Verblendung

  • Informationen zum Film
  • Verblendung

  • Originaltitel:
    The Girl with the Dragon Tattoo
    Genre:
    Krimi, Thriller, Mystery, Drama
    Produktionsländer:
    USA, UK, Deutschland, Schweden
    Produktionsjahr:
    2011
    Kinostart Österreich:
    13.01.2012
    Kinostart Deutschland:
    12.01.2012
    Kinostart USA:
    20.12.2011
  • Inhalt
  • Inhalt:
    In VERBLENDUNG breitet der Oscar®-nominierte Regisseur David Fincher ("The Social Network") die Welt des Blockbuster-Thrillers von Stieg Larsson auf der großen Leinwand aus.
    Im Labyrinth der Geschichte versteckt finden sich Mord, Korruption, Familiengeheimnisse und persönliche Dämonen der zwei unerwarteten Partner, die die Wahrheit in einem 40 Jahrezurückliegenden Verbrechen aufdecken wollen. Mikael Blomkvist (DANIEL CRAIG) ist ein investigativer Wirtschaftsjournalist, der fest entschlossen ist, seine Ehre wieder herzustellen, nachdem er wegen übler Nachrede verurteilt wurde. Er wird von einem der reichsten Industriellen Schwedens angeheuert, Henrik Vanger (der Oscar®-nominierte CHRISTOPHER PLUMMER): Blomkvist soll herausfinden, was hinter dem Verschwinden von Vangers geliebter Nichte Harriet steckt – Vanger vermutet, dass sie von einem anderen Familienmitglied ermordet wurde. Der Journalist reist zum Familiensitz auf einer unwegsamen Insel an der in Eis getauchten schwedischen Küste, unsicher, was ihn dort erwarten wird. Gleichzeitig wird Lisbeth Salander (ROONEY MARA), eine ungewöhnliche aber geniale Detektivin der Sicherheitsfirma Milton Security, angeheuert, in Blomkvists Leben herumzuschnüffeln, was letztlich dazu führt, dass sie Blomkvist dabei hilft herauszufinden, wer verantwortlich für den Mord an Harriet Vanger ist. Obwohl Lisbeth ein Schutzschild vor der Welt, die sie immer und immer wieder verraten hat, aufgebaut hat, erweisen sich ihre Fähigkeiten als Hackerin und ihre radikale Entschlossenheit als unbezahlbar. Während Mikael die verschlossenen Vangers direkt ins Visier nimmt, zieht Lisbeth ihre Fäden im Schatten. Gemeinsam stoßen sie auf eine Mordserie, die sich von der Vergangenheit in die Gegenwart zieht. Und schließlich haben sie nur ihre zarten Bande aufkeimenden Vertrauens, um sich vor einem Verbrechen absolut monströsen Ausmaßes zu schützen.

Userkritik zu Verblendung

hudeley
Weitere Kritiken des Users

Bewertung: 10/10 Punkte

Vergebung

Dem Stockholmer Journalisten Mikael Blomkvist wird im Zuge einer politisch brisanten Enthüllungsstory der Prozess gemacht bei dem er neben seinem tadellosen Ruf auch seine gesamten Ersparnisse verliert. Um der öffentlichen Demütigung zu entgehen, nimmt er den Auftrag des Großindustriellen Henrik Vanger an, das über 40 Jahre zurückliegende Verschwinden seiner Nichte Harriet aufzuklären. Vanger verdächtigt ein Mitglied seiner von gegenseitigen Antipathien geprägten Großfamilie Harriet ermordet zu haben. Bei der Recherchearbeit wird Blomkvist von der jungen Hackerin Lisbeth Salanderunterstützt. Die seit ihrer Kindheit schwer traumatisierte Salander hat wenig Skrupel, auch illegale Methoden anzuwenden und bringt mit ihrer unorthodoxen Vorgehensweise frischen Wind in Blomkvists stockende Ermittlungen. Dabei kommen die beiden einem in den 1950er Jahren wütenden Serienmörder auf die Spur, der in irgendeiner Form mit dem Vanger-Klan in Verbindung zu stehen scheint ... ofdb.de

Der Aufschrei, als das sogenannte Remake zum 2009 erschienen Film "Verblendung" (nach der Romanvorlage des leider recht früh verstorbenen Autors Stieg Larsson) angekündigt wurde, war groß. Wie es nunmal typisch für Hollywood / Amerika ist, lässt man dort gerne eigene Filmversionen von zuvor erschienen und erfolgreichen Filmen drehen. Sei es "Quarantäne", "Let The Right Ones In" oder das angekündigte Remake zur französischen Terrorgranate "Marytrs". Als man wusste, dass sich David Fincher auf dem Regiestuhl breit machen würde, hat man zumindet die Hoffnung auf einen guten Film nicht aufgegeben - obgleich ein fader Beigeschmack blieb.
Auch ich wollte den Film eigentlich auslassen, bzw. ihn mir erst dann holen, wenn meine Erinnerungen an die schwedisch / deutsche TV-Verfilmung etwas verblasst sind. Da es aber der letzte Fincher Film war, den ich noch nicht kannt, ich nichtnur Daniel Craig mag, sondern auch die Romanvorlage und den ersten Film, kam ich nicht umhin, mir die BluRay zuzulegen. Einige positive Reviews haben mich dann schlussendlich überzeugt und was soll ich sagen ... man, war das ein gelungener Film!

Um eines klarzustellen: würde man mich fragen, was die bessere Verfilmung ist, bzw. müsste ich nächste Woche mir nochmal einen der beiden ansehen, so wäre es David Fincher's Version. Nicht dass wir uns falsch verstehen - selbst der originalen Verfilmung habe ich damals in meiner Review, soweit ich mich erinnern kann, 9 Punkte gegeben. Und wer meine Reviews kennt weiß, dass ich so hohe Punktzahlen nicht wirklich oft verteile.
Natürlich ist der Film aufgrund verschiedener Faktoren auf den ersten Blick baugleich: das Setting ist ähnlich, die Hauptdarsteller beider Filme sehen zum verwechseln ähnlich aus, die Handlung ist (natürlich) die selbe und auch im Dialogbereich habe ich einige Aufgriffe der 2009er Version entdecken können. In meinen Augen ist David Fincher's Version fast eine Art "Verblendung 2.0", denn wirklich Änderungen gab es nur im Detailbereich - aber diese sind in ihrer Wirkung letztendlich doch enorm.
Wo die Erstverfilmung nicht zuletzt aufgrund der Zusammenarbeit mit dem ZDF fast schon ein düsterer Tatort war, zaubert Fincher einen harten Krimi mit deutlichen Thrillereinschüben auf die Leinwand. Mir fiel auf, dass der Film nichtnur am Anfang mehr Tempo hat und schneller zur Sache geht als die 2009er Version, sondern er spielt auch öfters bei Nacht. Dadurch steigt natürlich die Atmosphäre zu einem gewissen Maße.
Auch das höhere Budget, oder gerade das höhere Budget sieht man dem "Remake" mehr als deutlich an: es gibt mehr Rückblenden, sprich man zeigt dem Zuschauer mehr als dass man es ihn durch Gespräche zwischen zwei Charakteren herausfinden lässt, die Häuser (vorallem das Haus in welchem sich der Showdown abspielt) sind einfach wesentlich ausgebauter, größer, von der Beleuchtung besser in Szene gesetzt und irgendwie wirkt das alles ... wertiger.
Auch die Kameraführung und Fincher's eigene Note heben den Film ganz deutlich in die Riege der verdammt spannenden Krimis. Wie immer hetzt der gute Mann den Zuschauer nicht sinnlos durch den Film, sondern lässt sich viel Zeit: Zeit für den Charakteraufbau, Zeit für die Entwicklung der Handlung und in dem Falle auch Zeit für nach dem Finale. Das gibt "Verblendung" einen - wie ich finde - recht unverkrampften Anstrich und man bekommt als Zuschauer die Möglichkeit, vollkommen in den Film einzutauchen. Nach 2 Stunden und 40 Minuten wird man wieder ausgespuckt, obwohl es einem maximal wie 90 vorkam.
Natürlich tragen dazu auch die beiden Darsteller Daniel Craig, in der Rolle des Skandaljournalisten Michael Blomkvist, sowie Rooney Mara, in der Rolle der interessanten Lisbeth Salander, viel bei. Man schaut ihnen einfach verdammt gerne beim Schauspielern zu und schon aufgrund von Stieg Larssons Buchvorlage, hat man hier ausgearbeitete Protagonisten mit Ecken und Kanten und nicht irgendwelche Abziehbilder, deren Handlen und Wohl dem Zuschauer egaler nicht sein könnte.

Ich könnte wirklich noch Vieles schreiben, ins Detail gehen und vielen von euch möglicherweise zuviel spoilern. Jedoch sollte den Film wirklich jeder gesehen haben und ich ziehe mich hier einfach mal aus der Affäre, ohne in Versuchung zu kommen, kleinere Plotpoints zu verraten. Unter'm Strich sind beide Filme wirklich gut, obgleich David Fincher's Version die Nase vorn hat. Man merkt seine Handschrift, man merkt das größere Budget, man merkt die straffere aber nicht gehetzte Erzählweise und man hat im Nachhinein den Eindruck, einen perfekt überarbeiteten Film zu sehen. Während des Anschauens allerdings, kam mir zu keiner Zeit das "Original" in den Sinn, denn dazu fesselt einen die Handlung viel zu sehr. Und das, obwohl ich schon wusste wie die Geschichte ausgeht. Irgendwie hat Fincher es geschafft, selbst für Leute wie mich, die die Erstverfilmung kennen, den Film mehr als nur interessant zu machen und auch wenn man manche Szenen kennt, weiß man nie, was als nächstes kommt.

10/10

geschrieben am 18.02.2013 um 18:17

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ø Wertung: 7,4/10 | Wertungen: 24 | Kritiken: 1