Mr. Bean macht Ferien

  • Informationen zum Film
  • Mr. Bean macht Ferien

  • Originaltitel:
    Mr. Bean's Holiday
    Genre:
    Komödie, Familie
    Produktionsländer:
    Frankreich, UK, Deutschland
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    29.03.2007
    Kinostart Deutschland:
    29.03.2007
    Kinostart USA:
    24.08.2007

Userkritik zu Mr. Bean macht Ferien

Dreamer Deceiver
Weitere Kritiken des Users

Bewertung: 2/10 Punkte

Mr. Bean die Serie – Slapstick (ist für alle Altersschichten zugänglich) gepaart mit Wortkargheit (auch für nicht-englischsprachige Länder zu verstehen) war zweifelsohne ein Erfolgsrezept. Die Serie endete nach 14 Episoden – eine durchaus gute Entscheidung, da Serien die zu lange laufen meistens an Biss verlieren und langweilen. Aufgrund des Erfolges, ist es nicht verwunderlich, dass die Versuchung einen Kinofilm daraus zu machen groß war.

Das Ganze zu einem Spielfilm aufzublasen war bereits beim ersten Versuch (Bean 1997) zum Scheitern verurteilt. Selbst die 25 Minuten langen Folgen der Serie hatten keine zwingend chronologische, sich durchziehende Story sondern bestanden meist aus zwei langen Sketches zu einem Thema (z.B. in der Folge „Ärger ohne Ende“ zuerst der Zahnarztbesuch und dann das Picknick).
Obwohl ich „Bean – Der ultimative Katastrophenfilm“ schon ziemlich schwach fand, denke ich nun, dass dies der bessere Film war. Die Geschichte rund um Bean und das Gemälde mit der seiner Gastfamilie zu verknüpfen, ermöglichte eine runde Story – auch wenn Bean darin manchmal zur Nebenfigur wurde.

Von Steve Bendelack („Little Britain“, „The League of Gentlemen“, “the Royle Family”) hätte ich mir eigentlich mehr erhofft als von Mel Smith (war mit Atkinson bei „Not the Nine O’Clock News“), aber „Mr. Bean macht Ferien“ war ein Reinfall.
Statt in die USA, ging es für ihn diesmal auf nach Frankreich. Nicht nur, dass es nicht wirklich gelang „französisches Flair“ einzufangen und man (wenn man kein Französisch kann) nichts versteht, was dort gesprochen wurde (war wahrscheinlich auch nicht wichtig) weswegen der Film über weite Strecken ein Stummfilm ist (Bean selbst spricht auch kaum, was ein wichtiger Teil der Figur ist), sondern was am meisten störte war, dass es kaum wirklich witzige Momente im Film gab. Die Gags waren größtenteils vorhersehbar oder man hatte sie schon mal (besser) gesehen (Stichwort Restaurant).
Obendrein ist die Story sehr dünn und die Nebendarsteller farblos. Mit Peter MacNicol und Pamela Reed hatte man im ersten Film auf solide Darsteller gesetzt und ihnen eine sinnvolle Aufgabe in dem Film gegeben. Der Junge und die junge Frau in diesem Film sind nicht wirklich zugänglich und auf Willem Dafoe hätte man völlig verzichten können (für die Rolle hätte auch ein no-name Darsteller genügt). Am enttäuschendsten fand ich aber, dass Steve Pembertons Talent (einer der besten und vielseitigsten Comedydarsteller Englands, mit dem Bendelack bereits gearbeitet hat) mit einer nur rund zwei Minuten langen, uninteressanten Rolle verschwendet wurde. Ich hätte es besser gefunden, wenn er Dafoes Part bekommen hätte und hier seine Bendelack-Parodie (eine Figur in „The League of Gentlemen“ basiert auf ihn) wiederholt hätte, das wäre wenigstens ein netter in-joke gewesen, hätte den Film aber auch nicht gerettet.

Sicherlich, Rowan Atkinson zählt zu den Größten auf dem Gebiet der visuellen Comedy, aber ihn auf Mr. Bean und ähnlich angelegte Rollen beschränken zu wollen ist sehr schade, da er auch das Gegenteil – verbalen Humor (intelligent, sarkastisch, satirisch, siehe „Blackadder“, aber auch „Not the Nine O’Clock News“ und „The Thin Blue Line“) – sehr gut beherrscht und darin sicher mehr Potenzial für einen unterhaltsamen, cleveren Film stecken würde.

geschrieben am 12.09.2012 um 00:13

Kommentare (0)

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

 

Weitere Diskussionen zu diesem und vielen anderen Themen findest du im Forum von DVD-Forum.at.

Rechtliche Hinweise:
Die in den Kommentaren geäußerten Meinungen geben ausschließlich die Ansichten der User wieder, von denen sie gepostet wurden. Diese müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion von DVD-Forum.at sowie deren Partnern decken. Wir behalten uns vor, Kommentare die gegen unsere Nutzungsbedingungen oder gegen straf- oder zivilrechtliche Normen verstoßen bzw. dem Ansehen von DVD-Forum.at schaden können auch ohne Angabe von Gründen zu löschen. Gegen diese Schritte können keine Ansprüche geltend gemacht werden. Bei wiederholten Verstößen ist mit einem Ausschluss aus unserer Community zu rechnen, weiters behält sich DVD-Forum.at bei schwerwiegenden Verstößen wie strafrechtlich relevanten Tatbeständen vor Anzeige zu erstatten und/oder Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Cover

Cover

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 4,6/10 | Wertungen: 11 | Kritiken: 2