Der Blutige Pfad Gottes

  • Informationen zum Film
  • Der Blutige Pfad Gottes

  • Originaltitel:
    The Boondock Saints
    Genre:
    Action, Krimi, Thriller, Drama
    Produktionsländer:
    USA, Kanada
    Produktionsjahr:
    1999
    Kinostart Deutschland:
    14.09.2000
    Kinostart USA:
    21.01.2000
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Die beiden MacManus-Brüder sind noch richtige Katholiken und gehen jeden Sonntag in die Kirche. Deshalb machen sie auch die mahnenden Worte des Pastors, nie wegzusehen, wenn jemand in Not ist, besonders betroffen. Als Tage später die Russenmafia ihre Stammkneipe schließen will, wollen sie das nicht so einfach hinnehmen und wehren sich. Die verprügelten Gangster allerdings schwören Rache und stehen am nächsten Tag vor der Wohnung der Beiden. Nach der anschließenden Auseinandersetzung sind die beiden Russen tot. Doch nach der detaillierten Schilderung der Ereignisse kann FBI-Mann Smecker (William Dafoe) die Notwehr erkennen und läßt die Beiden laufen.

Userkritik zu Der Blutige Pfad Gottes

Melvin Smiley
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Bewertung: 10/10 Punkte

Einigen Filmen eilt ein Ruf voraus, der so überschwänglich und vielversprechend ist, dass das letztliche Endprodukt nur noch vor der gepushten Erwartungshaltung in die Knie gehen kann.

Genau solch ein Hype entstand auch um den im Jahre 1999 recht kostengündtig produzierten Action-Thriller "Der blutige Pfad Gottes" von Regie-Debütant Troy Duffy.

Im Kino noch finanziellen Schiffbruch erlitten, wurde der ungewöhnliche Streifen unter Fans von Filmen der härteren Gangart recht schnell als neue Stil-Ikone angepriesen und als tarantinoesker Meilenstein beworben.

In Deutschland fand die BPjM ihn gar so (gewaltver)herrlich(end), dass sie ihn ohne Umwege auf den Index für jugendgefährdende Medien verfrachtete, wo er bis 2012 verweilen sollte. Nach der überraschend-geglückten Listenstreichung und den daraus resultierenden Neuauflagen der ungekürzten Version, kann ihn sich nun jedermann frei käuflich erwerben.

Doch wird der Film seinem Hype überhaupt gerecht ?

Gut, die Frage ist unnötig.

Selten hat es ein Film geschafft, so zu polarisieren und eine solche Legendenbildung nach sich zu ziehen.

Was als billiger Action-Streifen geplant war, entwickelte sich dank der liebevollen Charakterzeichnung, dem ungewöhnlichen Storyverlauf und nicht zuletzt dank der ungeschminkt-brachialen Gewalt & Derbheit zu einem absoluten Geheimtipp.

Selten wurde Selbstjustiz so drastisch und schonungslos in Szene gesetzt, zumal die ausübenden Hauptdarsteller ganz klar zu Sympathieträgern werden und gleichsam zu Heilsbringern stilisiert werden.

Das ganze verläuft erfreulicherweise nicht in einer dumpfen Aneinanderreihung derber Brutalitäten, sondern baut sich langsam, sowie durch die ungewöhnliche Schnittfolge begünstigt spannend auf und nimmt sich im Verlauf genügend Zeit, die Hintergründe der Hauptdarsteller zu beleuchten und auch sympathisch-verschrobene Nebencharaktere einzuführen.

Die Botschaft mag zwar simpel und nicht wirklich subtil wirken, da der Film keinen Hehl aus seiner Glorifizierung der Selbstjustiz macht und sich dabei auch niemals ernst nimmt, aber das Endergebnis ist ein hervorragender und zu keiner Minute auch nur im Ansatz langweilender Unterhaltungsfilm, der das volle Emotionsspektum abdeckt, viel schwarzen Humor mitbringt und neben der brachialen Gewalt von seinen erstklassigen Darstellern lebt.

Einer der wichtigstens und besten Filme aller Zeiten und ein absolutes Unikat, welches man als Filmfan schlichtweg gesehen haben muss ! Ganz klar : 10/10

geschrieben am 27.04.2013 um 15:11

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ø Wertung: 8,5/10 | Wertungen: 34 | Kritiken: 2