Suicide Kings

  • Informationen zum Film
  • Suicide Kings

  • Originaltitel:
    Suicide Kings
    Genre:
    Komödie, Krimi, Thriller, Mystery, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1997
    Kinostart USA:
    17.04.1998

Userkritik zu Suicide Kings

Melvin Smiley
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Bewertung: 8/10 Punkte

Als in den 90ern ein junger Regisseur namens Quentin Tarantino absoluten Kultstatus für sich beanspruchen konnte, welchen er auch heute noch unumstritten hält, hätte sich dieser wohl kaum träumen lassen, dass sein Stil eine ganze Reihe von Filmemachern inspirieren sollte.

Neben etlichen missglückten Kopien kam dabei allerdings auch der eine oder andere kleine Geheimtipp an's Tageslicht bzw. in die hiesigen Videotheken. Einer dieser eher unbekannten Vertreter seiner Zunft ist definitiv "Suicide Kings" aus dem Jahre 1997.

Mit recht bescheidenen Mitteln realisiert und mit einer hervorragenden Riege an Jungdarstellern ausstaffiert, liefert der Film von Anfang bis Ende hervorragend-groteske Unterhaltung.

Die Story um einen entführten Mafioso, der mit seinem Einfluss einer Bande von ebenso jungen wie unerfahrenen Entführern helfen soll, die ebenfalls entführte Schwester eines der Jungen freizubekommen ist ein wahnwitziges und einfallsreiches Konstrukt, welches diverse Twists bereithält, um den Zuschauer bei der Stange zu halten.

Dass der Hauptstrang der Geschichte, welcher von Zeit zu Zeit von makaberen Flashbacks durchbrochen wird, in nur einem Raum stattfindet, tut der Unterhaltung keinen Abbruch, da hier durch die kammerspielartige Inszenierung das Agieren der fünf jungen Männer und ihrer namenhaften Geisel in den Vordergrund gerückt wird.

Nach und nach schafft es der von Christopher Walken brillant gespielte Mafia-Boss seine Entführer gegeneinander aufzuhetzen und entfacht ein regelrechtes Psychospiel unter den jungen Männern, welches des anfangs gut durchdachten Plan schnell in's Wanken bringen soll, zumal schnell klar wird, dass auch einer von ihnen falsch spielt.

Schauspielerisch wird hier also durchaus einiges aufgefahren und die damals noch recht unbekannten Jungdarsteller geben ihr bestes, um ihren Rollen Glanz und Profil zu verleihen.

Wie auch bei Tarantino wird hier nicht nur mit einem Erzählstrang gearbeitet, sondern ständig gewechselt, wobei allerdings beide Stränge parallel verlaufen und direkt miteinander verknüpft sind und es letztlich daraum geht, nicht nur die Entführung des Mafia-Bosses, sondern auch die des entführten Mädchens zu lösen, wobei es zu allerlei skurrilen Intermezzi mit zwielichtigen Gestalten kommt und immer wieder ein bissig-zynischer Unterton zum Tragen kommt. Wer also mit bissigem Humor zurechtkommt, der wird hier bestens bedient, auch, wenn nicht jeder Gag zündet.

Spätestens im Verlauf des Finales laufen dann alle Fäden zusammen und die Ereignisse überschlagen sich, wo der Film dann seinen Höhepunkt hat. Die verschachtelte Story wird entwirrt, es kommt endlich die ganze Tragweite des Plans zum Vorschein und man sieht, wer mit wem ein falsches Spiel getrieben hat.

Das Ende ist dann sicher nicht jedermanns Sache, doch sollten Fans von Tarantino und seinen Filmen durchaus Freude daran haben.

Insgesamt bekommt man hier einen tollen Thriller mit schwarzhumorigen Einlagen und einer gut durchdachten Geschichte geliefert, welcher oftmals aber auch ein wenig zu sehr in's Groteske abdriften mag.
Auf jeden Fall aber liefert "Suicide Kings" tolles Darstellerkino und allein die Art und Weise, wie sich die fünf jungen Männer unter dem Einfluss ihrer Geisel langsam aber sicher gegenseitig zerfleischen, macht eine Sichtung mehr als lohnenwert.
Don't mess with Christopher Walken ! (08/10)

geschrieben am 27.04.2013 um 14:32

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