Todesmelodie

  • Informationen zum Film
  • Todesmelodie

  • Originaltitel:
    Giù la testa
    Genre:
    Krieg, Western
    Produktionsland:
    Italien
    Produktionsjahr:
    1971
    Kinostart Deutschland:
    02.03.1972
  • Inhalt
  • Inhalt:
    In den blutigen Wirren der mexikanischen Revolution trifft der wortkarge Farmer Juan Miranda 1913 auf den irischen Terroristen John Mallory. Miranda überredet den Sprengstoffexperten Mallory, den Tresor einer Bank zu sprengen. Doch statt auf Geld stoßen sie hinter den Panzertüren auf politische Gefangene! Unversehens findet sich Miranda als Held der Revolution und als Zielscheibe brutaler Militärs wieder. Immer tiefer gerät er in eine tödliche Spirale der Gewalt...

Userkritik zu Todesmelodie

Dreamer Deceiver
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Bewertung: 9/10 Punkte

Mit Serigio Leones Western kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Zwar stellenweise etwas langatmig (auch in diesen Fall) sind sie doch erfrischend, da sie meist nicht ganz nach dem üblichen Westernschema ablaufen (sprich: guter oder böser Fremder kommt in einen Ort, Ort wird von Bösewicht terrorisiert, Guter erschießt Bösen im Duell und üblicherweise verliebt sich noch eine Frau – meist die Bardame – in den Guten ab und zu auch in den Bösen).
Auch bei Leone hat man die Storyline mit dem Fremden - egal ob in „Eine Handvoll Dollar“, „Spiel mir das Lied vom Tod“, „Mein Name ist Nobody“, der eben hier in der „Todesmelodie“.
Aber man bekommt mehr geboten als das übliche, meist eine tiefere Story und/oder Charaktere mit einer interessanten Geschichte.

Die „Todesmelodie“ ist bei weitem kein üblicher Western, was schon alleine durch das Setting bedingt ist (Mexikanische Revolution, fand ca. 1910-20 statt). Der Fremde ist in diesem Fall ein Sprengstoffexperte der IRA, John Mallory (James Coburn).
Über das genaue Jahr der Handlung kann man diskutieren, da manche der Dinge und Ereignisse in verschiedene Jahre gehören (meist zwischen 1914 und 1919), da es sich aber um keinen explizit historischen Film handelt, halte ich das aber für Spitzfindigkeiten. Vielmehr beschäftigt sich der Film mit der (Idee der) Revolution im allgemeinen und den Schicksalen der beiden Protagonisten, die kaum unterschiedlicher sein könnten aber (fast schon im Stile eines buddy-movies) zu einem sich nahe stehenden Team werden.

Rod Steiger (als mexikanischer Bandit, Juan Miranda) und James Coburn sind die ideale Besetzung als die zwei Anti-Helden des Films.
Leones Talent als Regisseur zeigt sich auch in der Inszenierung einzelner Szenen. Besonders einprägsam ist jene relativ am Beginn des Films, in der die „feinen Leute“ während sie essen über das „niedrige Volk“ herziehen und durch Großaufnahmen selbst abstoßend und wie „Schweine“ wirken.
Tüpfelchen auf dem I ist der Soundtrack von Ennio Morricone.

Mit gut zweieinhalb Stunden Spielzeit zwar ein relativ langer aber zum Glück mitreißender Film, dem man selbst dann etwas abgewinnen kann, wenn man kein Western-Fan ist.

geschrieben am 24.08.2012 um 02:03

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ø Wertung: 8,5/10 | Wertungen: 2 | Kritiken: 1