Zombie

  • Informationen zum Film
  • Zombie

  • Originaltitel:
    Dawn of the Dead
    Genre:
    Action, Thriller, Horror
    Produktionsländer:
    USA, Italien
    Produktionsjahr:
    1978
    Kinostart Deutschland:
    02.08.1979
    Kinostart USA:
    24.05.1979
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Eine unbekannte Seuche ist auf der ganzen Welt ausgebrochen. Die Wissenschaftler können nur Vermutungen anstellen und
    behaupten, der kürzlich auf die Erde abgestürzte Meteorit hätte die Erreger mitgebracht. Jedenfalls stehen die Toten wieder
    auf und versuchen die noch wenigen Lebenden zu fressen. Die beiden Polizisten Roger und Peter treffen sich nach einem
    Spezialeinsatz mit ihren Freunden Stephen und Francine, die zusammen einen Hubschrauber der örtlichen Sendeanstalt
    klauen. Nachdem die Vier lange Zeit über das überall schon verwüstete Land fliegen, entdecken sie ein riesiges in sich
    abgeriegeltes Einkaufszentrum. Sie landen auf dem Dach und verriegeln den ganzen Komplex, nachdem sie alle Zombies
    innerhalb der Geschäfte eliminiert haben. Jetzt haben sie sich praktisch ein Paradies geschaffen, in dem es an nichts fehlt…

Userkritik zu Zombie

Hitchcock_89
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Bewertung: 7/10 Punkte

George A. Romero ist zweifelsohne eine der bedeutendsten Figuren des Genres. Neben Carpenter, Hitchcock, Craven & Co. hat der den Horrorfilm wohl am stärksten beeinflußt und mit seinen Filmen einen Kult geschaffen der bis unzählige Male kopiert wurde. Der Zombiefilm ist quasi durch ihn 1968 mit "Night of the living Dead" entstanden - diesen habe ich vor wenigen Jahren sehen dürfen und auch wenn es anfangs gewöhnungsbedürfig war einen älteren Zombiestreifen mit den damals vorhandenen Mitteln zu sehen ist es umso beachtlicher was man damit geschafft hat - sehr atmosphärisch. Demnach musste ich auch den fast noch beliebteren DAWN OF THE DEAD unbedingt sehen, doch unwissend wie ich's damals war erwischte ich den Final Cut mit einer Länge von sage und schreibe 156 Minuten. Selten habe ich einen Film gesehen der sich in diesem Ausmaß in die Länge gezogen hat, ein riesiger Kaugummi. Die Effekte haben mir damals nicht gefallen, doch in den letzten Jahren hat sich mein Filmverständnis doch betrachtlich erweitert, sodass ich darin kein Problem sehe. Allerdings hoffe ich, dass dieser Theatrical Cut mich besser unterhält...

Mit 127 Minuten ist auch die Kinofassung durchaus lange, umso größer war die Überraschung gleich zu Beginn - eine ruhige Einleitung um auf die Geschehnisse zu verweisen gibt es nicht, man steigt quasi mittendrin ein. Die Zombies sind bereits drauf und dran sich durch die Gesellschaft zu knabbern und diese versucht mit reichlich Munition dagegen zu halten. Der Einstieg ist temporeicher als gedacht und könnte schon fast als Actioner mit Goreszenen durchgehen - das hätte ich wirklich nicht erwartet.

Das durchaus unterhaltende Remake von Zack Snyder habe ich gesehen, daer werde ich hier und da sicher Vergleiche zwischen den Filmen ziehen. Der erste muss ziemlich schnell her: Wie ist man ins Einkaufszentrum gekommen (das ja den Hauptschauplatz darstellt)? In Snyders Neuverfilmung stößt eine Truppe auf die andere die sich anschließend im Einkaufszentrum verschanzen, lediglich eine kurze Aufnahme aus der Luft soll hier zusätzlich explosive Action bieten. Romero hingegen schuf in dieser Phase des Films weit mehr. Die Protagonisten selbst sind es die im Helikopter nach einem möglichen Unterschlupf suchen, daher schenkt man diesen Aufnahmen auch weit mehr Screentime. Die Ausbreitung der Infizierten wird hier einfach erschütternder und deutlicher vor Augen geführt und schafft wirklich das Gefühl, dass die ganze Welt davon betroffen ist - bei Snyder ist davon nichts zu spüren.

Nachdem man noch die ein oder andere Horde Untoter beseitigt hat nimmt man sich Zeit für die Charaktere und deren Entwicklung. Hier lässt man ein wenig Ruhe in den Film einkehren, für mich fast schon etwas zu viel. Einerseits soll es natürlich nicht als Nachteil gesehen werden wenn man sich den Figuren widmet, doch andererseits wird der Film dadurch doch recht stark gebremst. Nach wie vor gibt es immer wieder Momente voll Spannung oder Szenen die einfach Spaß machen, die meist von einer unpassend aber doch passend heiteren Musik begleitet werden. Leider konnten mich die ruhigen Stellen dazwischen nicht ganz so gut unterhalten, denn auch wenn diese absolut notwendig sind - kurz bevor ich auf "Leerlauf" stellte konnte sich der Film immer gerade noch retten. Das soll jetzt nicht das Bild vermitteln DAWN OF THE DEAD wäre großflächig langweilig, jedoch wird mir der Film des Öfteren einfach etwas zu langsam. Die ruhigen Passagen sind inhaltlich von Bedeutung und sorgen auch für eine gewisse Balance im Film, für meinen Geschmack sind diese aber einfach zu "schwer" - sie sind trotz der Storyelemente die Potential dafür bieten nicht so intensiv wie sie sein könnten und ziehen sich daher ein wenig.

Gegen Ende kommt der Film - wie nicht anders zu erwarten - nochmal richtig in Fahrt. In den letzten gut 30 Minuten geht es Schlag auf Schlag, wieder ein toller Mix aus Action und Horror wie man ihn zu Beginn des Films gesehen hat. Es wird mit dem Motorrad durch's Einkaufszentrum geflitzt, mit Macheten Köpfe geteilt, mit einem Vorschlaghammer auf Zombies eingedroschen und auch die Schussopfer häufen sich gewaltig. Auch die Spannung steigt hier wieder, denn den Kampf um's Überleben bekommt auch der Zuseher zu spüren. Freut man sich bei Snyder's Version schon auf die nächste Metzeleinlage, so fürchtet man hier tatsächlich um das Leben der Hauptpersonen (was natürlich nicht ausschließt, dass man sich auf die "Action" ebenso freut).

Mein erster Eindruck von DAWN OF THE DEAD den ich durch die schlechteste Fassung - den Final Cut von Astro - bekam konnte mit dem Theatrical Cut widerlegt werden. Ich bin wirklich froh den Film nun in dieser Fassung gesehen zu haben, denn er ist wirklich so gut wie man ihm nachsagt. Natürlich, er sieht nicht so gut aus wie sein Remake (keine Überraschung) und die Effekte wie z.B. der Make Up-Einsatz war gewöhnungsbedürftig, doch im Vergleich zu Snyder's Version bekommt man hier nicht Hochglanzgore präsentiert (was weiß Gott nichts Schlechtes sein muss), sondern atmosphärischen Horror mit einer ordentlichen Portion Action. Wenn man beim Remake hofft, dass der Nächste so spektakulär wie nur möglich draufgeht, kämpft man hier mit den Charakteren um ihr Überleben - das würde ich als größten Unterschied zwischen den beiden Filmen sehen. Atmosphärischer Action-Horror mit einer heiteren Note - hätte ich mir nicht erwartet, hat mir aber wirklich gefallen.

8/10 blaue Zombies

geschrieben am 05.11.2013 um 18:10

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Kommentare (1)

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>"Natürlich, er sieht nicht so gut aus wie sein Remake (keine Überraschung) und die Effekte >wie z.B. der Make Up-Einsatz war gewöhnungsbedürftig, doch im Vergleich zu Snyder's >Version bekommt man hier nicht Hochglanzgore präsentiert (was weiß Gott nichts >Schlechtes sein muss), sondern atmosphärischen Horror mit einer ordentlichen Portion >Action. Wenn man beim Remake hofft, dass der Nächste so spektakulär wie nur möglich >draufgeht, kämpft man hier mit den Charakteren um ihr Überleben - das würde ich als >größten Unterschied zwischen den beiden Filmen sehen."

Hmm, clash der Generationen, gell? ;-) Werden hier nicht Äpfel mit Birnen verglichen? Der 54er Godzilla mit dem von Emmerich? Howard Hawkes "The Thing" mit dem von 2011? Überleg mal, wie alt der Film ist und mit welchem Budget und unter welchen Bedingungen der gedreht worden ist.

Aber das ist ja auch alles Ansichtssache, wer eine Kritik schreibt, wann und worüber... Ich z.B. würde (noch) mehr Punkte vergeben...

geschrieben am 11.11.2013 um 10:45 Uhr #1

 

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ø Wertung: 8,6/10 | Wertungen: 50 | Kritiken: 3