Black Swan

  • Informationen zum Film
  • Black Swan

  • Originaltitel:
    Black Swan
    Genre:
    Thriller, Mystery, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2010
    Kinostart Österreich:
    21.01.2011
    Kinostart Deutschland:
    20.01.2011
    Kinostart USA:
    17.12.2010
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Für die ehrgeizige Ballerina Nina (Oscar®-Preisträgerin Natalie Portman) wird ein Traum wahr, als sie die Hauptrolle in „Schwanensee“ ergattert. Diese Doppelrolle entwickelt sich für sie jedoch zum Albtraum: Während sie die Unschuld des weißen Schwans perfekt verkörpert, stößt sie als verruchter schwarzer Schwan an ihre prüden Grenzen. Angetrieben vom Ballettdirektor Thomas (Vincent Cassel) und bedrängt von ihrer Rivalin Lily (Mila Kunis), entdeckt Nina ihre dunkle Seite, die bald immer mehr Besitz von ihr ergreift und sie an die Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit bringt.

Userkritik zu Black Swan

hudeley
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Bewertung: 10/10 Punkte

Black Swan

Die Ballerina Nina kann die Rolle ihres Lebens ergattern, die Hauptrolle in einer Neuinszenierung von "Schwanensee". Angetrieben von ihrer ehrgeizigen Mutterund vom Regisseur Thomas Leroy setzt Nina ihre ganze Leidenschaft in die Vorbereitung auf die Doppelrolle. Probleme hat sie jedoch mit der Verkörperung des schwarzen Schwans - für diesen muss sie laut Leroy ihre dunkle, verführerische Seite heraus lassen, aber da das etwas ist, was man nicht durch technische Perfektion und Übung erreichen kann, tut sie sich schwer damit. Ihre Konkurrentin, die jüngere, sinnliche Tänzerin Lily hat damit jedoch kein Problem. Sie wird von Leroy schließlich zur zweiten Besetzung ernannt, was Nina sehr zu schaffen macht. Die Belastung und der Erfolgsdruck von allen Seiten setzen Nina so sehr zu, das in Ihrer Wahrnehmung Realität und Phantasie miteinander verschmelzen.. ofdb.de

Als ich "Black Swan" Anfang 2011 im Kino gesehen habe, war es mein erster Kontakt mit Regisseur Darren Aronofsky, dessen Filme ich bis dahin gepflegt ignoriert habe. Warum, war mir nach dem Anschauen seiner Schwanensee Adaption nicht klar, denn sie hat mich völlig umgeblasen.
Heute ist mein Eindruck kein bisschen anders, denn immernoch übt "Black Swan" eine ganz besondere Macht auf den Zuschauer aus. Zunächst liegt das an den fantastischen Darstellern: Natalie Portman hat für ihre Hauptrolle völlig zurecht den Oscar abgestaubt. Sie spielt eine sehr vielschichtige Person und ich weiß immernoch nicht, ob sie mir sympathisch war, oder nicht. Natürlich war das die volle Absicht des Regisseurs und wird als absoluter Pluspunkt gewertet. Zusammen mit Mila Kunis und anderen weiblichen Darstellern zieht sie die Augen der männlichen Zuschauerschaft auf sich - und die werden bei dem Film durchaus auf ihre Kosten kommen ;)
Einer meiner Lieblingsmimen (Vincent Cassel) ist auch mit an Bord und obwohl er nur eine Nebenrolle spielt, kommt sein Talent wiedermal zum Vorschein. Der Typ muss bloß den Raum betreten und hat schon mehr Ausstrahlung, als die meisten anderen seiner Zunft.
Die Story und der ganze Filmverlauf, der sich grob gessagt um die Aufführung einer neuen Schwanensee Adaption dreht, ist letztendlich eine einzige Schwanensee Adaption. Sozusagen das Ballett im Film über das Ballett.
Aronofsky typisch wird eine extrem dichte und düstere Atmosphäre aufgebaut, die anfangs noch gar nicht so greifbar ist und sich eigentlich nur bei entsprechendem Eindenken und Mitfühlen des Zuschauers völlig entfalten kann. Man erkennt eigentlich das für Aronofsky typisches Grundkonstrukt um eine Person, die mehr und mehr dem Wahnsinn verfällt bzw. ihr Leben zerstört. Dies kennen wir schon aus "Pi", "Requiem For A Dream" oder "The Wrestler" und es ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, weswegen Aronofskys Filme derartig mitreißend sind - denn irgendwie kann man sich immer in die extreme Situation eindenken und mit den Protagonisten mitfiebern, da ihre Handlungen identifizierbar bzw. nachvollziehbar sind (wenn auch auf einer sehr extremen und überspitzten Ebene).
"Black Swan" bietet außerdem einige durchaus schmerzhafte Gewaltspitzen und diverse Softcore-Einlagen, die aber nie zum Selbstzweck verkommen, sondern wirklich als Entwicklung innerhalb Nina's Psyche angesehen werden können und ungemein zur Atmosphäre beitragen.
Das Ende fande zwar einige blöd, aber für mich war das der krönende Abschluss eines wirklich genialen Filmes, den man einfach gesehen haben.

"Der beste Werwolffilm ohne Werwolf" - urteilte das Virus Magazin zum Erscheinen des Filmes. Auch wenn sie damit nicht ganz unrecht haben, so ist dies lediglich die erste Metaebene eines Filmes, der den psychischen Zerfall eines jungen Menschen, bedingt durch Druck von außen, Selbstzweifel und unbefriedigter Wünsche, schildert. Und das geschieht in wirklich schönen, aber gleichermaßen verstörenden Bildern, die eine beachtliche und düstere Atmosphäre aufbauen. Wer mit Aronofskys Filmen etwas anfangen kann (und das kann bisweilen nicht jeder) muss sich "Black Swan" anschauen, bzw. hat es eh schon längst getan. Daumen hoch für dieses Meisterstück!

10/10

geschrieben am 03.12.2012 um 19:37

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ø Wertung: 8,7/10 | Wertungen: 29 | Kritiken: 5

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