Smartphone oder mobile Konsole? Zwei Plattformen für Mobile Gamer im Überblick

Next-Gen-Konsolen der Marken Xbox und Playstation bieten zwar modernste Grafik, doch passen leider in keine Hosentasche. Für unterwegs bieten sich daher eher mobile Handheld-Konsolen an – oder eben das Smartphone. Vor allem mobile Endgeräte haben sich in den letzten Jahren immer mehr zum gleichwertigen Ersatz für die Spielkonsole gemausert. Die Leistungsmerkmale moderner High-End-Smartphones sind erstaunlich und erlauben auch die Darstellung anspruchsvollerer Game-Titel. Somit beschränkt sich das mobile Spielen keinesfalls nur auf eher einfach gehaltene Casual-Games. Wer auch auf Reisen, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder an der frischen Luft nicht auf ein starkes Gaming-Erlebnis verzichten möchte, der sollte sich daher vorher genau überlegen, welche Plattformen für ihn am besten geeignet sind.


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Die Auswahl der Spieltitel als Wegweiser

 

Für die Anschaffung einer Spielkonsole oder eines Smartphones zum Zocken, ist vor allem wichtig, welche Art von Games favorisiert werden. Dabei gilt es zu beachten, dass der Katalog an verfügbaren Titeln ganz unterschiedlich ausfallen kann. Während manche Spiele multiplattformfähig und damit als Port für verschiedene Konsolen und auch Gaming-Handys verfügbar sind, sieht es mit sogenannten Exklusivtiteln anders aus. Wer zum Beispiel bestimmte Games aus dem Hause Nintendo bevorzugt, für den bietet sich die Anschaffung einer Switch-Lite-Handheld-Konsole an. Dabei muss aber bedacht werden, dass der ein oder andere Android-Titel nicht auf der Switch zur Verfügung steht. Relevant ist die Frage nach der Verfügbarkeit der gewünschten Games auch im Hinblick auf Online Casinos. Hier ist das Angebot eng mit der Vergabe von Lizenzen verknüpft. Wer gerne auf Spiele-Apps setzt und weniger über den Browser spielt, muss sich beim Gaming auf dem Smartphone möglicherweise mit einem stark begrenzten Angebot zufriedengeben. Die Rechtslage sieht in einigen europäischen Ländern vor, dass der Download von Apps aus der Glücksspielbranche eingeschränkt ist und deshalb auch im Apple-App-Store oder im Google-Play-Store nur wenige lizenzierte Anbieter zur Verfügung stehen.

In Deutschland ist der Download von Glücksspiel-Apps aus den Stores nach aktueller Rechtslage überhaupt nicht vorgesehen. Wer gerne auf das Angebot legaler Online Casinos der Schweiz zurückgreift, sollte genau hinschauen, welche Games über die Lizenz verfügen, um sowohl für die Mobile Konsole als auch als native App für das Smartphone zur Verfügung zu stehen. Wer allerdings zum echten Casinofan avanciert und hier auf die volle Bandbreite an Spielentwicklungen zugreifen möchte, der profitiert beim Mobile Gaming via Smartphone von einer großen Auswahl an Spielen, die über den Browser zu spielen sind. Auch im Bereich der Augmented-Reality-Games ist das Smartphone klar im Vorteil, da es die verbaute Kamera nutzen kann und somit kein weiteres Zubehör benötigt. Auf diese Funktionen müssen Sie bei den meisten Handheld-Konsolen namhafter Hersteller verzichten. Zudem spielt auch das Betriebssystem eine Rolle. Einige günstigere Handheld-Modelle aus dem asiatischen Raum nutzen gar keine eigene Spielbibliothek, sondern setzen lediglich auf Android-Game-Apps, die auch für das Smartphone verfügbar sind.

Spielkonsole oder Smartphone? Für viele ist das Gaming-Handy längst zur vollwertigen Alternative zum Konzept der Handheld-Konsole geworden.
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Der Kostenfaktor unter der Lupe

 

Neben der Auswahl sind auch die Kosten für Plattformen und Spiele von Bedeutung. Bei den reinen Anschaffungskosten haben dezidierte Gaming-Handys die klassische Handheld-Konsole bereits überholt. Das liegt oft auch an den hochwertigeren Displays und der Multifunktionalität, die Spielkonsolen nicht bieten. Günstigere tragbare Konsolen gibt es bereits für unter 200 Euro, ein Gaming-Smartphone kostet oft deutlich mehr. Bei den Preisen für Spiele liegen Spielkonsolen dafür vorne. Zumindest im physischen Format kosten diese häufig zwischen 30 und 60 Euro. Online-Versionen zum Herunterladen gibt es dafür teilweise günstiger, wenn diese im Angebot sind. Viele Spieler bevorzugen jedoch den Kauf einer physischen Veröffentlichung, da sich das Spiel dann weiterverkaufen lässt. Diesen Vorteil bieten digitale Kopien zwar nicht, doch sind Gaming-Apps für Smartphones generell günstiger. Hinzu kommt, dass Smartphone-Nutzern ein sehr großes Angebot an Free-to-Play-Titeln zur Verfügung steht. Diese gibt es auch für Handheld-Konsolen, doch ist die Auswahl vergleichsweise klein. In beiden Fällen können durch optionale In-App-Käufe zusätzliche Kosten entstehen.

Wer hat die besseren Features?

 

Wer besonders viel Wert auf High-End-Grafik und eine umfassende Multimedia-Unterstützung legt, für den ist die heimische Spielkonsole noch immer die erste Wahl. Doch auch unterwegs haben die tragbaren Alternativen mittlerweile viel mehr zu bieten als nur abgespeckte Versionen bekannter Spiele. Selbst grafisch anspruchsvolle Titel sind bereits auf Handheld und Smartphone spielbar. Das Smartphone hat zusätzlich natürlich den Vorteil diverser Zusatzfunktionen, die nicht unbedingt mit dem Spielerlebnis zu tun haben. Dazu gehört die Möglichkeit zur Installation von Streaming-Apps. Dafür müssen Gamer beim Zocken auf dem Smartphone die teilweise umständliche Steuerung über den Touch-Bildschirm in Kauf nehmen. Ein Steuerkreuz, Analogstick und physische Buttons hat nur die Spielkonsole. Jedoch gibt es Zubehör, mit dem sich auch ein Gaming-Smartphone nachrüsten lässt, sodass es wie ein Gamepad fungiert. Besonders Multiplayer-Games profitieren von Tarifen mit einem großen Datenvolumen. Da Spielkonsolen in der Regel keine SIM-Karte besitzen, ist der Spieler unterwegs auf Wlan-Hotspots angewiesen.

Plattformübergreifende Möglichkeiten

 

Eine weitere Option ist das plattformübergreifende Spielen. Während Hybridkonsolen wie die „Switch“ es ermöglichen, sowohl stationär als auch im Handheld-Modus zu spielen, erlauben bestimmte Spiele auch Crossplay, wodurch ein Speicherstand von verschiedenen Plattformen aus abgerufen werden kann. Damit sind Spieler gar nicht mehr an eine spezifische Hardware gebunden, sondern können mit dem zocken, was gerade zur Verfügung steht. Manche mobilen Konsolen verfügen außerdem über einen HDMI-Anschluss, der den Fernseher zum externen Bildschirm macht. Alternativ kann natürlich auch ein richtiger Gaming-Monitor genutzt werden.

 

Fazit

 

Während Gamer älteren Semesters auf klassische Spielkonsolen von Sony, Microsoft oder Nintendo setzen, stellen Smartphones für eine jüngere Generation oft schon einen Konsolen-Ersatz dar. Aufgrund der Zielgruppe werden jedoch vor allem Titel für das Smartphone portiert, die sich auch an ein junges Publikum richten. Ein gutes Beispiel ist der Multiplayer-Shooter „Fortnite“ oder das Koop-Puzzle-Game „Among Us“. Wem diese Auswahl zusagt, der kann oft problemlos auf eine eigene Spielkonsole verzichten. Weil das Smartphone jedoch nur Teilzeit-Konsole ist und darüber hinaus noch über diverse andere Funktionen verfügt, sind die Anschaffungskosten oft deutlich höher. Den Preisvorteil haben Smartphone-Besitzer dafür wiederum beim Spielekauf.

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