Der Blob

  • Informationen zum Film
  • Der Blob

  • Originaltitel:
    The Blob
    Genre:
    Sci-Fi, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1988
    Kinostart Deutschland:
    20.10.1988
    Kinostart USA:
    05.08.1988
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Die gallertartige Substanz stammt aus dem Weltall und ernährt sich von Menschenfleisch. Die Opfer tragen grausame Verätzungen davon oder werden bis auf die Knochen abgenagt. Nach jedem Fressen wird der Mörderpudding – Blob genannt – größer. Bald hat er die Stadt erreicht und breitet sich unaufhaltsam über die Kanalisation und Luftschächte aus. Polizei und Militär sind machtlos. Die Menschheit schwebt in Lebensgefahr.

Userkritik zu Der Blob

DERMITSCHNEEFEUERMACHT
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Bewertung: 8/10 Punkte

„Der Blob“ von Charles ’Chuck’ Russell ist ein Remake, das tatsächlich besser als das Original ist, wobei die 1954er Version schon an den kaum vorhandenen technischen Möglichkeiten scheitern musste, während das Remake effekttechnisch in die Vollen geht.
Dabei startet Russells Spaßgranate ziemlich zügig durch, stellt nur sehr kurz seine Abziehbildcharaktere vor: Motorradrowdy Brian Flagg (Kevin Dillon), die brave Cheerleaderin Meg Penny (Shawnee Smith), ihr Date Paul Taylor (Donovan Leitch) sowie das übliche Horrorfilminventar: Ein paar nervige Kinder zum In-Gefahr-geraten, ein komischer alter Kauz, ein weiteres Teeniepärchen zum Wegschnetzeln, die fürsorglichen Eltern, misstrauische Cops usw.
Doch nach nur wenigen Minuten Spielzeit kracht bereits ein Meteor in einem nahen Wäldchen herunter, der eine gallertartige Substanz enthält – den Blob. Der absorbiert alles, was er kriegen kann und wird dadurch immer größer...

Tempo ist bei „Der Blob“ alles und so kann der Film einfach durch seinen unglaublichen Drive punkten: Nach der kurzen Einführung greift der Blob fast alle paar Minuten an, in immer größerem Stil – proportional zu seinem Wachstum. Wie man das Biest kaputt kriegt, ist dabei nur am Rande wichtig und wird auch relativ früh verraten, aber großartige Überraschungen erwartet man hier eh nicht. „Der Blob“ ist viel mehr eine filmische Achternbahnfahrt, die durch immer neue Attraktion versteckt, dass das Vergnügen im Grunde total simpel gemacht ist. Zum Ende hin lässt Russells Werk leicht nach, da sich die andauernden Blobattacken wiederholen und dadurch etwas abnutzen, aber zu dem Zeitpunkt ist der Abspann auch nicht mehr weit.
Eine gewisse Hintergründigkeit kann man „Der Blob“ dann aber doch nicht absprechen, da die Chose immerhin der Tradition der Sci-Fi-Filme der 50er und 60er steht. Damals standen die Außerirdischen meistens symbolhaft für eine kommunistische Invasion und „Der Blob“ enthält auch ein paar Seitenhiebe auf die Mär vom bösen Russen. Doch spätestens mit dem Auftauchen des Militärs schlägt „Der Blob“ durchaus andere Töne an, denn diese werden teilweise als unfähig, teilweise sogar als wahres Übel dargestellt.
Auch sonst spielen Ironie und Humor eine zentrale Rolle in „Der Blob“. So läuft im Kino eine „Freitag, der 13te“-Version, Leute, die im Kino quatschen, werden dafür bestraft und der Superaufreißer des Stadt hat im Kofferraum seines Wagens das nötige Equipment vom Mundspray bis zur Minibar. Dabei spielt „Der Blob“ auch etwas mit dem eigenen Genre, es sterben durchaus Figuren, von denen man es nicht erwartet, und sogar ein nerviges Blag wird verfrühstückt. Die Hauptfiguren, welche definitiv überleben, stehen aber extrem schnell fest.

Doch Hauptattraktion des Films sind sicher die Effekte und diese sind ähnlich zeitlos wie jene in Carpenters „The Thing“, da auch sie den Charme des Handgemachten besitzen. Der Blob quetscht sich durch Ritzen, nimmt groteske Formen an und absorbiert alles, was ihm in den Weg kommt – alles noch ohne CGI-Effekte. Goreeinlagen bietet das Treiben dabei auch, diese sind grundsätzlich immer sehr schwarzhumorig angelegt, denn „Der Blob“ will nur selten Grusel bieten, sondern meist Funsplatter: Da werden Opfer durchs Spülbecken gesaugt oder Rettungsversuche führen nur zu abgetrennten Gliedmaßen.
Kevin Dillon und Shawnee Smith sind auch zwei recht überzeugende Jungdarsteller, wenngleich sie in diesem noch von hoher Schauspielkunst entfernt sind. Die Nebendarsteller sind auch recht gut und verkörpern ihre Klischeerollen glaubhaft. In einer kleinen Rolle ist Erika Eleniak („Alarmstufe: Rot“, „Bordello of Blood“) zu sehen und Gastauftritte haben auch Chuck Russell sowie Stunt Coordinator Rick Avery.

„Der Blob“ ist beste Old School Horrorunterhaltung mit viel Humor, durchweg überzeugenden Tricks und dem nötigen Drive. Sicher ist die Chose reichlich simpel und nutzt sich mit zunehmender Spielzeit etwas ab, doch für gute 8 Punkte meinerseits reicht es.

geschrieben am 17.02.2013 um 09:55

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ø Wertung: 7,9/10 | Wertungen: 9 | Kritiken: 2