Evil

  • Informationen zum Film
  • Evil

  • Originaltitel:
    Ondskan
    Genre:
    Drama
    Produktionsländer:
    Dänemark, Schweden
    Produktionsjahr:
    2003
    Kinostart Österreich:
    27.01.2006
    Kinostart Deutschland:
    14.10.2004

Userkritik zu Evil

Playzocker
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Bewertung: 10/10 Punkte

Es passiert selten, dass man einen Film schier unfassbarer Brillanz, ein perfektes Konglomerat aus einer unter die Haut gehenden Geschichte, realistischem Szenario und intensivem Schauspiel erlebt. „Evil“ ist dieser seltene Fall. Sogar die amerikanische Academy of Motion Picture Arts and Sciences wurde auf den Film aufmerksam und nominierte ihn 2004 für den besten fremdsprachigen Film – eine Auszeichnung, die der Film auf jeden Fall verdient hätte.

Der Film erzählt die Geschichte von Erik, der in ein neues Internat kommt und dort die letzte Chance auf seinen Schulabschluss bekommt. Bereits zu Beginn sieht er sich mit einer strengen Hierarchie und einer Herrschaft der Gewalt der höheren Jahrgänge konfrontiert, der er sich um nicht aus der Schule zu fliegen unterordnet. Der Verlauf der Gewaltspirale, die Auswirkungen auf alle Beteiligten und der Prozess der Integration bzw. Exklusion aus der unbekannten Gemeinschaft werden brillant dargestellt. Einerseits schaffen es die talentierten Schauspieler, ihren Charakteren menschliche Greifbarkeit sowohl als auch absolute Kaltblütigkeit zu verleihen und Freundlichkeit und Wahnsinn hervorragend zu balancieren. Die meisten Zuschauer werden sich schnell mit Erik oder seinem Zimmergenossen identifizieren können und erleben fortan nicht einfach nur einen Film. „Evil“ ist nicht die Sorte Film, bei der man einfach vor dem Fernseher sitzt und das Geschehene auf sich wirken lässt. Bei „Evil“ ist man live dabei – man spürt jedes höhnische Lachen, jede Schikane, jede Beleidigung am eigenen Leib. Man spürt die Wärme und Kälte der Umgebung, man ist schlichtweg mit dabei. Damit erreicht „Evil“ etwas, das ein Film zur selten zustande bringt.

Die unglaubliche Wirkung des Films ist ein Resultat des perfekten Zusammenspiels eines großartigen, intensiven und genial balancierten Drehbuchs, das Emotionen, menschliche Charakterziehung, unmenschliche Härte und nachvollziehbare Motivationen hervorragend balanciert. Die Geschichte wird in den fast 2 Stunden des Films konstant weitererzählt und kommt zu keiner Zeit zum Erliegen. Jede Szene hat ihren Sinn im Gefüge des Films, nicht einen Moment möchte man rückblickend gesehen vermissen. Das Schauspiel ist von einer schier unglaublichen Intensität, packend und realistisch in einem Ausmaß, das man nur selten in einem Spielfilm erleben darf. Die Regie sorgt mit sehr gut abgestimmten Sets und realistischem Design des gesamten Films für eine großartige Balance aller Elemente. Noch beeindruckender ist, wie einfach der Film letztendlich wirkt. Alle Elemente passen harmonisch zueinander, gehen nahtlos ineinander über. Gerade jene Leichtigkeit der Handlung ist es, in der wohl der größte Aufwand dieses Films zu suchen ist.

Kurz gesagt: „Evil“ ist ein Meisterwerk einer Bandbreite, die in Worten schwer zu beschreiben ist sondern einfach erlebt werden muss. Unbedingt ansehen!

geschrieben am 25.07.2011 um 00:44

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