Death Proof - Todsicher

  • Informationen zum Film
  • Death Proof - Todsicher

  • Originaltitel:
    Death Proof
    Genre:
    Action, Krimi, Thriller
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    19.07.2007
    Kinostart Deutschland:
    19.07.2007
    Kinostart USA:
    06.04.2007
  • Inhalt
  • Inhalt:
    TEXAS. Hier sind die Strassen lang und einsam. Das ideale Jagdrevier für den Serienkiller Stuntman Mike (Kurt Russell). Mit seinem Muscle Car macht sich Mike auf die Jagd nach hübschen, jungen Mädels. In einer Bar lernt er die heiße texanische DJane Jungle Julia und ihre attraktiven Freundinnen kennen. Sie trinken, flirten und albern herum, nicht ahnend, dass der Tod schon lauert. Ein paar Monate später: Zoë (Zoë Bell), Kim (Tracie Thoms) und Abernathy (Rosario Dawson) arbeiten beim Film und verbringen ein paar drehfreie Tage zusammen. Bei einem Highspeed-Spielchen trifft das Power-Trio auf Stuntman Mike, der nach neuen Opfern Ausschau hält. Doch diese Girls durchschauen schnell, mit welchem Typen sie es zu tun haben. Sie drehen den Spieß um und gehen zum Angriff über. EIN ROAD-DUELL AUF LEBEN UND TOD BEGINNT...

Userkritik zu Death Proof - Todsicher

hudeley
Weitere Kritiken des Users

Bewertung: 4/10 Punkte

Death Proof

Stellt euch folgendes vor: Ihr habt eine gute Idee für eine funktionierende Actionszene von 5 Minuten Länge, ein ausreichendes Budget für einen astreinen Film und massenhaft Erfahrung als Regisseur, da ihr nichtnur "Kill Bill" sondern unter anderem auch schon "Pulp Fiction" oder "Reservoir Dogs" gedreht habt. Was macht ihr also? Versuchen ein Drehbuch zu schreiben mit dem Ziel, die Actionszene (in dem Fall eine Verfolgungsjagd) einzubauen oder den Schnellschuss des Jahrhunderts starten und einfach mal ein ganzes Filmensemble zusammentrommeln getreu dem Motto "vielleicht fällt mir ja auf dem Weg zum Set noch eine Story ein!"?

Falls ihr euch für Letzteres entscheidet, dann seid ihr Tarantino nichtmal allzu unähnlich. Es ist ja hinreichend bekannt und auch Teil seines Stiles, dass er viel auf Dialoge setzt. Doch wo diese in "Inglourious Basterds"- vorallem aufgrund von Christoph Walz - zur Perfektion getrieben wurden, stellen sie in "Death Proof" ein einziges Hindernis da.
Es ist schon bitter, wenn man mit seinem Brother in Crime Robert Rodriguez ein "Grindhouse" Doppelfilmprojekt plant und dieser mit seinem Segment "Planet Terror" einen modernen Klassiker schaffen konnte, man selbst mit seinem Filmchen aber sogar seine eigenen Hardcorefans enttäuscht. Tarantinos "Death Proof" hat nichts weiter als die gute Grundidee eines durchgeknallten Musclecar-Killers und eine sehr gelungene Verfolgungsjagd gegen Ende des Filmes. Soweit nicht schlimm, aber nichtnur fällt die Tatsache, dass der Film kurz davor ist die 2 Stunden Marke zu knacken, äußerst negativ ins Gewicht, sondern auch die abnorme Langeweile, die sich zwischen Vorspann und Abspann dahinzieht.
Es reicht eben nicht, wenn man eine Truppe kurioser, notgeiler Frauen an ein paar Truckstops Halt machen und sie ihre ausgearbeiteten, aber ins Nichts führenden Dialoge von sich geben lässt. Die Spezies "Mann", an die sich dieser Film richtet, ist nämlich durchaus in der Lage Dumpfsinn zu erkennen und nicht nur aufrund Lapdance-williger Frauen und einem Musclecar den Film für gut zu befinden. Da bringen auch die zwei (gelungenen) Goreszenen nichts, vorallem dann nicht, wenn sie einen daran erinnern, wie gut der Film hätte werden können.

20 Minuten weniger, mehr Konfrontationen, von mir aus auch einen weitaus höheren Bodycount und das Hinarbeiten auf einen deutlichen Storyhöhepunkt hätten dem Film verdammt gut getan. Ich respektiere Tarantinos Lebenswerk, aber er müsste sich in einigen Fällen dringend mal dazu entscheiden, was er denn eigentlich will. Einerseits zelebriert er Gewalt wie fast kein Zweiter, andererseits lassen Darsteller, sowie die ausgefeilten Dialoge seine Filme gerne kultivierter erscheinen, als sie unter der Oberfläche sind. Hätte er im Falle von "Death Proof", den ich nichtmal so sehr als eigenständigen Film ansehe, mal von seiner typischen Inszenierung abgesehen und hätte - wie auch Rodriguez - einen harten, Splatter-Trashfilm abgeliefert, so hätte dieser Film wirklich gelingen können. So, wie er jetzt ist, ist es Bla-Bla mit Verfolgungsjagd am Ende. Das Beste am Film ist der anfängliche Trailer zu "Planet Terror". 4 Gnandenpunkte.

4/10

geschrieben am 25.03.2013 um 14:28

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ø Wertung: 7,2/10 | Wertungen: 41 | Kritiken: 3