Fireball

  • Informationen zum Film
  • Fireball

  • Originaltitel:
    Fireball
    Genre:
    Action, Drama
    Produktionsland:
    Thailand
    Produktionsjahr:
    2009
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Tai wird aus dem Gefängnis entlassen und findet seinen Zwillingsbruder Tan mit schweren Verletzungen im Koma liegend. Schuld daran ist Tun, der ihn bei den brutalen Cage-Fights in der Welt von "Fireball" zusammenschlug. Bei diesem verbotenen und auf den Regeln des Basketballs basierenden Sport wollte Tan ein Preisgeld erkämpfen, um damit Tai aus der Haft freizukaufen. Auf Rache sinnend, gibt sich Tai fortan als sein Bruder aus und schließt sich dem Team von Den an. Dort erlernt er die notwendige Technik, um sich mit ihnen Runde für Runde in der hitzigen Arena durchzusetzen - immer den finalen Showdown gegen die Mannschaft von Tun vor Augen...

Userkritik zu Fireball

Melvin Smiley
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Bewertung: 7/10 Punkte

Anscheinend reicht es den Thailändern nicht mehr, dass Ihr Land nur als Mekka der weltweiten Prostitution gesehen wird und so macht man sich seit einigen Jahren auf, mit immer neuen, furiosen Action- und Kampfsport-Filmen von sich reden zu machen. Der Regisseur des brachialen Fantasy-Splatter-Action-Feuerwerks "Opapatika" legte 2009 mit "Fireball" noch einmal nach und versucht es hier mit weniger Story, dafür aber mit deutlich mehr Fratzengeballer, als noch im Vorgänger.

Die Story dieses recht trivialen Asia-Krachers ist simpel gestrickt und im Grund geht es lediglich darum, dass ein kampferprobter Jüngling sich für seinen im Koma liegenden Zwillingsbruder rächen will und so kurzerhand in das blutige Turnier einsteigt, welches seinem Bruder einst zum Verhängnis wurde.

Lieber gut geklaut, als schlecht selbst konstruiert schien hier das Credo der Schreiberlinge hinter "Fireball" gewesen zu sein und wenn man von der Eindimensionalität und Vorhersehbarkeit der Handlung absieht, dann muss man zumindest zugeben, dass die Chose flott voranschreitet und über die gesamte Laufzeit von knapp 97 Minuten nur selten Ermüdungserscheinungen zeigt. Sicher, deutliche Parallelen zu bekannten Vorbildern des Tournament-Movies wie z.B. "Bloodsport" mit Jean-Claude Van Damme sind unübersehbar, aber dennoch macht der Film das beste aus seinen Gegebenheiten und verbreitet zumindest eine angenehm düstere Atmosphäre.

Sinn und Verstand sucht man hier sicher vergebens, aber wer sich einen solchen Film ansieht, dem geht es in der Regel auch eher nicht um rationales Verhalten der Charaktere oder nachvollziehbare Beweggründe für bestimmte Handlungen.

Die Darsteller agieren allerdings durchgehend erfreulich professionell und es kommt hin und wieder fast ein Hauch von Tiefe auf ; welcher aber so schnell, wie er gekommen ist, auch wieder zunichte gemacht wird. Zumindest werden die Motivationen der meisten Charaktere für ihre Teilnahme am tödlichen Ballspiel-Turnier einigermaßen deutlich ; allen voran natürlich die Rache des Hauptdarstellers, welche im Finale ihren blutigen Höhepunkt finden soll.

Mag der Inhalt von "Fireball" nun recht ernüchternd und allenfalls im Mittelmaß anzusiedeln sein, so hat der Film allerdings einen ganz klaren Vorteil gegenüber vielen anderen, ähnlich gelagerten Produktionen : die Action ! Und man darf sich sicher sein, dass es hier, wenn es zur Sache geht, alles andere als zimperlich zugeht. Der Film ist, nicht nur in den zentralen Kämpfen, geprägt von faszinierenden Martial-Arts-Einlagen der Spitzenklasse und spätestens, wenn es zum sprichwörtlichen Schlagabtausch in der direkten Konfontation der Gegner kommt, geht so dermaßen die Post ab, dass man als Action-Fan feuchte Augen und zittrige Knie bekommt. Neben Fäusten, Füßen, Knien und Handkanten finden hier auch Eistenstangen, Messer, Betonklötze und sonstige Fiesheiten Einzug in die furiosen Auseinandersetzungen und es wird keine Gnade gezeigt. Zum Teil wirkt der hohe Gewaltgrad fast befremdlich, zumal einige Szenen kaum nachvollziehbar erscheinen. Aber darüber sieht man als Action-Fan gern einmal hinweg, wenn die Krawall-Szenen dafür quantitativ und qualitativ hochwertig inszeniert worden sind. Keine Frage, in der Menge stimmt die berstende Action in "Fireball" zweifelsohne ; was die Qualität angeht, so muss man allerdings Abstriche machen, da einige Kämpfe zwar extrem bildgewaltig daherkommen, es aber aufgrund des Stakkato-Schnitts oftmals schwierig ist, der Szenerie zu folgen bzw. den Überblick zu behalten. Es kommt zum Teil zu regelrechten Schnittgewittern und man weiß kurzzeitig nicht mehr, wer dort nun gegen wen kämpft. Dies soll aber die Qualität und Intensität der gebotenen Action nicht schmälern.

Ebenso wertig wie die Action ist auch die Optik von "Fireball" ausgefallen und an einigen Stellen überrascht der Film mit ausgefallenen Kameraeinstellungen und optischen Schmankerln, was den Film noch zusätzlich positiv abrundet und ihm am Ende zu einem stimmigen Ausklang mit Chance auf eine Fortsetzung verhilft.

Was bleibt ist ein überzeugender, furioser, wenn auch sehr einfach konzipierter Actioner mit expliziter Krawall-Garantie ; voll auf die Fresse ! (7,25/10)

geschrieben am 14.05.2013 um 21:40

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ø Wertung: 6,4/10 | Wertungen: 11 | Kritiken: 2