Saw III

SCHNITTBERICHT

Insgesamt fehlen 416,58 Sekunden bei einer Gesamtzahl von 3 Schnitten.
Laufzeit des Director's Cuts ohne Abspann: 1:55.57 Min (NTSC) -> 1:51.19 Min (PAL)
Laufzeit der Österreichischen LCE ohne Abspann: 1:44.39 Min
Die Laufzeitangaben stammen von beiden Fassungen nach dem Schema DC / NR.



Von Darren Lynn Bousmans „SAW III“ sind insgesamt bereits 5 Fassungen erschienen. Neben der ungekürzten R-Rated Kinofassung erschien noch vor der deutschsprachigen Kinoauswertung in Amerika eine erweiterte Unrated-Fassung. In den Audiokommentaren zu jeder war bereits deutlich zu erkennen, dass damit nicht das letzte Wort in Sachen „SAW III“ gesprochen sein wird, da der Regisseur einige ihm fehlende Szenen erwähnte.

In Deutschland wurden neben der ungeschnittenen R-Rated Kinofassung (mit Spio/JK-Prüfung) eine geschnittene Fassung ohne Jugendfreigabe und eine noch stärker zensierte jugendfreie Version veröffentlicht. Ein Release der Unrated-Fassung wurde aufgrund der attestierten strafrechtlichen Bedenklichkeit und der Probleme, die der deutsche Vertrieb Kinowelt bereits bei der R-Rated hatte, mehrmals aufgeschoben. Letztlich klappte es aber doch und mit der österreichischen „Limited Collector’s Edition“ wurde Anfang September die bis dato weltweit beste DVD veröffentlicht.

Pünktlich zu Halloween und damit zum Kinostart von „SAW IV“ lässt es sich auch die US-Produktionsfirma Lions Gate nicht nehmen, die Cashcow erneut zu melken. Unter dem Titel „The Director’s Cut“ wurde eine neue DVD von „SAW III“ veröffentlicht, die neben einer noch längeren Fassung des Films erweitertes und neues Bonusmaterial zu bieten hat.

Der Director’s Cut selbst basiert auf der Unrated-Fassung, entpuppt sich aber leider als ziemliche Enttäuschung. Bereits vor dem Release hat Darren Lynn Bousman bekannt gegeben, dass die Fassung ein Neues Ende sowie einige Szenen, die für den Verlauf des Films sehr wichtig wären, aus Tempogründen aber bisher entfernt wurden, zeigt. Gerade einmal drei Änderungen wurden (sofern man den „Schnittdschungel“ am Ende als eine Änderung zählt) durchgeführt, die sich hauptsächlich auf den Charakter von Amanda und ihre Beziehung von Jisaw und auch zu Lynn beziehen. Das alternative Ende hingegen ist sehr interessant und lässt die Geschichte mit Jeffs Tochter noch fieser wirken. Dadurch lässt sich sagen, dass der neue „Director’s Cut“ von „SAW III“ durchaus Schauwerte zu bieten hat, dass sich diese aber vor allem angesichts der geringen Zahl an Änderungen in Grenzen halten und ob sich deswegen ein Neukauf des Films wirklich lohnt, lasse ich einmal dahin gestellt.

Für diesen Schnittbericht wurde die ungekürzte österreichische Limited Collector’s Edition von Kinowelt (NR / ungeprüft) mit der ungekürzten US DVD von Lions Gate (DC / Unrated) verglichen.

0.00
Das Schwarzbild vor dem Film ist länger.
0,96 Sec

1:18.30
Es fehlt eine komplette Rückblende: Amanda sitzt an einem Schreibtisch und liest in einem Buch. Plötzlich dreht sie sich um und geht zum schlafenden John. Dann entdeckt sie, dass sich auf einem der Überwachungsmonitore etwas bewegt hat und geht zu der Gittertür, um den Monitor besser sehen zu können. In dem Raum steht kein geringerer als Adam aus „SAW“.
Amanda wacht auf und stellt fest, dass es sich dabei nur um einen Alptraum gehandelt hat. Die nimmt ihre Jacke und geht an John vorbei. Danach sieht man noch, wie sie durch den Gang zum „SAW“-Raum marschiert und die Türe (länger) öffnet.
In der Unrated-Fassung setzt dafür die erste Einstellung von Amanda, als sie in den Raum leuchtet, um 4 Frames früher ein.
131,17 Sec


1:32.16 / 1:26.33
Der Dialog zwischen Jigsaw und Lynn verläuft anders, nachdem Amanda den Raum verlassen hat, auch der Szenenablauf danach unterscheidet sich in beiden Fassungen:

Unrated: Jigsaw hält Lynns Hand in Nahaufnahme, dann sieht man Amanda, die kurz etwas wütend durch die Lagerhalle geht. (8,2 Sec)

Director’s Cut: Jigsaw schickt Lynn aus dem Raum, nachdem Amanda diesen betreten hat. Lynn geht durch die Lagerhalle und sieht einige von Jigsaws „Experimenten“, dann entdeckt sie eine Tür. Sie versucht, das Schloss aufzubrechen und entdeckt dann ein etwas hilfreicheres Werkzeug, das sie auch gleich verwendet, um die Tür aufzuhebeln. Nachdem sie dies geschafft hat, geht sie ein paar Schritte und stößt an einen Zaun, hinter dem sie ein Telefon erblickt. Das Schloss der in diesen eingearbeiteten Tür kann sie allerdings nicht aufbrechen. Daher geht sie zurück und kann die Tür gerade rechtzeitig verschließen bzw. das Hebelwerkzeug an seinen Platz zurücklegen, als Amanda Jigsaws Raum verlässt und Lynn wieder zu ihm schickt. Als sie sich auf den Weg macht erkennt Lynn ihre Chance und attackiert Amanda. Die beiden kämpfen kurz und als Lynn Amanda gegen einen Maschendrahtzaun drückt, nimmt sie ihr einen Schlüssel ab um damit die Halskrause zu öffnen. Da der Schlüssel nicht passt, sagt sie ein paar Mal „Fuck“ und geht aus dem Bild. Amanda lehnt sich kurz an die Wand. (234,63 Sec)
Mit dem kurzen Zwischenschnitt auf Jeff und der Nahaufnahme von Jigsaw laufen beide Fassungen wieder parallel.

226,01 SecDifferenz

1:53.32 / 1:44.32
Ab diesem Punkt unterscheidet sich das Ende zwischen beiden Fassungen. Es gibt zwar immer noch ein paar gemeinsame Elemente, da aber auch einige Einstellungen den Platz gewechselt haben fasse ich die Änderungen ab diesem Punkt unter dem Stichwort „Alternatives Ende“ zusammen. Bilder habe ich allerdings nur von den Szenen gemacht, die in der jeweils anderen Fassung fehlen und die Szenenbeschreibungen setzen mit der Einstellung von Lynns zerstörtem Kopf am Ende des „Schnelldurchlaufs“ ein.:

Unrated: Lynns Kopf ist deutlich zu sehen, die Kamera fährt noch ran. Dann wird sanft in ein Weißbild über- und danach zum Abspann abgeblendet. (82,56 Sec)

Director’s Cut: Die Einstellung von Lynns Kopf ist stark verkürzt, hier kann man die ziemlich blutige Ansicht kaum erkennen. Dann wird auch hier über- und abgeblendet, nach einem kurzen Schwarzbild setzt der Film aber wieder ein. Jeff krallt sich den von Jigsaw fallen gelassenen Kassettenrecorder und setzt sich neben seine tote Frau. Jeff startet das Band und hört eine Botschaft von Jigsaw, in der er sich selbst als Jeffs „last test of forgiveness“ bezeichnet. „And if you’re listening to this, then you’ve failed.” Jigsaw erklärt Jeff noch, dass er seine Tochter entführt hat und zugibt, dass er der einzige Mensch sei, der ihren Aufenthaltsort kennt. Um sie zu finden, muss Jeff ein Spiel spielen. Währenddessen sind auch die bereits bekannten Kamerafahrten durch die Gänge und zu Jeffs Tochter zu sehen, danach steht Jeff plötzlich wieder und brüllt den toten Jigsaw an. Ende! (145,33 Sec)
Mit dem kurzen Zwischenschnitt auf Jeff und der Nahaufnahme von Jigsaw laufen beide Fassungen wieder parallel.
59,33 Sec Differenz



Verfasst von Playzocker am 29.04.2008

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