Star Trek 8 - Der erste Kontakt

  • Informationen zum Film
  • Star Trek 8 - Der erste Kontakt

  • Originaltitel:
    Star Trek: First Contact
    Genre:
    Action, Thriller, Sci-Fi, Abenteuer
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1996
    Kinostart Deutschland:
    19.12.1996
    Kinostart USA:
    22.11.1996
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Captain Jean-Luc Picard und die Next-Generation-Crew brillieren in ihrem bisher nervenaufreibendsten Abenteuer - ein Science Fiction- Actionspektakel: gleichermaßen hervorragend wie einzigartig!
    Sie nennen sich Borg. Ein Kollektiv - halb Mensch, halb Maschine - mit nur einem Ziel: alle Völker zu besiegen und anschließend zu assimilieren! Kopf des Kollektives ist die verführerische und sadistische Borg-Königin. Zusammen mit ihrem Volk befindet sie sich im direkten Kurs auf die Erde, mit dem Plan, die Geschichte zu verändern und dadurch die Menschheit zu vernichten! Picards letzte Begegnung mit den Borg hätte ihn fast das Leben gekostet - und jetzt will er Rache! Aber wie weit wird er gehen?

Userkritik zu Star Trek 8 - Der erste Kontakt

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Bewertung: 10/10 Punkte

Star Trek: First Contact war die erste Dvd, die ich mir gekauft habe (für 279 ÖS bei Mediamarkt Klagenfurt) und deshalb verbindet mich auch eine ganz besondere Beziehung zu diesem Film. Für mich ist es der beste Film der Star Trek Saga, er funktioniert aber auch als eigenständiger Science Fiction Film, und das ist das große Plus des Streifens. Riker Darsteller Jonathan Frakes legt hier nach einigen TV-Regiearbeiten (u. a. auch einige Folgen von Star Trek Serien) ein sensationelles Kino-Debüt hin.

Zur Story: Die Borg reisen in die Vergangenheit, um den Erstkontakt von Dr. Zefram Cochrane mit Außerirdischen zu verhindern und die gesamte Menschheit zu assimilieren. Die Enterprise folgt ihnen und nun liegt es an Captain Picard und seiner Crew, die Geschichte doch noch in die richtige Bahn zu lenken. Doch die Borg sind bereits auf der Enterprise ...

Klingt kompliziert? Hier gibt es ein paar Erklärungen:

Borg:

eine kybernetischen Lebensform, halb organisch, halb Maschine, ziehen wie Heuschrecken durch das All und erobern dabei ganze Völker, um diese in ihr Kollektiv zu "assimilieren" und die biologischen und technologischen Charakteristika der eroberten Völker den ihren hinzuzufügen, Motto: Widerstand ist zwecklos

Dr. Zefram Cochrane:

Erfinder des berühmten Warp-Antriebes, den er am 5. April 2063 zum ersten Mal testet, dabei wird ein Vulkanier Schiff auf die Menschen aufmerksam, die jetzt ebenfalls schneller als das Licht fliegen können. Sie stellen den ersten Kontakt her und landen auf Cochrane's Raketenbasis in Montana/USA

Der erste Kontakt:

er ist deshalb so wichtig für die Menschheit, weil, nachdem man weiß, das man nicht der Mittelpunkt des Universums ist, die Länder der Erde sich vereinen, es gibt keine Kriege, kein Leid mehr, stattdessen entsteht die Föderation der Planeten und eine Ära des Friedens wird eingeleitet.

Die Story verläuft in zwei Handlungssträngen: zum einen hilft ein Teil der Crew auf der Erde, Cochrane's Warpschiff für den Start vorzubereiten, auf der Enterprise hingegen haben sich die Borg bereits eingeniestet, der Captain und Data müssen mit eben diesem Problem fertig werden. Was sofort auffällt ist, daß der Film recht düster geworden ist, und das nicht unbedingt von der Optik her gesehen (die ist bei Star Trek: Nemesis um einiges düsterer ausgefallen). Ich meine damit die Grundstimmung von First Contact, die man bereits bei der genialen Eröffnungssequenz, zu spüren bekommt. Auch läßt so manche Szene einem einen Schauder über den Rücken fahren, wenn man zB. nur die roten Scanlichter der Borg aus dem Dunkeln leuchten sieht, oder auch als die Crew einen Weg mitten durch zwei Dutzend Borg einschlägt. Man merkt, hier geht's richtig zur Sache, das Thema des Films ist sehr ernst, aber auf den Star Trek typischen Humor muß man trotzdem nicht verzichten. Die Gags wurden sehr geschickt ins Drehbuch eingebaut, ohne dabei die düstere Atmosphäre zu zerstören, wobei man sagen muß, daß der meiste Humor auf der Raketenbasis zu finden ist, wo Dr. Cochrane nicht so ganz mit der Heldenverehrung, die ihm von Seiten der Crew zu Teil wird, zurecht kommt. Auch auf Action muß man nicht verzichten, es gibt eine (wenn auch in kleinen Rahmen gehaltene) Raumschlacht und Phaser-Gefechte, doch es ist sicher kein reiner Actionfilm, vielmehr bringt der Film sehr viele verschiedenen und vor allem interessante Elemente unter einen Hut: neben der Action gibt es jede Menge sehr guter Dialoge, die besagten Gags und auch teilweise philosophisch veranlagte Themen (Verlust von Individualität bei Aufnahme ins Borg-Kollektiv).

Wieder einmal besticht Patrick Stewart als Captain Jean Luc Picard und bringt auch dieses Mal ein Top Leistung. Stewart hat einige sehr schöne Dialog Szenen, in denen er auch nicht selten sehr emotional reagieren muß (zb. Konflikt mit Worf, Gespräch mit Lily). Er zeigt, was er für ein großartiger Schauspieler ist und was er zu leisten im Stande ist. Super Performance. Brent Spiner als Data ist, wie immer, der zweite Hauptcharakter und liefert (ebenfalls wie immer) eine tadellose Leistung ab. Die restliche Crew ist wieder eher nur Beiwerk, obwohl es einige sehr schöne und auch lustige Szenen mit ihnen gibt. Wann hat man Deanna Troi (Marina Sirtis) schon mal betrunken gesehen oder Commander La Forge (LeVar Burton) übers "schiffen" reden hören, sie spielen durch die Bank gut. James Cromwell spielt Dr. Zefram Cochrane, der geniale Erfinder des Warp Antriebes, der sich für die Crew als gar nicht so genial entpuppt. Cromwell bringt eine tadellose Leistung als chaotischer und trinksüchtiger Erfinder und ist auch für einige Witze verantwortlich. Alfre Woodard verkörpert Lily, die Assistentin von Cochrane, die auf der Enterprise erst mal mit der neuen Situation fertig werden muß. Sie macht ihre Sache überaus gut und paßt sich dem schauspielerischem Niveau von Patrick Stewart durchaus an. Zu guter letzt muß noch Alice Krige als Borg Königin benannt werden, sie spielt einfach großartig und stellt die Königin sehr ruhig und überlegen dar. Tolles Schauspiel.

Die Ausstattung ist ebenfalls sehr gelungen, die Decks der Enterprise sehen nicht mehr so aus, als wären sie nur Studiodekoration, sondern sehen nun viel mehr nach einem Raumschiff aus, die Raketenbasis des 21. Jahrhunderts weiß ebenfalls zu gefallen. Die Special Effekts sind gelungen, für heutige Verhältnisse sicher nichts aufregendes, der Film ist aber immerhin schon fast 10 Jahre alt. Der ausstattungstechnische Höhepunkt sind eindeutig die Borg, das Make-up sieht atemberaubend aus, vor alle die Maskerade der Borg Königin ist überaus gelungen. Dafür gab es 1996 auch eine Oscar-Nominierung für das beste Make-up für die Hauptverantwortlichen Michael Westmore, Scott Wheeler und Jake Garber. Jerry Goldsmith's großartiger Score trägt unheimlich zur Spannung und vor allem zur Atmosphäre des Films bei. Am Anfang gibt es die bekannte Star Trek Erkennungsmelodie, danach wechseln sich dramatische Titel mit düsteren ab, eine wirklich gelungene Filmmusik.

Star Trek: Der erste Kontakt stellt den Höhepunkt der Filmreihe dar, nie wurde eine solche Qualität in einem Star Trek Film erreicht (davor nicht und auch nicht danach). Es ist ein mehr als gelungener Science Fiction Film, der gekonnt Star Trek typische Elemente mit Action und Humor in eine sehr gelungene Story verpackt. Die Schauspieler sind top, wobei vor allem Patrick Stewart und Alice Krige hervorzuheben sind. Ausstattung, Effekte und Make-Up sind ebenfalls super. Für Fans und Kenner von Star Trek ein Muß, für alle anderen ein sehenswerter Sci-Fi Streifen, den man sich nicht entgehen lassen sollte. 10/10

geschrieben am 23.08.2012 um 17:11

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