Starship Troopers

  • Informationen zum Film
  • Starship Troopers

  • Originaltitel:
    Starship Troopers
    Genre:
    Action, Thriller, Sci-Fi, Abenteuer
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1997
    Kinostart Österreich:
    30.01.1998
    Kinostart Deutschland:
    29.01.1998
    Kinostart USA:
    07.11.1997
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Nach "Robocop" und "Total Recall" setzte Star-Regisseur Paul Verhoeven neue Maßstäbe mit diesem Actionthriller im Science-fiction Genre.



    In ferner Zukunft herrscht endlich Frieden auf der Erde. Einzig und allein die Einteilung in Soldaten und Zivilisten unterscheidet die Menschen. Trotzdem lauert Gefahr: Killer-Insekten aus einer anderen Galaxie haben der Erde den Krieg erklärt. Ihr Ziel ist es, alles Leben zu zerstören, und die Angreifer scheinen unbesiegbar. Eine Armee junger Soldaten wird auf den feindlichen Planeten geschickt, um in einer letzten großen Schlacht die Menschheit vor ihrer Ausrottung zu bewahren. Unter ihnen befindet sich auch Johnny Rico (Casper van Dien), der einst zum Militär ging, um seiner Freundin zu imponieren. Er steht nun vor einem Kampf, den keiner der Beteiligten jemals vergessen wird, denn die Starship Troopers haben ihren Gegner mehr als unterschätzt...

Userkritik zu Starship Troopers

roother
Weitere Kritiken des Users

Bewertung: 10/10 Punkte

Unsere Welt in einer fernen Zukunft: die Menschen leben in einer militarisierten Gesellschaft. Es gibt „citizens“ und „civilians“. Um eine citizen zu werden, mitsamt den damit verbundenen Bürgerrechten und Privilegien, muss man beim Militär gedient haben, nur so wird man ein waschechter Bürger mit allen Rechten.

Diese Idee verfolgen auch die drei Freunde Rico, Carl und Carmen. Sie wollen im Krieg gegen die Bugs, insektoide Lebensformen, ihren Beitrag leisten. Carmen wird Pilotin, Carl geht in die Forschung und Rico schließt sich der mobilen Infanterie an.

Der gnadenlose Krieg Mensch gegen Insekt hat begonnen und nur wenige werden ihn überleben….


Meine Kritik:

Paul Verhoeven entwirft in Starship Troopers eine Welt voller Gegensätze. Wir finden hier eine makellose Fassade: technisch sehr gut ausgestattet, voller Wissen und sich stets überlegend fühlend präsentieren sich die Menschen.

Doch hinter der Fassade bröckelt das heile Weltbild. Denn so modern wie sich die Zivilisation hier präsentiert, ist sie nicht: Propagandafilme, die Einteilung von Menschen in zwei Klassen, strenge Hierarchien, patriarchalische Bestrafungsmethoden erinnern viel zu deutlich an längst vergangene Zeiten.

Verhoeven setzt dies meisterlich um, indem er zum einen eine glänzende, saubere Inszenierung präsentiert, in der keine Menschen mit Makeln leben, sondern wunderschöne, idealisierte Personen, wie aus einer Werbesendung . Zum anderen sind diese perfekt wirkenden 902010-Typen keineswegs ohne Fehler: Carmen verdreht mit ihrem Körper allen Männern den Kopf, entscheidet sich aber letzten Endes gegen die Liebe ihres Lebens und für den Kampf gegen „das Böse“. Carl widmet sich einem höheren Ziel und vergisst dabei alle Freundschaft, denn wichtig ist das Ziel – nur das Ziel.

Und diese Inszenierung hat es in sich. Wow, hier wird in besten Action-Manier gekämpft (Rico gegen den Riesen-Bug), hier wird geplattert und gemetzelt, dass es eine wahre Freude ist. Hier werden technisch einwandfreie F/X präsentiert und lustige Szenen werden mit einem Augenzwinkern serviert. Note 1+++

Doch Straship Troopers ist viel mehr als ein Science-Fiction-Splatter-Film, denn die Aussage macht ihn zu etwas ganz besonderem.
Wenn man nämlich die Forscher in schwarzen Ledermäntel und entsprechender Mütze herumlaufen sieht, dann sind die Pallelen zur Vergangenheit einfach viel zu deutlich: Verhoeven kritisiert ein militärfixiertes, faschistoides System.
Dies zeigt auch das Ende.
Der Film endet wie er begonnen hat: mit einem Propagandafilm, der Freiwillige für den Militärdienst sucht. Nach dem großen Sieg gegen die Bugs ist nichts wirklich gewonnen worden. Immer noch werden die Menschen in den Krieg geschickt, immer noch sterben Unschuldige und immer noch sucht man nach neuen Menschen, die für ein höheres Ziel in den Tod gehen…


Also was bleibt übrig:

+ viel Blut und Action, tolle Hochglanz-Inszenierung, spannend

- absolut gar nichts!

Einer der besten Filme der letzten 10 Jahre!


10 / 10

geschrieben am 27.07.2011 um 23:50

Kommentare (0)

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ø Wertung: 8,6/10 | Wertungen: 50 | Kritiken: 6