Hard Candy

  • Informationen zum Film
  • Hard Candy

  • Originaltitel:
    Hard Candy
    Genre:
    Thriller, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2005
    Kinostart Österreich:
    01.09.2006
    Kinostart Deutschland:
    29.06.2006
    Kinostart USA:
    29.06.2006
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Hayley, eine 14 jährige Schülerin trifft im Chat einen scheinbar seriösen Photographen Namens Jeff. Sie verstehen sich auf Anhieb. Ihre Interessen scheinen die Selben zu sein und nach mehreren Wochen vereinbaren die Beiden ein Treffen. Sie verabreden sich gemeinsam einen Cafe im Nighthawks zu trinken. Kennen gelernt und auf Anhieb sympathisch, verbringen sie gemeinsam eine Zeit um sich näher zu werden. Der Anfang 30 Jährige Jeff hat aber nur Gutes im Sinn. Nie käme er auf die Idee einem 14 jährigen Mädchen an die Wäsche zu wollen. Einzig ein paar gute Photos und die Tatsache das es sich um ein sehr intelligentes aufgewecktes Mädchen handelt, veranlasst Jeff, sie zu ihm nach Hause zu bringen. Hayley willigt sofort ein, so beeindruckend ist Jeffs Verhalten. Außerdem hat Jeff einen Mitschnitt des Konzertes von Hayleys Lieblingsband. Gesagt, getan. Angekommen im Haus außerhalb der Stadt erkennt das Girl das dieser Photograph schon eine Menge Künstlerinnen abgelichtet hatte und seine räumliche Ausstattung auf einen gewissen Wohlstand schließen lässt. Jeff ist erfolgreich, das steht fest. Anzügliche Gespräche und Alkohol sind im Spiel als sich plötzlich die friedliche Situation in eine Prekäre verwandelt....

Userkritik zu Hard Candy

Don Alfredo
Weitere Kritiken des Users

Bewertung: 8/10 Punkte

Grundsätzlich besitzt Slades Werk alles, was man von einem guten Psycho-Thriller erwartet: Eine kleine Anzahl an Kulissen sorgt für eine dichte Atmosphäre, die wenigen Darsteller lassen eine tiefe Charakterzeichnung zu und die leicht sterile Optik gibt dem Ganzen einen etwas abweisenden, dennoch hervorragend passenden Touch. Der für eine solche Handlung nahezu klischeehafte Einstieg mit einem Chatfenster lässt noch nicht erahnen, was bereits 20 Minuten später auf den geneigten Zuschauer wartet - wenn man das Wort "Lionsgate" im Vorspann ließt, kommt zwangsläufig der Gedanke an "Saw". Und tatsächlich, als sich der männliche Protagonist an einen Stuhl gefesselt wiederfindet, lassen sich, wie auch im weiteren Verlauf, einzelne Einflüsse definitiv nicht leugnen. Bereits das Grundprinzip der Selbstbestrafung durch den Täter kennen wir aus dem Siebenteiler bereits zur Genüge. Dennoch kann man hier keine weitreichenden Vergleiche ziehen - Blut fließt nahezu keines, fast alles baut auf der psychologischen Wirkung der angedeuteten Aufnahmen auf, welche den Zuschauer auch gerne mal auf eine böse Art und Weise veräppeln.

Die wirklich budgetfreundliche Kulisse wird mit einer sehr schönen, nahezu Argento-mäßigen Beleuchtung präsentiert - ganze Räume inkl. Ausstattung in ein und derselben Farbe, wechselnde Farbfilter im Bild selbst, alles Elemente, welche einst den italienischen Großmeister berühmt machten und auch heute und hier in ihrer etwas dezenteren Ausführung absout zu überzeugen wissen. An den darstellerischen Leistungen gibt es ebenfalls nichts auszusetzen - Ellen Page nimmt man die berechnende Psychopathin auf jeden Fall ab und Patrick Wilson weiß in seiner häufig eher passiven Opferrolle trotz eingeschränkter Möglichkeiten dennoch zu brillieren, wenn auch seine Handlungen nicht immer gänzlich nachvollziehbar scheinen.
Den einzigen Wehrmutstropfen bildet dagegen das Ende. Ich bin zwar allgemein nicht der größte Fan von offenen Enden (passt nur bei wenigen Filmen), doch hier kommt dieses zudem noch viel zu schnell. Erst über 1,5h ein schleppender Aufbau mit konstanter Spannung, dann ein knapper, finaler Dialog mit angedeutetem Selbstmord und ZACK - Ende. Diesen über die gesamte Spielzeit aufgebauten Spannungsbogen hätte man gerne etwas langsamer entladen dürfen - wenn alle Vorgänge teilweise über 5 Minuten hinweg ablaufen und dann plötzlich 4 Szenen in der selben Zeit untergebracht werden, so wirkt das im Gesamtbild ein Wenig überstürzt.

Insgesamt gibt es an "Hard Candy" also wenig zu kritisieren, dennoch aufgrund des sehr abgekürzten Endes einige Abzüge.

7,5 (8)/10

geschrieben am 24.07.2011 um 23:35

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ø Wertung: 8,1/10 | Wertungen: 24 | Kritiken: 5