Carrie - Des Satans jüngste Tochter

  • Informationen zum Film
  • Carrie - Des Satans jüngste Tochter

  • Originaltitel:
    Carrie
    Genre:
    Horror, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1976
    Kinostart Deutschland:
    22.04.1977
    Kinostart USA:
    03.11.1976
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Carrie White hat es nicht leicht. Von ihrer herrschsüchtigen Mutter, einer religiösen Fanatikerin, wird sie von der Außenwelt isoliert, ihre Mitschüler an der High School verspotten sie als Mauerblümchen. Doch eines Tages entdeckt Carrie, dass sie übersinnliche Fähigkeiten besitzt: Mit der Kraft ihres Willens allein kann sie Materie in Bewegung setzen - eine gefährliche Gabe für eine gedemütigte Außenseiterin. Als Carrie beim Schulball Opfer eines bösen Scherzes wird, rächt sie sich auf grauenvolle Weise.

Userkritik zu Carrie - Des Satans jüngste Tochter

hudeley
Weitere Kritiken des Users

Bewertung: 5/10 Punkte

Carrie

Mein Tagesziel: mich unbeliebt machen.
Es geht los in 3 ... 2 ... 1 ... ICH HASSE CARRIE! - das waren zumindest meine Eindrücke, als ich den Film das erste Mal gesehen habe. Da uns bald ein Remake ins Haus steht, dachte ich mir, dem Film nochmal eine Chance zu geben. Ich halte ihn zwar nachwievor für vollkommen überbewertet, aber mein Eindruck war doch wesentlich besser, als beim ersten Mal.

Die junge Carrie ist vom Leben stark gebeutelt: die Mutter ist eine religiöse Fanatikerin und in der Schule gilt das schüchterne Mädchen bei allen nur als Freak. Als während der Dusche nach dem Sportunterricht zum ersten Mal - relativ spät für ihr Alter - ihre Periode einsetzt und sie durch Unwissenheit in Panik gerät, spielen ihr die Klassenkameradinnen einen bösen Streich, für den sie hart bestraft werden. Dabei machen sich bei Carrie erstmals telekinetische Kräfte bemerkbar. Als der Schulball naht, planen die Mitschüler einen weiteren grausamen Streich aus Rache, doch sie ahnen nicht, welches Inferno sie damit entfachen werden... ofdb.de

Ich verstand von Anfang an nicht, warum dieser Film überhaupt als Horrorstreifen durchging? Nichtmal den Vorsatz "Mystery" hat er verdient, denn er ist lediglich eine Art Coming-Of-Age "Drama" mit ein paar übernatürlichen Elementen. Irgendwie wirkt das Ganze teilweise auch wie ein religiöser Zeigefinger. Die Guten bleiben eben die Guten und die Bösen ... naja, die brennen eben sonstwo.
Die Laufzeit empfinde ich vorallem im Hinblick auf die dünne Story, die lediglich einen Umstand beschreibt und auf ein halbwegs dramatisches Finale hinarbeitet, als definitiv zu lang. Sie offenbart einige Längen und ich persönlich habe mich nach dem Anschauen mal wieder gefragt "und dafür hat man 90 Minuten gebraucht?!". Das selbe Gefühl hatte ich übrigens nach dem äußerst ernüchterndem Ende vom "Blair With Project"...

Entweder haben alle, die den Film mögen, nichtmehr alle Gurken im Glas oder ich habe den Film nicht verstanden (doch, habe ich.. ich wollte bloß nicht so arrogant rüberkommen ;) ). Natürlich ist es keines von beidem, sondern es wird wiedermal eine reine Frage des Geschmacks und der Erwartungen sein. Außerdem sollte mal auch das Alter des Filmes bedenken und die Tatsache, dass einige der absoluten Carrie Fans einfach eine ganz andere Bindung zu diesem Film haben, als ich. Er war okay in allen Belangen, aber trotzdem nicht spektakulär. Mein Hauptproblem ist, dass man hier aus einer nichtigen Story einen Film geschustert hat, der sich selbst viel zu ernst nimmt. Auch Stephen King hat mal klein angefangen und ich denke, dass das dünne Storykonstrukt schon ein Problem der Buchvorlage war. Jetzt weiß ich bloß nicht, ob ich mich auf das Remake freuen soll ...

5/10

geschrieben am 02.11.2012 um 02:35

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Kommentare (2)

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@ Dreamer Deceiver
Wie gesagt, ist dies alles eine Frage des Geschmacks, bzw. der Erwartungen. Ich persönlich lese mir niemals die Backcover durch und bekommen teilweise nur am Rande mit, was andere über den Film denken. Im Falle von Carrie waren es durchgehend nur positive Kritiken/ Meinungen und selbst wenn man sich selbst sagt "erwarte dir nicht zuviel!" ist man unterbewusst beeinflusst genug, um einen Film, den man unter völlig neutralen Umständen gut gefunden hätte, beknackt findet.
Und damit, dass ich gemeint habe, dass die Story nicht vorhanden, will ich natürlich auf keinen Fall Leute angreifen, die selbst Hänseleien ertragen mussten!! Aber auch wenn ich hier andere Filme, mit einem ähnlichem "Mobbinghintergrund" nehme, wie vorallem der großartige "Klass", dann kommen alle besser bei mir weg als Carrie.
Ich fand ihn einfach als reines Drama zu wenig berührend und als Horrorstreifen in Bezug auf Horror viel zu unspektakulär. Hätte man die ganzen Übersinnlichkeiten weggelassen und ein reines Coming-Of-Age Drama inszeniert, dann wäre meine Meinung ganz anders ausgefallen und zuletzt deshalb, weil natürlich dem Film auch ein anderer Ruf vorausgeeilt wäre...

geschrieben am 04.11.2012 um 02:31 Uhr #2

Von einer "nichtigen Story" kann hier wirklich nicht die Rede sein (da gibt es genügend andere Filme), denn ich finde die gibt genug her. Alleine Carries Welt - die dominante fantatische Mutter, die Hänseleien in der Schule und ihr damit verbundenes Außenseiterdasein - ist alles andere als langweilig und nichtig (wie dir jeder bestätigen wird, der Ähnliches in der Schule oder zu Hause durchmachte).
Bis zum Ball könnte man den Film zwar als "typischen" Teeniefilm durchgehen lassen, aber was dann geschieht rechtfertigt, dass der Film als Horrorfilm eingestuft wird. Sicher, er ist auch ein Coming-of-Age Drama, damit liegst du schon richtig.

Keine Ahnung, vielleicht muss man sich ein bisschen in Carrie hineinversetzen können, um sich für den Film begeistern zu können.

geschrieben am 03.11.2012 um 16:45 Uhr #1

 

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