Nur Vampire küssen blutig

  • Informationen zum Film
  • Nur Vampire küssen blutig

  • Originaltitel:
    Lust for a Vampire
    Genre:
    Horror
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    1971
    Kinostart Deutschland:
    17.03.1973
    Kinostart USA:
    02.09.1971
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Österreich, 1830. Der junge Brite Richard Lestrange nimmt eine Stelle als Englischlehrer im sagenumwobenen Schloss Karnstein an, das inzwischen eine Mädchenschule beherbergt. Eine seiner Schülerinnen ist die hübsche Mircalla, die Richard mit ihrer faszinierenden Ausstrahlung magisch anzieht. Währenddessen häufen sich mysteriöse Vorfälle und immer mehr Mädchen verschwinden auf mysteriöse Weise. Der Geschichtslehrer Giles Barton stellt Nachforschungen an und konfrontiert Richard mit seiner unfassbaren Entdeckung. Aber Richard will nicht glauben, dass die von ihm verehrte Mircalla in Wirklichkeit die blutrünstige Vampirfrau Carmilla Karnstein sein soll. Ein fataler Fehler ...

Userkritik zu Nur Vampire küssen blutig

doobee
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Bewertung: 3/10 Punkte

Oesterreich 1830; der Schriftsteller Richard Lestrange (Michael Johnson) kommt in das kleine Dorf Styra, um dort Inspirationen für sein neuestes Werk zu sammeln. Ueber dem Dorf thront das düstere Schloss Karnstein, und die Bewohner erzählen ihm wilde Geschichten über Vampire, welche alle vierzig Jahre die Gegend unsicher machen. Zufälligerweise ist es gerade vierzig Jahr her seit die Untoten zum letzten Mal aufgetaucht sind. Trotz der Warnungen begibt sich Lestrange ins Schloss. Dort findet er keine Vampire sondern eine Gruppe von jungen Mädchen, die mit ihrem Lehrer Giles Barton (Ralph Bates) das Schloss besuchen. Sie wohnen im nahegelegenen Mädcheninternat, wohin Lestrange von Barton eingeladen wird. Dort trifft auch die neueste Schülerin ein, die wunderhübsche Mircalla (Yutte Stensgaard), Nichte der Gräfin Herritzen (Barbara Jefford). Lestrange verliebt sich sofort in sie und erschleicht sich mit einem Trick eine Anstellung als Lehrer für englische Literatur an der Schule. Bald schon ereignen sich die ersten Todesfälle, doch in seinem Liebeswahn ignoriert Lestrange die Warnungen von Balletlehrerin Janet Playfair (Suzanne Leigh), dass Mircalla etwas mit den mysteriösen Vorfällen zu tun haben muss. Ein fataler Fehler, denn Mircalla ist die Reinkarnation der Gräfin Carmilla Karnstein, die vor 120 Jahr gestorben war und nun sehr durstig ist…..

Regisseur Jimmy Sangster inszenierte diesen zweiten Teil von Hammers sogenannter Karnstein-Trilogie, zu welcher noch „Gruft der Vampire“ und „Draculas Hexenjagd“ dazuzählen. Er ist mit Abstand der schwächste Teil der Trilogie. Dies zeichnet sich bereits am Anfang bei der sehr mässigen Wiedererweckungsszene von Mircalla ab. Ex-DJ und Filmdebütant Mike Raven, welcher den Grafen Karnstein gibt, hatte offensichtlich nicht genug Ausstrahlung, weshalb bei den Grossaufnahmen seiner blutunterlaufenen Augen auf Archivmaterial aus einem Dracula-Film mit Christopher Lee zurückgegriffen werden musste. Die Geschichte ist äusserst langatmig und das Script unausgegoren, sodass sich schon bald gähnende Langeweile breit macht. Der Schulalltag im Internat, das Herumgehüpfe und Herumalbern der meist halbnackten Mädchen, dies alles ist so bieder und so belanglos dass man es kaum fassen kann dass es sich hier um einen Hammer-Film handelt. Einzig die einmal mehr sehr stilvollen Sets und Kulissen können einen zumindest etwas versöhnlich stimmen. Sangster war sichtlich bemüht etwas Pepp in die Angelegenheit zu bringen, aber mit dem mehr angedeuteten als gezeigten lesbischen Aspekt des weiblichen Vampirismus, mit etwas nacktem Busen und praktisch gar keinem Blut ist dieses Ansinnen gründlich daneben gegangen. Es gibt einfach nichts Erinnerungswürdiges an diesem Machwerk. Einzig vielleicht die Lovestory zwischen Lestrange und Mircalla, welche sogar so etwas wie Liebe zu diesem Sterblichen zu empfinden scheint. Eine nicht uninteressante Betrachtungsweise des Vampirismus. Diese selbstverständlich zum Scheitern verurteilte Beziehung gipfelt in einer drögen Liebesszene der beiden, welche von dem schrecklichen Song „Strange Love“ gesungen von einer gewissen Tracy, untermalt wird. Abgesehen davon ist der lyrische Score von Harry Robinson aber sehr gut gelungen und gehört noch zum Besten, was der Film zu bieten hat. Die Schauspieler agieren auf akzeptablem aber keineswegs überragendem Niveau. Hervorzuheben ist lediglich Ralph Bates, welcher für Peter Cushing eingesprungen war weil dieser sich um seine schwerkranke Frau Helen kümmern wollte und deshalb die Rolle abgelehnt hatte. Bates selber hat zwar ausgesagt dass dies seine misslungenste Rolle in einem der schlechtesten Filme aller Zeiten gewesen sei, aber mir hat seine Darstellung des zwielichtigen, gruseligen Giles Barton durchaus gefallen. Die bezaubernde Dänin Yutte Stensgaard war früher Au Pair und Model gewesen und ist hier in der bekanntesten Rolle ihrer sehr überschaubaren Schauspielkarriere zu sehen.

Fazit: Handwerklich gut gemachter aber bissloser Vampirstreifen welcher zu keiner Zeit an die grossen Hammer-Klassiker heranreichen kann. Dank „Hardcore-Hammerhorror-Fan“-Bonus gibt’s von mir noch gutgemeinte 3/10

geschrieben am 15.12.2015 um 21:52

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