Spiel mir das Lied vom Tod

  • Informationen zum Film
  • Spiel mir das Lied vom Tod

  • Originaltitel:
    C'era una volta il West
    Genre:
    Western
    Produktionsländer:
    USA, Italien
    Produktionsjahr:
    1968
    Kinostart Österreich:
    29.08.1969
    Kinostart Deutschland:
    14.08.1969
    Kinostart USA:
    24.07.1981
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Der skrupellose Eisenbahnunternehmer Morton versucht mit Hilfe eines eiskalten Killers den Kampf um Macht und Geld für sich zu entscheiden. Jill erbt das Grundstück ihres ermordeten Mannes. Dieses Grundstück versucht Morton als wichtigen Eisenbahnstützpunkt in die Hand zu bekommen. Ein "Fremder Mann" ersteigert das Stück Land und gibt es Jill zurück. Außer sich vor Wut fordert der Killer Frank den "Fremden" zum Duell...

Userkritik zu Spiel mir das Lied vom Tod

Hitchcock_89
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Bewertung: 9/10 Punkte

Heute ist es endlich so weit, einen der ganz großen Beiträge der Filmgeschichte kann ich nun endlich von meiner Liste streichen - SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD. Genauso wie bei Fritz Langs "M" oder "Metropolis" dauerte es unglaublich lange bis ich dazu einmal kam, was allerdings mehrere Gründe haben könnte. Einerseits konnte ich lange nicht mit älteren Filmen anfangen, sodass ich gar nie auf die Idee kam mir diesen hier anzusehen. Außerdem konnten mich bisher nur 1-2 Western - Bud Spencer und Terrence Hill ausgenommen - ausreichend unterhalten, ich bin also kein richtiger Genrefan. Aufgrund mangelnder Erfahrung weiß ich selbst von einem solch großen Film nicht so recht was mich erwartet, somit bleibt mir nichts anderes übrig als mich überraschen zu lassen...

Der Plot: Drei Männer an einer einsamen Eisenbahnstation im Wilden Westen. Der Zug hält und ihm entsteigt ein Mann mit einer Mundharmonika (Charles Bronson). Nach einem kurzen Wortwechsel erschießt er die drei Killer.
Währenddessen ermordet der Killer Frank (Henry Fonda) im Auftrag einer Eisenbahngesellschaft den Farmer McBain mit seiner ganzen Familie. Nur seine frisch angetraute Frau Jill (Claudia Cardinale) bleibt verschont, da sie noch nicht eingetroffen ist. Währenddessen treibt der Bandit Cheyenne (Jason Robards) sein Unwesen in der Gegend. Harmonika fängt ihn und kauft mit der Prämie die Farm der McBains. Sein Ziel ist Rache, sein Opfer Frank. Doch der kann sich an den mysteriösen Fremden nicht erinnern...
Quelle: OFDB.de

Der Film beginnt richtig stark und zeigt gleich in den erste Minuten um welch ruhiges Machwerk es sich hierbei handelt. Praktisch ohne Worte, dafür jedoch sehr atmosphärisch sind die ersten 10-15 Minuten ein Genuss für jeden Filmfan. Selten durfte ich in einem Film eine derartige Spannung und Elektrizität spüren ohne, dass etwas Nennenswertes passiert. Aber eben dieses Nichts so zu inszenieren, dass es einen kaum auf dem Sitz hält ist beachtenswert und unvergleichlich. Eine störend umherschwirrende Fliege, ein knarrendes Windrad, Wassertropfen und die staubige Optik verschaffen dem Film eine Atmosphäre wie ich sie noch nicht kannte. Die Einleitung ist einer der ruhigsten, aber auch beklemmendsten und besten die ich jemals sehen durfte! Was folgt sind zweieinhalb Stunden die wohl jedem Cineasten bekannt sein dürften:

SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD profitiert zweifels ohne von seinen Darstellern, denn die spielen durch die Bank grandios. Ob Charles Bronson, Jason Robards oder Henry Fonda - sie alle habe ich zum ersten Mal sehen dürfen und sie alle sind unbestritten die perfekte Besetzung für ihre Rollen. Claudia Cardinale ergänzt das mit ihrer unglaublichen Schönheit perfekt, ihre deutsche Synchronisationsstimme passt jetzt aber nicht unbedingt wie die Faust auf's Auge (stört jedoch kaum).

Sie führen durch eine dreckige Geschichte von Rache und Gerechtigkeit die auch inhaltlich absolut nachvollziehbar und mit Köpfchen erzielt wird. Wovon der Film jedoch lebt ist zweifellos sein unfassbarer Soundtrack. Ennio Morricone hat mit seiner Arbeit maßgeblichen Anteil an diesem Klassiker in dem er zeigt wie wichtig die musikalische Untermalung für einen Film doch sein kann. Mit Sicherheit einer der bekanntesten und besten Soundtracks der Filmgeschichte!

Warum ich den Film dennoch (noch) nicht als das Meiterwerk ansehen kann wie es viele tun liegt in der Tatsache, dass ich lange gebraucht habe um mich mit all den Figuren zurecht zu finden. Als unerfahrener Westernfilm-Schauer war es mir kein Leichtes alle voneinander klar zu trennen und mich währenddessen auf Geschichte und Inszenierung einzulassen. Möglicherweise gelingt mir das bei einer zweiten Sichtung besser, ich werde es definitiv herausfinden. So oder so - SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD ist tatsächlich ein Klassiker den man kennen sollte. Wer glaubt es benötige unbedingt das heutige Motto "höher, weiter, schneller - mehr von allem" um Spannung zu erzeugen sollte sich dieses ruhige, aber gerade deswegen so unglaublich packende Werk ansehen.

9/10 m² begehrtes Land

geschrieben am 20.08.2011 um 04:01

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ø Wertung: 9,3/10 | Wertungen: 27 | Kritiken: 2