Death Train - Fahrt in den Tod

  • Informationen zum Film
  • Death Train - Fahrt in den Tod

  • Originaltitel:
    Con Rail
    Produktionsjahr:
    2001
    Kinostart Deutschland:
    19.05.2003
    Kinostart USA:
    25.02.2003
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Unter Führung des skrupellosen Weaver gelingt es eine Räuberbande einen Diamantentransport zu überfallen. Außer Elitesoldat Ryan (Bryan Genesse) überlebt keiner diesen Überfall. Die Bande kann mit Diamanten im Wert von 9 Mio. Dollar fliehen. Mit Hilfe der mexikanischen Polizei gelingt es Ryan die Gangster zu verhaften. Mittels eines Personenzugs soll diese in die USA zurückgeführt werden. Doch dabei können sich Weaver und seine Kollegen befreien und übernehmen rücksichtslos die Kontrolle über den Zug. Nur noch Ryan kann die Verbrecher noch stoppen...

Userkritik zu Death Train - Fahrt in den Tod

Melvin Smiley
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Bewertung: 6/10 Punkte

Nachdem Steven Seagal im Action-Juwel "Alarmstufe: Rot 2" (auch an den Kinokassen) erfolgreich dutzende Gegner in einem entführten Zug mittels Schusswaffen- und Handkanten-Gebrauchs in's Jenseits befördert und damit einmal mehr die Welt gerettet hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Plagiate dieser Fortsetzung eines direkten "Stirb langsam"-Rip-Offs in die Videotheken purzeln würden.

Und auch die unter B-Action-Fans beliebte Schmiede Nu Image / Millennium Films musste über kurz oder lang ein ähnlich geratenes Vehikel auf die Beine stellen.
Mit Regisseur Yossi Wein, welcher sich schon zuvor für kostengünstig produzierte Fließbandware im B-/C-Sektor verantwortlich zeigte, ging es dann 2001 in den Ostblock, um dieses schrottige Spektakel der Schwachmaten-Superlative abzufilmen.

Mit im Gepäck Brian Genesse als ultracooler Held der Tages mit Sonnenbrille, schwarzem Ledermantel und dem stets gleichen, verpeilten Gesichtsausdruck, während sich sein Kontrahent Bentley Mitchum, der mindestens genauso wenig schauspielern kann, hier die Massen mit der wohl denkwürdigsten Performance seines Lebens verzaubert.

Der Rest der Darstellerriege ist belanglos ; entweder Schurken mit lustigen Namen und recht kurzer Spiel-/Lebenszeit, oder zivile Klischee-Entführungsopfer (inkl. gehbehindertem Jungen, einer Schwangeren und einem Priester), die außer rumheulen und ggf. sterben ohnehin nicht viele Aufgaben haben.

Der Plot ist mindestens genauso einfallslos und vorhersehbar, da man sich hier klar an bekannten Vorbildern und Genre-Versatzstücken bedient hat und gern dreist kopiert. Wie die Sache ausgeht, weiß man schon, bevor der Film überhaupt begonnen hat. Sollte man sich diesen Schwachsinn also wirklich ansehen ?

Ja ! Das sollte man, wenn man eine Schwäche für strunzdoofe B-Movies hat, definitiv tun ! Die Tatsache, dass der Film doof wie ein Hauptschul-Abbrecher mit anvisierter Rap-Karriere ist, wird gleich zu Anfang klar und wenn man(n) sich darauf einlassen kann, dann wird man/er auch dementsprechend Spaß mit diesem Unsinn haben.

Der Fokus liegt hier klar auf dem Duell zwischen Genesse und Mitchum, die man als Genre- bzw- Nu Image-Fan zweifelsohne nur allzu gut kennt ; und dieser martialische Zweikampf hält den Film auch über die komplette Laufzeit auf einem hohen Unterhaltungslevel, was nicht nur an den diversen dämlichen Dialogen, Logiklöchern und etlichen Explosionen liegt, sondern auch am radikalen Overacting von Mitchum, der hier so überzogen-cholerisch am Rumbrüllen und Abkaspern ist, dass einem die Worte dafür fehlen. Die deutsche Synchro sorgt dann vollends dafür, dass man den Streifen auch nicht nur im Ansatz ernstnehmen kann und versüßt dieses Trash-Vergnügen zusätzlich. Genesse wirkt dagegen ziemlich abwesend und bemüht-cool ; da nutzt ihm auch sein "Rache-Gesicht" gegen Ende nicht mehr viel. Er ist austauschbar ; leider.

Die Action dagegen wirkt eher mittelprächtig. Zwar gibt es diverse blutige Shootouts und ein paar nette Fights, aber die Art und Weise, wie diese präsentiert werden, ist eher unterdurchschnittlich. Zu schnelle und schlecht gesetzte Schnitte verderben das Vergnügen ziemlich und da hilft es nur wenig, dass der Film an sich extrem ruppig und unbarmherzig zur Sache geht. Hier wird leider einiges an Potential verschenkt. Zumindest der Endfight kann dann aber wieder einiges rausreißen, da dieser wirklich hochwertig und martialisch daherkommt ; ganz im Grundtenor des gesamten Filmes. Abgerundet wird das Spektakel durch exzessiven (Stock Footage-)Pyrotechnik-Einsatz.

Zum B-Movie-Highlight reicht es ganz sicher nicht ; dafür sind einfach an allen Ecken und Enden Fehler sowie Logikbrüche vorhanden und der Streifen kommt dazu streckenweise zu klamauklastig daher. So bekommt man, wenn man weiß, worauf man sich einlässt, herrlich-überzogene, zuweilen recht harte und kompromisslose, sowie kurzweilige B-Movie-Ostblock-Action mit zwei namenhaft-talentlosen Kontrahenten geliefert.
Nur etwas für Fans und Hartgesottene ; delicious ! (5,5/10)

geschrieben am 19.05.2013 um 23:44

Kommentare (1)

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Ist der richtige Film um nebenbei arbeiten zu können ohne viel zu versäumen. So richtige Unterhaltung fürn späten Abend.

Wobei mir der Film mit den selben Namen mit Priece Brosman in der Hauptrolle besser gefällt. Spielen ja immerhin noch Patrickk Stewart, Alexandra Paul und Christophert Lee mit.

geschrieben am 20.05.2013 um 00:02 Uhr #1

 

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