Bei Anruf Mord

  • Informationen zum Film
  • Bei Anruf Mord

  • Originaltitel:
    Dial M for Murder
    Genre:
    Krimi, Thriller, Mystery
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1954
    Kinostart Österreich:
    24.01.1955
    Kinostart USA:
    29.05.1954
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Margot Wendice ist die reiche Ehefrau des Playboys Tony. Tonys Charakter ist nicht gerade einer der feinsten, kein Wunder, daß seine Frau eine Liaison mit dem Schriftsteller Mark Halliday eingeht. Um einer möglichen Scheidung auszuweichen, heckt Tony einen teuflischen Plan aus. Er zwingt einen ehemaligen Schulkameraden, der in Schwierigkeiten steckt, zum Mord an seiner Frau. Der minutiös ausgefeilte Plan droht zu scheitern, als Margot es mit letzter Kraft schafft, ihren vermeintlichen Mörder mit einer Schere zu erstechen. Doch Tony reagiert mit eiskalter Berechnung: Er liefert der Polizei Hinweise, die seine Frau auf den elektrischen Stuhl bringen könnten...

Userkritik zu Bei Anruf Mord

Hitchcock_89
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Bewertung: 10/10 Punkte

Alfred Hitchcock ist ja bekanntermaßen der Meister des Suspense-Kinos schlechthin. In Anbetracht dessen hat es ausgesprochen lange gedauert, bis ich zum ersten Mal einen seiner Filme gesehen habe. Gleich in den Bann gezogen musste ich andere seiner Werke ebenso nachholen, darunter auch der 1954 gedrehte BEI ANRUF MORD.

Vergleich man den Film mit anderen Hitchcock-Filmen wie Psycho oder Der unsichtbare Dritte, deren Genialität erst in der zweiten Hälfte bzw. am Ende des Films zur Entfaltung kommt, so scheint BEI ANRUF MORD dieser Höhepunkt um einiges früher zu sein. Der (fast) perfekte Mord, dessen sorgfältige Planung und Inszenierung ist gut durchdacht, wie man es nur von Hitchcock erwarten kann. Der Film ist also von Anfang an bestens konstituiert und lebt von seinem genialen Drehbuch (Frederick Knott) und natürlich von der meisterlichen Regieführung Hitchcock's. Auch wenn es auf der Hand liegt, dass irgendetwas schiefgehen muss, ist die Planung des Mordes intelligent und so gut wie perfekt. Das alles geschieht noch in der ersten Hälfte des Films, sodass man gespannt sein darf, was danach noch passiert. Und gerade das ist ein Merkmal des Films, das ihn auszeichnet: Die zweite Hälfte dieses Thrillers wurde genauso ausgeklügelt inszeniert wie die erste und hält den Spannungsbogen nicht nur, sondern steigert ihn immer weiter, bis zum großen Finale.

Hitchcock war Perfektionist, was sich nicht nur auf seine Regieführung und die Arbeit am Set mit ihm auswirkte, sondern auch auf die Wahl seiner Drehbücher und Darsteller - und damit hat er hier einen Volltreffer gelandet. Grace Kelly, die er im gleichen Jahr auch für Das Fenster zum Hof engagierte, spielt bezaubernd wie immer und passt sehr gut in ihre Rolle. Aber auch Anthony Dawson passt in das Profil seines Charakters. Der Rolle des nervigen Detective, gespielt von John Williams, wird im 2. Teil des Films sehr große Bedeutung zugeschrieben, daher ist es umso wichtiger die passende Besetzung zu finden. John Williams spielt seinen Part perfekt - charismatisch mit seinem Schnauzer lässt er seiner berufsbedingten Neugierde freien Lauf und beeindruckt in schauspielerischer Hinsicht.

Ein intelligent inszenierter Krimi/Thriller bei dem man vergebens nach Schwachstellen sucht. Die Darsteller wurden perfekt für ihre Rollen ausgewählt und machen ihren Job sehr gut, das Drehbuch ist ausgeklügelt und bietet eine perfekte Grundlage für einen Meister wie Hitchcock und auch die Filmmusik ist einfach toll. Der Film bietet aber auch Momente zum Schmunzeln, wobei ich z.B. an den Cameo von Hitchcock denke, auf den er ja in all seinen Filmen besteht und der somit eine Besonderheit seiner Werke ist.

Der Film bietet über die vollen 100 Minuten Spannung und Suspense, wie man's nur von Hitchcock selbst kennt, einer seiner besten Filme. Intelligent und toll gespielt - ein Klassiker, den man gesehen haben sollte!

10/10 blaue Stadtkoffer

geschrieben am 17.08.2011 um 10:40

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ø Wertung: 9,1/10 | Wertungen: 11 | Kritiken: 1