzt, gestochen, gestoßen, gebrochen oder auch mal geschossen ; und das alles, ohne, dass die Kamera wegblendet.
Hier wird volle Breitseite aufgefahren und auch, wenn die Härten in Zeiten von Mainstream-Splatter-Reißern eher rückständig erscheinen, so macht diese naive Machart doch viel vom Charme dieser günstig-heruntergekurbelten, aber liebvoll inszenierten Produktion aus. Krawall ist hier jedenfalls ständig vorhanden ; lediglich ein paar sauber inszenierte Fight-Szenen neben dem eher grobschlächtigen Rest wären nett gewesen, da Nero selber nur des Namens wegen gecastet worden ist und etwa so gut kämpfen kann, wie ein betrunkener Hauptschul-Abbrecher Schopenhauer rezitieren kann.

Sei's drum ; das Gebotene macht Spaß und auch, wenn man den Film von vorn bis hinten nicht ernstnehmen kann, so ist es umso erfreulicher zu sehen, dass auch solch naive und simple Filmkost aus den frühen Cannon-Tagen bestens unterhalten kann.
Wer sich also auf diesen spaßig-brachialen Trip einlassen kann, der wird nicht enttäuscht werden ; ein echtes Juwel und ein Aushängeschild des Ninja-Films ! (8,5/10)

geschrieben am 22.05.2013 um 02:47

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ø Wertung: 8,3/10 | Wertungen: 3 | Kritiken: 2