Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod

  • Informationen zum Film
  • Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod

  • Originaltitel:
    Balada triste de trompeta
    Genre:
    Komödie, Drama
    Produktionsländer:
    Frankreich, Spanien
    Produktionsjahr:
    2010
    Kinostart Deutschland:
    08.12.2011
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Jeder männlicher Nachkömmling dieser spanischen Familie wird ein Clown. Daher ist auch Javiers Vater einer von dieser Gattung geworden. Wir schreiben das Jahr 1937 als spanische Faschisten die Protagonisten aus ihrer Vorstellung rissen. Kurzerhand wurden sie rekrutiert, mit simplen Waffen ausgestattet, und auf die Armee gehetzt. Javiers Vater rennt wie von sinnen mit einer Machete bewaffnet auf die Gegnerschaft zu. Er kämpft beherzt, und konnte viele Duelle für sich entscheiden, jedoch war letztendlich die Übermacht zu groß. Nun lebt der “idiotische Clown”, so sein Spitzname, in Gefangenschaft, der sein restliches Leben hinter Gittern führen wird.



    Viele Jahre später wird Javier, natürlich ist er seine Abstammung treu geblieben, beim Zirkus engagiert. Als Weißclown, auch der traurige Clown genannt, soll er dem dümmlichen Spaßmacher unterstützend zur Seite stehen. Sergio, der hier allein das sagen hat, bezieht seine Stellung vornehmlich mit Gewalt. Vor allem wenn er einen über den Durst getrunken hat, sollte man sich besser nicht mit ihm anlegen. Dies bekommt täglich die schöne Akrobatin Natalia zu spüren, die ohne Widerrede kräftige Schläge hinnehmen muss. Javier begreift nicht, warum sich Natalia dies bieten lässt. Der traurige Narr hat bereits nach dem ersten Blick ein Auge auf die Artistin geworfen. Aber auch Natalia scheint ebenfalls auf ein Abenteuer aus sein, und lädt den scheuen Javier in ihren Wohnwagen ein. Als Sergio von der Liaison erfährt rastet er völlig aus, und begibt sich im volltrunkenen Zustand in Richtung der beiden…

Userkritik zu Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod

Tschakkie
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Bewertung: 9/10 Punkte

Erneut schafft es ein spanischer Filmemacher mich mit seinem Werk zu beeindrucken. Mad Circus ist ein Film, der wie seine Protagonisten von den Gegensätzen lebt. Er ist zugleich bunt und düster, ernst und humorvoll (wenn der Humor auch sehr schwarz und mitunter schräg ist). Man mag ihm schwer einem Genre zuordnen und auch die Handlung ist teilweise so überladen, das es mühselig wäre eine vernünftige Inhaltsangabe zu geben.

Start des Filmes ist der Bürgerkrieg, der 1937 in Spanien tobt. Der Vater von Javier, angestellt als Clown in einem Zirkus, wird in den Krieg eingebunden, verhaftet und einige Jahre später getötet. Javier heuert wieder einige Jahre später in einem Circus an und wird als trauriger Clown eingestellt. Dort trifft er die Akrobatin Natalia, die mit Sergio (dem lustigen Clown) zusammen ist. Natalia liebt Sergio leidenschaftlich, ist geradezu abhängig von ihm, obwohl er sie regelmäßig verprügelt. Aber auch für Javier entwickelt sie Gefühle, wenn auch anfangs eher freundschaftlich, denn Javier ist im Gegensatz zu Sergio kindlich und unbeholfen tollpatschig. Aber auch er tut ihr nicht wirklich gut, denn durch die tragischen Ereignisse in seiner Kindheit, hat auch seine Seele einen Knacks bekommen und es verwundert nicht, dass er im Laufe des Films immer mehr dem Wahnsinn verfällt.

Auch wenn der Film viele Bezüge zu politischen Themen hat und damit auch beginnt, ist der rote Faden für mich die dramatische Dreiecksbeziehung zwischen Natalia, Sergio und Javier. Ich muss zugeben, dass ich mich nicht so für Politik interessiere und so sind die Ereignisse für mich nur eine Rahmenhandlung, was ich dem Film aber nicht vorwerfen kann. So ist Mad Circus für mich ein skurilles Liebesdrama mit großartigen Bildern, wunderbaren Schauspielern und genialem Soundtrack. Wenn auch der ein oder andere Schnitt oder Handlungssprung ein wenig unglücklich ist, aber Nobody's Perfect. Der Regisseur Álex de la Iglesia beweist hier filmisches Können, vor allem die Sequenz auf dem Valle de los Caidos ist für mich eine der tragischsten Filmszenen, die ich je gesehen hab. Abgeschlossen durch das Ende, wo sich der lustige und der traurige Clown gegenübersitzen: Note 1!

Unterm Strich ist Mad Circus ein fantastisches, groteskes Drama, dass ich gerne empfehle und bekommt von mir wohlwollende 8,5 von 10 Punkten.

geschrieben am 27.02.2013 um 23:03

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Balada triste de trompeta

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ø Wertung: 7,9/10 | Wertungen: 19 | Kritiken: 5