The Cabin in the Woods

  • Informationen zum Film
  • The Cabin in the Woods

  • Originaltitel:
    The Cabin in the Woods
    Genre:
    Thriller, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2011
    Kinostart Österreich:
    07.09.2012
    Kinostart Deutschland:
    06.09.2012
    Kinostart USA:
    13.04.2012
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Ein entspanntes Wochenende in einer Hütte im Wald, in der Mitte von Nirgendwo soll es werden, fernab der Zivilisation und jeglicher Beobachtung, kein Handy-Empfang, kein Internet, kein Mensch weit und breit. Nur fünf Freunde und die Natur – ein Abenteuer, ein großer Spaß. Selbst die Warnungen eines bedrohlich wirkenden Tankwarts können die Vorfreude nicht dämpfen. Zunächst wirkt die Hütte auch wie die Erfüllung aller Verheißungen. Doch dann entdecken die Freunde den verborgenen Zugang zu einem Keller – und als die Neugier gegen die Vernunft siegt, gehen sie zu fünft die knarzende Treppe hinab ins Dunkel... Gleichzeitig sitzen zwei Wissenschaftler weit entfernt in einem geheimen Labor tief unter der Erde und drücken ein paar Knöpfe...

Userkritik zu The Cabin in the Woods

hudeley
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Bewertung: 6/10 Punkte

A Cabin In The Woods

Ich habe mir lange überlegt, ob ich die Review zu diesem Film auslassen soll, da man über ihn seitenweise Abhandlungen schreiben könnte, letztendlich aber weniger dahintersteckt, als man beim ersten Anschauen vermuten würde. All diejenigen, die ihn noch nicht kennen und sich irgendwann noch anschauen wollen: klickt diese Review weg. Denn Film ohne Spoiler zu reviewen ist nämlich nahezu unmöglich.

Fünf junge Collegekids machen sich mit einem Camper auf den Weg in eine Waldhütte. Mit dabei sind die attraktive Jules, ihr Sportlerfreund Curt, dessen farbiger Kumpel Holden, der nette Kiffer Marty und die niedliche Dana. Aufzeichnungen aus einem Tagebuch deuten schon an, daß es vor Ort nicht eben heiter vor sich geht und was bleibt fünf Teens im Wald schon anders übrig, als einen furchtbaren und grausamen Tod in den Händen von Zombies zu finden. Aber vielleicht ist ja diesmal nicht alles genau so, wie man es in- und auswändig kennt. Vielleicht werden diesmal die Erwartungen auf den Kopf gestellt. Und was aber haben Richard und Bradley eigentlich mit diesem unheilvollen Trip zu schaffen, von dem sie offenbar mehr wissen, als es normal möglich für sie wäre... ofdb.de

Es wurde wirklich viel über diesen Film diskutiert und geredet. Vorallem wurde er von vornherein als unheimlich komplex beworben.
Am Anfang herrscht noch die pure Verwirrung, denn wir sehen nur irgendwelche Forscher in einem Labor, die allerlei Bildschirme überwachen. Plötzlich wechselt der Film den Handlungsort und wir sehen unsere eigentlichen Teenietruppe bei ihrem Ausflug in eine Waldhütte. Unterwegs werden wir Zeuge allerlei stereotypischer Verhaltensweisen und anderen Merkwürdigkeiten. Zum Beispiel gibt es eine Art "Plasmaschutzschild" bzw. unsichtbare Wand, welche das Gebiet, in das unsere Teenies fahren, von der Außenwelt abschneidet. Im weiteren Verlauf des Filmes bekommen wir dann natürlich mit, dass die Truppe aus dem Labor dahintersteckt, die den Ausflug unserer Teenies zum Horrotrip umwandelt. Auf Knopfdruck können sie Nebel aus dem Boden ausströmen lassen, irgendwelche Sextrieb steuernden Hormone in die Luft aussenden, oder die Gruppe dazu zwingen, sich aufzuteilen. Ihr seht: sie spulen somit sämtliche Horrorklischees ab.
Fragen nach der Logik sollte man folglich schnell in den Wind pusten, denn das kann einem den ganzen Film versauen.
Durch ein recht clever inszeniertes Auswahlverfahren suchen sich unsere Protagonisten schließlich unbewusst ihre Widersacher aus (in dem Falle Zombies), gegen die sie sich im Laufe des Filmes beweisen müssen. Eingekesselt durch das Schutzschild und unterbewusst gesteuert durch diese Organisation, handeln sie schließlich wie die typischen Horrordumpfbacken. Getreu dem Motto "komm, wir teilen uns lieber und haben schnell Sex im Wald!"
Am Ende können das Finalgirl und der Finalboy schließlich in dieses Labor eindringen und lassen letztendlich aus Rache all die Filmmonster frei, die sie in der Waldhütte potentiell hätten erwecken können. Wir bekommen noch schnell eine grauenhaft forcierte Erklärung für dieses "Programm" vorgesetzt (die Teens werden den Göttern geopfert, die irgendwo in der Unterwelt hausen) und fertig ist das von vielen Seiten gelobte Meisterwerk.
Ich glaube, es ist abzusehen, dass sich meine Begeisterung in Grenzen hält, oder?
Während der reine Backwoodslasherteil des Filmes, der nichtnur gute und reichhaltige Effekte, sowie gutes Zombie Make Up, sondern auch eine wahnsinns dichte Atmosphäre aufbaut, für sich alleinstehend den Horrorfan genug unterhalten könnte, sind sämtliche Szenen mit, im und um dieses Labor völlig langweilig und reißen den Zuschauer jedesmal aus der tollen Atmosphäre.
Die Filmklischees werden dadurch zwar bloßgestellt, jedoch geschieht dies einfach viel zu offensichtlich und viel zu sehr mit der Holzhammermethode. Wo Filme wie Scream oder Tucker & Dale VS. Evil die selbe Aussage zwar unterhaltsam und deutlich genug verpackt haben, sie jedoch auch als Film genießbar waren, wirkt A Cabin In The Woods wie eine Art Kunstprojekt mit wenig Anspruch. Man hatte zwar viel vorgehabt und wollte viel aussagen, jedoch bedarf das Aufzeigen von Klischees nicht ein derartig großes und forciertes Konstrukt.
Mit was der Film zumindest bei Horrorfans punktet, sind seine massenhaften Filmzitate. Besonders am Ende, als wir die Filmmonster in den Käfigen sehen, kommt man aus dem Zitate zählen nicht mehr hinaus. Ich persönlich kam auf 60: angefangen bei Tanz Der Teufel, über The Cube, zu Anacondas und Shining, zurück zu American Werewolf, Das Ding oder Hellraiser, ist wirklich alles vertreten, was man irgendwie hätte verwursten können. Wer sich mal derbe betrinken will, sollte am besten zu jedem Zitat einen kurzen Wodka trinken. Koma, wir kommen.

A Cabin In The Woods ist ein schwer zu bewertender Film, der zwar durchdacht ist, aber schließlich am eigenen Konzept scheitert. All die oberflächlich gesehene Vielschichtigkeit (Paradoxon?) ist beim zweiten Überlegen nichts weiter, als eine reine Klischeesammlung mit massenhaft Horrorzitaten, deren Grundkonstrukt (das Labor) man entweder als genial werten kann, oder aber als vollkommen verzweifelter Versuch, das Offensichtliche noch offensichtlicher zu machen und sich sämtliche Erklärungen sparen zu können. Wo Tucker & Dale selbsterklärend ist und auch als Film wirkt, kam mir A Cabin In The Woods wie ein Streifen zur Prime Time auf RTL vor: kaum dass man sich in die Atmosphäre eingefunden hat, kommt Werbung in Form der Wissenschaftler, die den Zuschauer wieder vollkommen herausreißen. Als "Filmprojekt" mit massenhaftem Comicanteil brauchbar, als wirklich Film, den man sich immer und immer wieder ansieht, viel zu ätzend, überladen und undifferenziert. Seit Devil Inside habe ich selten mehr Menschen mit enttäuschten Gesichtern aus dem Kino herauslaufen sehen.
Aufgrund einiger kreativer Ideen (das Auswahlverfahren der Monster), der gelungen Atmosphäre, dem guten "Slasherpart", sowie der kreativen Filmzitate gebe ich 6/10 Punkten, jedoch ändert sich diese Punktzahl von Sekunde zu Sekunde, da ich, je nach Blickwinkel aus, immer zu einem anderen Ergebnis komme. Macht euch dringend selbst ein Bild davon...

6/10

geschrieben am 18.10.2012 um 22:54

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ø Wertung: 7,8/10 | Wertungen: 33 | Kritiken: 5