Buried - Lebend begraben

  • Informationen zum Film
  • Buried - Lebend begraben

  • Originaltitel:
    Buried
    Genre:
    Thriller, Mystery, Drama
    Produktionsländer:
    Frankreich, USA, Spanien
    Produktionsjahr:
    2010
    Kinostart Österreich:
    04.11.2010
    Kinostart Deutschland:
    04.11.2010
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Es ist dunkel, still und ungemütlich als Trucker Paul Conroy ( Ryan Reynolds ) völlig ahnungslos aus der Bewusstlosigkeit erwacht. Erst als er sein verlässliches Zippo anwirft, sieht er die ausweglose Lage vor Augen. Er befindet sich, wohl unter der Erde begraben, in einem Sarg aus Holz. Zuletzt saß er noch in dem Firmenwagen, irgendwo auf einer Landstraße in Irak, als sein Convoy von gewaltbereiten Einheimischen beschossen wurde. Danach wurde es finster um ihn.



    Pauls Puls schnellt auf 150 als die Vibration eines Handys am anderen Ende des Sarges zu vernehmen ist. Mit etwas Geschick gelangt der Begrabene an das mobile Telefon. Als er jenes an sein Ohr legt und lauscht, vernimmt Paul die Stimme eines Terroristen. Dieser teilt ihm mit, dass er seinen Worten unbedingt folge leisten muss um am Leben zu bleiben. Zudem wird ein Lösegeld von 5 Millionen Dollar verlangt, um wieder das Tageslicht sehen zu dürfen.



    Ab sofort wird jede Minute zum Überlebenskampf eines scheinbar unschuldigen Menschen. Paul besitzt neben seinem Feuerzeug und dem Handy, gerade mal die Luft zum atmen. Und wie lange diese Luft ausreicht, steht noch in den Sternen. Nummer um Nummer wird gewählt um die richtigen Stellen zu erreichen. Doch schon bald sieht sich Paul in seiner misslichen Lage mit den Tücken der modernen Technologie konfrontiert. Der Akkustand wird dramatisch in den Warteschleifen verbraten. Zu lange gebraucht der verzweifelte Mann, der zudem klaustrophobische Verhaltensmuster aufweist, um endlich die gewünschten Gesprächspartner zu finden. Die Zeit scheint abgelaufen, als …

Userkritik zu Buried - Lebend begraben

Hitchcock_89
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Bewertung: 9/10 Punkte

Ich weiß noch genau als ich zum ersten Mal von BURIED gehört bzw. gelesen habe. Ohne genaue Plot Details zu kennen war ich gespannt auf die weiteren Darsteller, denn bis dato war nur Ryan Reynolds bekannt. Dass sich daran auch nichts mehr ändern würde bemerkte ich erst viel später und machte den Film nochmal um ein ordentliches Stück interessanter. Aufgrund dieser Tatsache und der Story beschloss ich den Film unbedingt im Kino zu sehen und wurde damals sehr, sehr gut unterhalten. Das ist nun schon eine Weile her, doch glücklicherweise gibt es bereits die Bluray bzw. DVD dazu. Da ich es kaum noch erwarten konnte den Film wieder zu sehen hab ich ihn mir natürlich gleich auf BD geholt und eben gesehen. Ob er beim 2. Mal an Wirkung verliert? Mal sehen...

Der Inhalt: Stell dir vor: Du öffnest deine Augen. Du wurdest lebendig begraben. Über dir sind mehrere Meter irakischer Erde. Du hast noch Sauerstoff für 90 Minuten. Deine einzige Verbindung zur Außenwelt ist ein mysteriöses Handy. Jede Sekunde ist eine Sekunde, die dich dem Tod näher bringt...
Das ist das Schicksal von Paul, einem amerikanischen Lastwagenfahrer und Familienvater, der in einem Holzsarg aufwacht. Er wurde lebendig begraben und weiß weder, wer ihm das angetan hat, noch warum. Seine einzige Chance, diesem Alptraum zu entkommen, ist ein Handy. Schlechter Empfang, ein rapide schwindender Akku und Sauerstoffmangel sind die schlimmsten Feinde in seinem Wettlauf gegen die Zeit: Paul hat nur 90 Minuten um gerettet zu werden.

Der Film wird mit bedrückender Musik eingeleitet die von Hitchcock persönlich stammen könnte. Ohne überhaupt irgendwas zu sehen hat schon die Musik eine ungemeine, nachhaltige Wirkung auf den Zuseher. Anschließend bekommt man eine gute halbe Minute lang wortlos einen schwarzen Bildschirm vorgesetzt bevor man mit der Situation von Paul Conroy konfrontiert wird - und in dieser findet man sich binnen Sekunden selbst. Die Vorstellung lebendig begraben zu sein und in einem Holzsarg unter der Erde aufzuwachen kann man sich wohl nicht ausmalen, das dachte ich zumindest bis BURIED, doch er konnte mir dieses unangenehme Gefühl vermitteln.

Verantwortlich dafür sind einige Komponenten die sich toll ergänzen und zusammen einen beeindruckenden Film ergeben. Angefangen von Ryan Reynolds der bis jetzt ja eher in oberflächlichen und scheinbar simplen Rollen zu sehen war, doch als einziger Darsteller eines Films muss er schon überzeugen um diesen nicht in eine Schlaftablette zu verwandeln - und das gelingt ihm wie ich es ihm ehrlich gesagt nicht zugetraut hätte. Er spielt gut wie nie und leitet nicht nur durch den Film, sondern fesselt mit seiner elektrisierenden Performance. Nicht ganz so konequente Beschränkungen auf einen Ort ("Nicht auflegen") hat man ja schon ebenso gesehen wie schauspielerische Alleingänge ("Zimmer 1408"), doch BURIED ist wirklich ausnahmslos auf gute 2m² und eine einzige Person beschränkt - und das macht ihn so einzigartig. Reynolds alleine kann aus diesem Stoff allerdings noch keinen guten Film machen, da gehört noch mehr dazu...

Die Anfangs schon auffallende Filmmusik ist im Laufe des Films genau so präsent und auch überaus wichtig, denn wenn man einen Spielfilm dreht der sich durchgehend im Dunkeln abspielt - als Lichtquellen dienen einzig und allein eine Taschenlampe, ein Handy und ein Feuerzeug - und man bis auf die Stimmen der Telefonate nur einen Charakter zu sehen bekommt, sind Hilfsmittel wie Musik von größter Bedeutung. Diese schafft es immer wieder eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen und verstärkt die Intensität von Reynolds Schauspiel immer wieder.

Die Geschichte selbst hat auch mehr zu bieten als man meinen möchte. Einerseits will man dabei auf politische Missstände verweisen (Irak - Amerika), andererseits aber auch die Aussichtslosigkeit einer solchen Situation schildern. Das bezieht sich nicht nur darauf nun lebendig begraben zu sein und scheinbar keinen Ausweg zu finden, sondern auch auf die Reaktion der Regierung in einer solchen Lage. Tragisch, wirklich erschütternd und leider wohl realer als uns lieb ist wird das auf erschreckende Weise gezeigt. Ob dann ein Menschenleben wichtiger ist als das Bild das man in den Medie wahren will?

Die Atmosphäre lässt den ganzen Film über nicht nach. Dazu trägt neben tollem Schauspiel und beklemmender Musik sicher auch die Tatsache bei, dass man niemals sieht was außerhalb des Sargs in der Welt vorgeht. Man ist wie der Protagonist in der Holzkiste gefangen und kann nichts dagegen machen, dadurch ist eine gewisse Grundspannung schon gesichert. Immer wieder wird diese aber gesteigert, oft wohl weiter als man es sich wünscht, doch gerade das sorgt wiederum für die unglaubliche Intenstät des Films. Das Ende des Films ist - ohne jetzt zu viel verraten zu wollen - der Oberhammer, der das Ganze auf die Spitze treibt.

Kurz möchte ich auch auf eventuelle Logiklöcher zu sprechen kommen, denn diese haben schon für die ein oder andere Diskussion gesorgt. Untersucht man jeden Film auf's Genaueste so wird man immer fündig auf der Suche nach unschlüssigen Verläufen. In BURIED scheint dies viel zu offensichtlich der Fall zu sein, doch nach reichlicher Überlegung und Auseinandersetzung mit dem Film können diese Schwächen behoben werden.

BURIED ist ein einzigartiger Film mit unglaublichem Spannungsbogen, einem überraschend genialen Ryan Reynolds und einer Story die realer ist als man es sich wünscht. Ein absoluter Ausnahmefilm den man gesehen haben sollte.

9/10 verzweifelte Anrufe

geschrieben am 19.08.2011 um 09:39

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ø Wertung: 7,7/10 | Wertungen: 25 | Kritiken: 3