Enter the Void

  • Informationen zum Film
  • Enter the Void

  • Originaltitel:
    Enter the Void
    Genre:
    Drama
    Produktionsländer:
    Frankreich, Deutschland, Italien, Kanada
    Produktionsjahr:
    2009
    Kinostart Deutschland:
    26.08.2010
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Oscar verbindet eine besonders intensive Beziehung mit seiner Schwester Linda, seitdem sie als Kinder miterleben mussten, wie ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Gemeinsam schlagen sie sich durch die Halbwelt von Tokio. Er hält sich mit kleinen Drogendeals über Wasser, sie tritt als Stripperin auf und lässt sich mit zweifelhaften Typen ein. Bei einer Razzia gerät Oscar ins Visier der Polizei. Bei der Flucht wird er niedergeschossen. Sein Körper liegt im Sterben, doch seine Seele weigert sich, aus der Welt der Lebenden zu scheiden. Gerade erst hatte Oscar seiner Schwester hoch und heilig versprochen, sie niemals zu verlassen. Und so wandert sein Geist durch die neongleißende Stadt - rastlos, ruhelos, immer auf der Suche. Oscars Visionen werden immer grotesker und bizarrer, seine Seele drängt ins Jenseits. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen zu einem halluzinatorischen Mahlstrom ...

Userkritik zu Enter the Void

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Bewertung: 10/10 Punkte

Boom! Enter The Void hat einen umgehauen und man füllt sich im ersten Moment "leer". Es ist ein psychedelischer Trip, den es so zuvor noch nicht gegeben hat. Dazu eine Kameraführung die man schon aus Noé's bisheriger Nummer Eins, Irreversibel, kannte, hier aber noch eine Schippe drauf legt und eigentlich jeden Preis den es gibt hätte absahnen müssen. Benoît Debie ist ein meister seines Fachs.

Der Film beginnt mit einem Drogentrip und zieht den Zuschauer gleich mit rein. Denn man erlebt den Film in der subjektiven Wahrnehmung von Oscar und sieht was er sieht und hört was er denkt. Das bringt einem unglaublich nahe ans Geschehen, obwohl man später unglaublich distanziert ist.

Es geht hierbei nicht um Drogen und Gewalt, wie es "Die Bild" versucht einem klar zu machen, sondern um ein viel ernsteres Thema, dem Tod.

Im Film durchlebt man die drei Phasen des "Bardo Thödröl" (Tibetisches Totenbuch) vom "Ende" bis zum "Anfang".
Ziel ist es, diese aufeinander folgenden Phänomene und die Lichterscheinungen als Projektion des Egos zu durchschauen und so den Kreislauf der Wiedergeburten zu durchbrechen, um in das Nirwana einzutreten. (von Wikipedia geklaut)
Enter The Void!

Bei dieser "Reise" erfährt man, was die beiden Geschwister Oscar und Linda, die womöglich Zwillinge sind, im Leben durchgemacht haben und man landet bei einem Schwur, den die beiden als kleine Kinder abgeleistet haben. Es ging darum, sich niemals zu trennen. Gefühlt wurde das Versprechen auch nie gebrochen.

Das letzte Werk, was mich so umgehauen hat, war David Lynch's Inland Empire. Das liegt nicht nur an der gemeinsamen Überlänge, sondern auch an dem Surrealismus und der Unzugänglichkeit, die bei Enter The Void aber nicht ganz so hoch ist wie bei Inland Empire. Beide Filme haben aber bei dem allgemeinem Publikum die selbe Wirkung. Die, die es schaffen durchzuhalten, denken irgendwann nur noch "Uff" und bleiben aus trotz.
Dies ist aber nichts ungewöhnliches, selbiges Publikum würde es wahrscheinlich genauso bei Meisterwerken wie "Die Sieben Samurai" oder "2001: A Space Odyssey" machen.

Trotzdem habe ich auch nach den ersten zwei Stunden, die wie im "Flug" vergangen sind, ein leichtes "uff" gespürt. Welches sich aber nach dem Schluss gelegt hat. Denn uninteressant war es nie, man hat sich quasi nie gelangweilt, es wurde nur irgendwann anstrengend.

Fazit:
Ein Trip der den Zuschauer reinzieht und erst am Ende wieder ausspuckt. Eine Reise in "Die Leere" die der Zuschauer mitmacht und emotional mitnimmt. In "Der Leere" zerfallen alle Anstrengungen und eine Begeisterung bleibt zurück.
Der Film lässt mich nicht los und ist wirklich ein Meisterwerk.
"Enter the void"? Erstmal ja, nur nicht für immer. 10/10

geschrieben am 26.07.2011 um 20:17

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ø Wertung: 6,8/10 | Wertungen: 17 | Kritiken: 4