Super Mario 3D All-Stars [Nintendo Switch]

Ein großes Jubiläum!

Unglaublich, aber wahr: Super Mario feiert in diesem Jahr seinen 35.Geburtstag! Leider hat die Corona-Pandemie die Feierlichkeiten etwas ausgebremst, angeblich wollte Nintendo das Jubiläum schon im Rahmen der E3 feiern, außerdem war zeitnah die Eröffnung des Themenparks in Osaka geplant. Doch dann kam eben dieser blöde Virus dazwischen und sorgte so für einige Verzögerungen.

Vor einigen Wochen ließ man dann aber die Bombe platzen. Neben einem neuen „Mario Kart“-Ableger, einem kostenlosen Battle Royale-Hüpfer und der Neuauflage des WiiU-Spiels „Super Mario 3D World“, kündigte Nintendo auch eine Sammlung drei großer 3D-Jump’n’Runs an. 

„Super Mario 3D All-Stars“, so der Titel, war schon kurz nach Ankündigung vielerorts ausverkauft, da Nintendo dieses Paket nur bis zum 31.03.2021 anbieten wird. Warum das so ist? Keine Ahnung.

Wir haben uns die drei Klassiker jedoch mal genauer angeschaut und verraten euch in unserem Test, wie gut diese gealtert sind und ob sich ein Kauf lohnt.

Super Mario 64

Bei seinem Release für das Nintendo 64 im Jahr 1996 war „Super Mario 64“ ein absoluter Systemseller. Außerdem begründete das Unternehmen aus Kyoto damit einfach mal das Genre der 3D-Jump’n’Runs und sorgte für einige grundsätzliche Gameplay-Elemente, die ab diesem Zeitpunkt unverzichtbar waren. Unter anderem sorgte die Steuerung für Aufsehen, immerhin konnte man Mario nun analog durch die Welten manövrieren.

Der Aufhänger für Marios Abenteuer ist hier mal wieder die Entführung der Prinzessin, die den Klempner eigentlich nur auf ein Stück Kuchen in ihr Schloss einladen wollte. Doch dort angekommen, findet Mario nur leere Hallen vor und seltsame Gemälde. Um Peach wieder zu finden, müsst ihr nun die verschiedenen Level erkunden und dabei Sterne sammeln, um weitere Welten freizuschalten.

„Super Mario 64“ wird im 4:3-Format präsentiert und hat das bekannte 2D-Gameplay mit einigen Neuerungen angereichert. So kann Mario nun an einer Kante hängen, einen Fußfeger oder einen Rückwärtssalto machen. Natürlich spielt der Titel auch mit den durch die 3D-Perspektive hinzugewonnenen Möglichkeiten recht gut, außerdem war der Einsatz des Analogsticks recht präsent.

 

 

Super Mario Sunshine

Sechs Jahre später war das N64 kein Thema mehr, denn da war Nintendos GameCube bereits ein gutes Jahr auf dem Markt als „Super Mario Sunshine“ erschien. Diesmal ging es nicht um die Rettung der Prinzessin, hier stand schlicht und weg der wohlverdiente Urlaub Marios auf dem Spiel. Denn auf der Insel Isla Delfino angekommen, müssen der Klempner und seine Freunde feststellen, dass die Sonne nicht überall auf dem traumhaften Eiland scheint und irgendjemand Dreck und Schmierereien hinterlassen hat. Recht schnell wird klar…hier treibt irgendjemand Schabernack, der unserem Lieblingsklempner nicht unähnlich sieht. Die Inselbewohner schieben die Schuld aber Mario zu und so muss er sich mit dem Dreckweg 08/17 auf die beschwerliche Reise machen, den Schmutz zu beseitigen und den wahren Übeltäter zu finden. 

Dreh- und Angelpunkt dieses Super Mario-Abenteuers ist definitiv die Wasserphysik, die damals die Power des GameCube zeigen sollte. So kann Mario dank des Dreckweg Wasser versprühen, kann diesen aber auch als Jetpack nutzen, um an eigentlich unerreichbare Stellen zu kommen. Obendrauf verfügt er noch über sein wohlbekanntes Hüpf-Repertoire und ist somit ein echter Allrounder.

Super Mario Galaxy

2007 erschien dann mit „Super Mario Galaxy“ ein erster Ableger der Reihe für Nintendos Erfolgskonsole Wii und integrierte erstmals Bewegungssteuerung in diese. Das geling erstaunlich gut und schon jetzt gilt dieses Mario-Abenteuer als echter Klassiker. 

In Sachen Geschichte geht es hier wieder traditioneller zur Sache, denn während des Sternenstaubfests entführt Bowser einmal mehr die Prinzessin. Zwar kann Mario dies noch fast verhindern, findet sich aber plötzlich im All auf einer seltsamen Raumstation wieder. Dort trifft er auf Sternenkind Luma, andere Sternwesen und Rosalina, die es ihm zur Aufgabe machen, Sterne für die Energieversorgung der Station zu suchen. Nur so können sie ihm bei seiner Rückkehr und der Rettung der Prinzessin helfen.

Neben dem schon erwähnten Feature der Bewegungssteuerung, die man hier entweder per Joycon, Touchscreen oder dem Gyrosensor des Pro Controllers ausführen kann, hatte „Super Mario Galaxy“ noch ein ganz besonderes Element. Durch das Setting im All gibt es nämlich viele kleine Planeten, die ihr teilweise komplett umrunden könnt und somit ein ganz neues Spiel mit Perspektive und Schwerkraft entsteht. Die verschiedenen Galaxien und Planeten präsentieren sich auch dementsprechend vielfältig und gefallen mit ihren abwechslungsreichen Ideen. Außerdem wird hier erneut Marios Repertoire erweitert, so dass er seine Feinde nun mit einer Drehattacke umwerfen kann.

 

 

Durchschnittsware

„Super Mario 3D All-Stars“ ist in technischer Hinsicht ein zweischneidiges Schwert. So ist die Bedeutung aller drei enthaltenen Spiele sicherlich unstreitbar recht hoch, doch leider sind vor allem die ersten beiden Titel unfassbar schlecht gealtert. Zwar liegen die Spiele in HD vor, doch die Texturen sind bei „Super Mario 64“ und „Super Mario Sunshine“ teilweise ganz schön matschig oder verpixelt, auch die Steuerung ist bei beiden Spielen eher problematisch und sorgt vor allem bei „Super Mario Sunshine“ für unfassbar frustrierende Momente. 

Bei „Super Mario Galaxy“ sieht das alles glücklicherweise ganz anders aus. Optisch wirkt der Titel sehr modern, einzig den animierten Zwischensequenzen sieht man ihr Alter bei genauerem Hinsehen an. Hier führt die Kompression zu einigen unschönen Farben und ausgefransten Rändern. Auch die Integration der Bewegungssteuerung ist nicht immer zu 100% gelungen, vor allem im Handheld-Modus wird dies deutlich. So braucht der Bildschirmausschnitt häufig recht lang, bis er dem Cursor folgen kann.

Als Extras beinhaltet die Kollektion die Soundtracks zu den drei Spielen in einem Musikplayer und bietet euch somit gute vier Stunden an akustischer Untermalung. 

  • Story
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
3.4

FAZIT: Altersschwacher Mario

Eigentlich kann doch bei einer Sammlung aus den drei wohl bedeutendsten 3D-Mario-Spielen nicht viel schief gehen, oder? Leider muss man sagen: doch! Denn abgesehen davon, dass „Super Mario 64“ nicht so gut gealtert ist wie viele wohl hoffen würden, ist auch „Super Mario Sunshine“ eine sehr nervige Angelegenheit. Vor allem in Sachen Steuerung hätte man die beiden Titel wesentlich besser überarbeiten sollen. Dies betrifft bei beiden Titeln in gleichem Maße die Kamera, aber auch Sprungpassagen bei dem GameCube-Ableger. Das wird hier wirklich zu einer nervigen Angelegenheit und frustriert ganz schön. 

Das soll man nicht falsch verstehen. Gerade in kreativer Hinsicht sind alle drei Titel – wie von der Reihe bekannt – ein absolutes Fest und waren zu ihrer Zeit auch das Maß der Dinge in Sachen Jump’n’Run. Aber in Sachen Gameplay kann man eigentlich nur noch „Super Mario Galaxy“ uneingeschränkt empfehlen. Ob man dafür allerdings dann die 60,-€ zahlen will, die Nintendo für „Super Mario 3D All-Stars“ aufruft, muss jeder selbst wissen. 

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Über Christian Suessmeier 629 Artikel
Nachdem ich schon in jungen Jahren Prinzessinnen aus den Klauen bösartiger Reptilien rettete und mich mit einem kleinen Raumschiff durch das Weltall ballerte, ließ mich die Faszination Videospiele nicht mehr los. Besonders japanische Spiele haben es mir angetan, außerdem war ich auch immer ein großer Fan von spezielleren Konsolen wie dem Sega Saturn. Ein Herz für Außenseiter quasi! In Sachen Spielen verehre ich die "Yakuza"-Reihe, mag filmische Abenteuer wie "The Last of Us" und absolviere gerne mal eine Partie "PES" zwischendurch. Ansonsten schlägt mein Herz aber auch für den japanischen Film, Regisseure wie Shion Sono, Shinya Tsukamoto oder Takeshi Kitano sind einfach Gold wert. Weiterhin investiere ich meine Zeit aber auch gerne in Comics und dem kreativen Arbeiten(Schreiben, Zeichnen...).

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