Die Horde

  • Informationen zum Film
  • Die Horde

  • Originaltitel:
    La horde
    Genre:
    Action, Thriller, Horror
    Produktionsland:
    Frankreich
    Produktionsjahr:
    2009
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Eine Gruppe von korrupten französischen Cops schwört blutige Rache, als ein Kollege auf brutale Weise umgebracht wird. Schon bald finden sie heraus, dass sich die Gangster in einem verlassenen Hochhaus im Norden von Paris verschanzt haben. Der Vergeltungsakt endet jedoch in einem Fiasko, als sich die Cops in der Gewalt der Verbrecher wiederfinden. Ihrem Ende ins Auge blickend, werden sie überraschend befreit – von Horden entstellter Zombies, die von nichts anderem getrieben werden als von ihrem unstillbaren Hunger.

Userkritik zu Die Horde

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Bewertung: 4/10 Punkte

Der Film hat zwei große, den Rest des Films völlig überschattende Probleme:

Logiklöcher en masse:
Logik in einem Zombie-Film ... klingt nach einem Paradoxon, ist auch eines. Allerdings schaffen es gute Zombie-Filme wie George A. Romero’s Werke oder auch der kürzlich veröffentlichte „Zombieland“, für sich ein eigenes Reglement zu schaffen und sich daran zu halten – „Die Horde“ schafft das nicht. Schon recht früh bemerken die Charaktere, dass sich Zombies nur per Kopfschuss eliminieren lassen. Trotzdem wird den ganzen Film hindurch weiter munter Munition in die Körper der Untoten verpulvert. Gegen Ende des Films kämpft René (der alte Mann) gegen eine Horde Zombies in einem engen Gang, schwenkt sein Maschinengewehr allerdings, als würde er ein ganzes Einkaufszentrum mit Blei eindecken wollen. Wenn ihm dann die Munition ausgeht und das zu seinem Tod führt – Mitleid der Zuschauer wird er deswegen nicht bekommen. Denn mit den 2 einfachen Schritten „zielen“ und „(in den Kopf) schießen“ hätte sich das wohl vermeiden lassen.

Null Charaktertiefe:
Dies beginnt bereits damit, dass es zu den einzelnen Charakteren keine Backstory gibt, Hintergründe werden auf „Cop“ und „Gangster“ reduziert und damit soll der Zuschauer zufrieden sein. Auch weist der Film eine scheinbare Aversion gegenüber Namen auf, sodass man selbst gegen Ende des Films von den meisten Charakteren den Namen kein einziges Mal gehört hat. Weiterentwicklung der einzelnen Figuren ist auch so gut wie kaum festzustellen. Dadurch fehlt den Charakteren jegliche Individualität, was mit ihnen passiert ist dem Zuschauer entsprechend egal. Etwaige Schockmomente und Überraschungen verkommen einerseits durch die hektische Kameraführung und die oft dunklen Szenen und andererseits dadurch, dass sich stellenweise nicht einmal klar ausmachen kann, wer sich in prekärer Situation befindet – ein „Cop“, ein „Gangster“, einer der Good Guys oder Bad Guys des Films?
Der Film versucht in dieser Richtung nicht einmal, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Zuerst werden ein paar Charaktere in den Hochhauskomplex geschickt, dann kommen die Zombies, Erklärungen sind unnötig und los geht die Metzelei. Der geneigte Horrorfan wird dieses Konzept wohl gar nicht so schlecht finden, allerdings investiert „Die Horde“ trotz seiner schieren Ignoranz für die handelnden Akteure überraschend viel Zeit in seine Charaktere und in Dialoge, die allerdings mangels Charaktermotivation und –entwicklung auch schlicht dazu gedient haben könnten, den Film auf Spielfilmlänge auszudehnen. Als Zuschauer gewinnt man aus diesen Dialogpassagen rein gar nichts – zumal, wie bereits erwähnt, man nachher immer noch nicht weiß, wer wer ist.

Abgesehen davon ist „Die Horde“ kein schlechter Zombie-Film. Vor allem die Massenszenen gegen Ende können durchaus überzeugen und bieten gelegentlich auch recht blutige Kost. Wer allerdings auch nur ansatzweise auf Charaktere oder eine Story über dem Ausmaß der Rückseite einer Briefmarke wert legt, der ist hier garantiert falsch. Innovationen des Horror- bzw. Zombie-Genres sollte man sich auch auf keinen Fall erwarten.

geschrieben am 25.07.2011 um 22:01

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ø Wertung: 6,9/10 | Wertungen: 23 | Kritiken: 3