Küss mich, Zombie

  • Informationen zum Film
  • Küss mich, Zombie

  • Originaltitel:
    Make-Out with Violence
    Genre:
    Komödie, Romanze, Fantasy, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2008

Userkritik zu Küss mich, Zombie

Playzocker
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Bewertung: 4/10 Punkte

Jugendliche finden eine lebende Tote und beginnen dann, mit ihr fürchterliche Dinge anzustellen. Großartiger, atmosphärischer Horror mit phantastischen Jungdarstellern und einer spannenden, innovativen Prämisse. Ja, „Deadgirl“ ist wirklich ein empfehlenswertes Stück Horr... oh, wir reden gar nicht über „Deadgirl“? Schade! Was steht dann auf dem Spielplan? „Küss mich, Zombie“? Na ja, wenn’s sein muss...

Ein Mädchen stirbt und die zwei Jugendlichen, die bereits zu Lebzeiten viel Zeit mit ihr verbracht haben finden ihre Leiche. Das Wort „Leiche“ ist allerdings sinnbildlich zu verstehen – sie ist zwar tot, aber doch nicht ganz. Ein Zombie einfach. Zu der Zeit als das passiert ist es aber nicht auszuschließen, dass viele nur mehr mit einem Auge auf den Bildschirm schauen. Über 40 ereignislose Minuten sind schon ins Land gestrichen, bevor dies überhaupt passiert. Zwar wurde diese Zeit sehr gut für Charakterentwicklung genützt, trotzdem mangelt es den Persönlichkeiten an Substanz um diese Momente wirklich interessant werden zu lassen.

Nach der Entdeckung der Zombine bleibt der Film allerdings dennoch ziemlich belanglos. Der Umgang der beiden Jungs mit der Toten erscheint nicht wirklich glaubwürdig. Die Tatsache, dass sie sich um einen Zombie kümmern wird kaum hinterfragt und wenn bleibt auch dies sehr oberflächlich. Auch in „Deadgirl“ haben Jugendliche eine Zombine entdeckt und sich um sie „gekümmert“ – allerdings baut dieser Film schnell Atmosphäre, Charaktere und Spannung auf. All das fehlt „Küss mich, Zombie!“ leider nahezu vollkommen.

Bis zum Ende plätschert der Film weiter vor sich hin. Spannung wird zu keiner Zeit aufgebaut und das Geschehen auf dem Bildschirm – egal wie makaber oder absurd es auch sein mag – lässt den Zuschauer mangels Bindung zu den Charakteren einfach kalt. Besonders intensiv werden die gezeigten Bilder auch zu keiner Zeit, da der Film nicht im Ansatz die Grenzen einer möglichen FSK 16 auslotet.

Das ist sehr schade, da die Story durchaus Potential hätte und dadurch, dass die Charaktere schon vor dem Zombifizieren eine Bindung zu einander hatten hätte dies eine völlig neue Sicht auf das Zombie-Genre bringen können. Eine Mischung als „Deadgirl“, „Wasting Away“ und möglicherweise sogar „Fido“ wäre wirklich interessant gewesen. Das Zombie-Genre wird seit seiner Erfindung von zweit- und drittklassigen Trittbrettfahrern überschwemmt und innovative Ware ist leider nur selten zu finden. Eben solche hätte „Küss mich, Zombie!“ sein können. Wenngleich die Story nach „Deadgirl“ nichts Neues mehr ist nimmt sich der Film des Genres doch mit wesentlich mehr Emotionen und langsamerem Erzähltempo an. So erreicht man zwar die 105 Minuten Laufzeit, trotzdem bleibt der Film durch seine generell langatmige Inszenierung dabei auf der Strecke und auch die geplante Emotionalität kann nicht in dem Ausmaß auf den Zuschauer übertragen werden, wie sie seitens der Regisseure geplant war. Da der Film aber trotzdem merklich auf eben jener aufbaut ist er, sofern deren Übertragung nicht funktioniert, nur mehr ein Schatten seiner Selbst ist. Fans des Zombie-Genres können allerdings dennoch einen Blick interessieren, sofern sie für innovative Independent-Ware offen sind. Wer weiß, wer einen Zugang zum Film findet könnte mit „Küss mich, Zombie“ durchaus seinen Spaß haben.

Belangloser, weitestgehend langweiliger Film, der mit seiner interessanten Idee durchaus Potential hätte aber dies in seiner langatmigen Inszenierung untergehen lässt.

geschrieben am 24.07.2011 um 23:30

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