Moon

  • Informationen zum Film
  • Moon

  • Originaltitel:
    Moon
    Genre:
    Sci-Fi, Drama
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    2009
    Kinostart Österreich:
    01.10.2010
    Kinostart Deutschland:
    15.07.2010
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Nahezu drei eintönige Jahre hat Ingenieur Sam (Sam Rockwell) völlig isoliert, als einziger Mensch auf einer Mondstation, verbracht. Sein Job: der Abbau von Helium 3, aus dem die Erde ihre Energie gewinnt. Sams einziger Kontakt, seitdem die direkte Funkverbindung zum Heimatplaneten abbrach, ist der Stationsroboter Gerty (gesprochen von Kevin Spacey). Noch zwei Wochen – dann läuft Sams Vertrag aus und er darf endlich die ersehnte Rückreise zur Erde und zu seiner Familie antreten. Doch dann hat er bei einer Fahrt auf dem Mondgelände einen Unfall, ein zweiter Mensch taucht plötzlich aus dem Nichts auf, und Gerty erhält die Anweisung, Sam unter Krankenquarantäne zu stellen. Etwas scheint gewaltig aus dem Ruder zu laufen … (Fantasy Filmfest Katalog)

Userkritik zu Moon

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Bewertung: 7/10 Punkte

Kritiker und Publikum feiern „Moon“ als neues Science-Fiction Meisterwerk, das endlich wieder frischen Wind in das oft mit uninspirierter Massenware zugemüllte Genre bringt. So einfach kann man es letztendlich aber nicht sehen. Der Film hat einige hervorragende Elemente, aber auch einige störende Teile, die die Wirkung des Films beim Publikum beeinträchtigen.

Einige Elemente des Films sind klar von Klassikern des Genres inspiriert – als Kritikpunkt ist dies allerdings nur bedingt zu verstehen, denn dass Gerty an den Roboter Hal 9000 aus Stanley Kubricks „2001 – Odyssey im Weltall“ erinnert ist als Hommage zu betrachten und nicht als Kopie. Vergessen darf man hier auch nicht, dass das Element des „intelligenten“ Computers schon Thema in zig Sci-Fi-Produktionen war. Kevin Spacey verleiht dem Roboter eine hervorragend furchteinflößend aber auch vertrauenserweckende Stimme, die perfekt zu den Handlungen des Roboters und den Intentionen des Films passt. Das Display mit einem Emoticon je nach Inhalt der überbrachten Botschaft erscheint allerdings leicht übertrieben. Gegen Ende des Films leistet sich Gerty allerdings einige emotionale Entscheidungen, die selbst nach dem Aufbau des Computers durch die Story etwas seltsam und unglaubwürdig wirken. Hier ist einer der Momente anzutreffen, wo der Film seine Logiklücken selbst ausspricht, indem Sam Bell nachher fragt „Verstößt das nicht gegen deine Programmierung?“

An sich sind es zwei Elemente des Films, die den Zuschauer stören könnten. Nummer eins ist ein zur Zeit recht häufig genütztes Filmklischee, das der andauernden Schwarzbildblende. Besonders gerne wird dies bei Trailern eingesetzt, bei Filmen ist dies (außer möglicherweise um das Verstreichen einiger Zeit anzudeuten oder einen Ohnmachtsanfall darzustellen, etc.) schlicht unpassend, weil es den Zuschauer zumindest für kurze Zeit aus der Handlung des Films reißt. „Moon“ tut dies leider sehr oft und zudem gerne auch an unpassenden Stellen. Außerdem ist die Handlung des Films sehr vorhersehbar. Das liegt aber nicht daran, dass die Story nicht durchdacht oder das Drehbuch schlecht ist – im Gegenteil. Der Film deutet aber auf mehr oder weniger subtile Weise schon von Anfang an viele später elementare Twists an, die erfahrene Filmseher entsprechend früh erkennen werden. Dadurch verliert der Film eine Menge an Reiz, wenn dann das erwartete Highlight kommt, man es allerdings 20 Minuten später schon mehr oder weniger vorweg genommen hat. Gelegentlich werden solche Twists auch recht billig serviert, z.B. in einem langen Monolog von Gerty einfach erzählt.

Dadurch schafft der Film es leider nicht, Spannung aufzubauen. Bestenfalls gegen Ende hin gelingt es„Moon“, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Davor ist der Film zwar zu keiner Zeit langweilig und baut schnell Atmosphäre auf, fesseln kann er sein Publikum aber nicht. Bemerkenswert ist, in welch langsamem Tempo die Geschichte erzählt wird. Einerseits lässt sich die Story dadurch sehr kurz zusammenfassen, andererseits bekommen alle Ereignisse eine Menge Screentime um ihre Wirkung beim Publikum nicht zu verfehlen. Das langsame Erzähltempo ist bei diesem Film auf jeden Fall als hervorragend gewählt zu betrachten, da es zum Inhalt der Geschichte sehr gut passt.

Bemerkenswert ist in diesem Film vor allem das Schauspiel von Sam Bell. Jede Handlung wirkt nachvollziehbar, sein Verfall ist glaubwürdig dargestellt und die Emotionen bzw. Ereignisse machen immer einen passenden, sehr guten Eindruck. Wenn es etwas schafft, den Zuschauer hier an den Bildschirm zu fesseln, dann ist es das intensive Schauspiel, das aus jeder noch so simplen Szene ein Highlight machen kann. Dezente Musik und die ruhige Inszenierung unterstützen dies perfekt und lassen das Schauspiel somit ausreichend zur Geltung kommen.

Sehr guter Science-Fiction Film mit hervorragendem Schauspiel, das seine Handlungstwists allerdings oftmals selbst vorweg nimmt und dadurch nie den fesselnden Charakter erreichen kann, den der Film benötigt hätte.

geschrieben am 24.07.2011 um 23:40

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ø Wertung: 8,5/10 | Wertungen: 17 | Kritiken: 3