Zimmer 1408

SCHNITTBERICHT

Insgesamt ist der Director's Cut um 468,36 Sekunden länger bei einer Gesamtzahl von 21 Schnitten und Änderungen.
Laufzeit des Director's Cut ohne Abspann: 1:42.09 Min
Laufzeit der Kinofassung ohne Abspann: 1:34.21 Min
Die Laufzeitangaben stammen von beiden Fassungen nach dem Schema DC / Kino.



Stephen King veröffentlichte unter dem Titel Zimmer 1408 eine recht interessante Kurzgeschichte über ein „seltsames“ Hotelzimmer, die unter der Regie von Mikael Håfström verfilmt wurde. Das Ergebnis dieser mit John Cusack und Samuel L. Jackson hochkarätig besetzten Produktion ist ein spannender, atmosphärischer und auf jeden Fall empfehlenswerter Mystery-Thriller.

Vergleicht man allerdings die Vorlage und den Film so stellt man fest, dass der Beginn des Films sehr eng an Stephen Kings Geschichte blieb, ab dem Zeitpunkt in dem Enslin das Zimmer letztendlich betritt gehen beide Versionen sehr weit auseinander und treffen auch nie wieder zusammen. Denn auch das Ende der Vorlage stimmt weder mit dem der Kinofassung noch mit dem des Director’s Cut überein.

Apropos Kinofassung und Director’s Cut. Für das lukrative PG-13 Rating der MPAA musste auch „Zimmer 1408“ um einige Schockmomente und harte Szenen erleichtert werden, diese fanden in der Unrated-Fassung bzw. dem Director’s Cut wieder ihren Weg in den Film. Interessant sind allerdings insbesondere die beiden alternativen Enden, von denen man keines als wirklich schlecht abtun kann. Beide haben im Kontext des Films ihre Daseinsberechtigung, wobei das Ende der Kinofassung sehr klischeehaft beginnt – aber den Film dafür fast interessanter abschließt. Mein Tipp wäre daher, sich den Film im Director’s Cut anzusehen und nach Vollendung dieser Fassung zusätzlich das Ende der Kinofassung zu schauen.

Für diesen Schnittbericht wurde die Kinofassung (PG-13 / FSK 16) mit dem Director's Cut (Unrated / FSK 16) verglichen, beide Fassungen sind in der deutschen 3-Disc Limited Collector's Edition von Senator Film (FSK 16) enthalten.

0.00
Lediglich die Kinofassung zeigt vor dem Film das Senator-Logo.
+3,72 Sec


0.38 / 0.42
Die Titeleinblendung ist in beiden Fassungen anders.

Director’s Cut:
Hier ist der englische Originaltitel zu lesen.

Kinofassung:
Der deutsche Titel des Films ist zu sehen.

Kein Zeitunterschied

20.19 / 20.23
An dieser Stelle wurde alternatives Bildmaterial verwendet.

Director’s Cut (0,96 Sec):
Das Foto des Mannes mit durchgeschnittener Kehle ist länger zu sehen.

Kinofassung (0,2 Sec):
Die Folgeeinstellung von Gerald setzt 5 Frames früher ein.

0,76 Sec Differenz

20.31 / 20.34
Kurz bevor der Mann mit durchgeschnittener Kehle erneut als Foto zu sehen ist die Aufnahme von Mike, der in dem Fotoalbum blättert, in der Kinofassung etwas länger.
+0,2 Sec


20.31 / 20.35
Das Fotos ist dafür im Director’s Cut länger zu sehen.
0,44 Sec


25.20 / 25.22
An dieser Stelle wurde alternatives Bildmaterial verwendet.

Director’s Cut (1,88 Sec):
Ein Foto eines Todesopfers ist zu sehen, dann folgt eine weitere Einstellung von Mikes Gesicht.

Kinofassung (0,24 Sec):
Das nächste Foto ist hier minimal länger im Bild.

1,64 Sec Differenz

25.29 / 25.31
An dieser Stelle wurde alternatives Bildmaterial verwendet.

Director’s Cut:
Erneut ist ein Foto des Mannes zu sehen, der mit durchgeschnittener Kehle in der Badewanne liegt.

Kinofassung:
In der Kinofassung sieht sich Mike einen anderen Teil der Akte an. Ein (harmloses) Foto ist hier neben einigem an Text zu sehen.

Kein Zeitunterschied

43.47 / 43.49
Mike erschrickt, und versucht „sein Gegenüber“ durch Klopfen auf das Fenster vor dem Angreifer zu warnen. Dies funktioniert aber nicht, der Angreifer schlägt dem Mann den Hammer gegen den Kopf. Erst jetzt dreht Mike sich in der Unrated-Fassung um.
Nachdem bisher in beiden „Zimmern“ haargenau das Gleiche passiert ist ist die Kinofassung an dieser Stelle logischer, denn wenn der Mann gegenüber durch einen Hammerschlag außer Gefecht gesetzt wird hätte dies Mike an sich auch schon passiert sein müssen. Dass er sich bereits beim Herannahen des Angreifers umdreht sorgt für einen wesentlich besseren Übergang.
2,64 Sec


43.51 / 43.49
Mike weicht mit entsetztem Gesichtsausdruck weiter vor dem Angreifer zurück, dieser schlägt mit dem Hammer nach ihm. Die nächste Einstellung von Mike setzt in der KF ebenfalls etwas später ein.
0,96 Sec


1:02.49 / 1:02.46
Mike kriecht in einer zusätzlichen Einstellung durch den Lüftungsschacht.
0,88 Sec


1:02.50 / 1:02.47
An dieser Stelle wurde alternatives Bildmaterial verwendet.

Director’s Cut (35 Sec):
Mike kriecht auf ein weiteres Gitter zu und blickt nach unten. Er sieht, wie er mit seinem Vater streitet. Dieser meint, Mike solle sich mehr um seine Frau kümmern, da sie ihn nach dem Tod ihres Kindes braucht. Mike entgegnet, dass auch sein Vater sich nie um seine Probleme gekümmert habe, dieser begründet dies damit, dass Mike seines Erachtens nach ein mieser Schriftsteller sei. Mike kriecht wieder weiter.

Kinofassung (1,48 Sec):
In der Kinofassung kriecht Mike in einer anderen Einstellung durch den Lüftungsschacht.

33,52 Sec Differenz

1:03.29 / 1:02.52
An dieser Stelle ist die Kinofassung länger als der Director’s Cut. Exklusiv waren auf der großen Leinwand jeweils eine Einstellung des „sich verlängernden“ Lüftungsschachts sowie von Mike zu sehen.
+3,12 Sec


1:03.30 / 1:02.57
Mike kriecht bereits nach einer einzigen in beiden Fassungen identischen Einstellungen im DC wesentlich länger durch den Lüftungsschacht. Dann wird seine Aufmerksamkeit auf ein im Schacht liegendes Etwas gelenkt. Mike nähert sich dem Ding und stellt fest, dass es sich hierbei um einen Leichnam handelt. Genauer gesagt über den verwesten Körper eines Mannes, der von Spinnweben und Krabbeltieren belagert wird. Mike erschrickt doch seine Panik nimmt ungeahnte Ausmaße an, als sich die Kreatur auch noch zu bewegen beginnt. Mike tritt die Flucht an. Während eben jener setzt auch die KF wieder ein. Überraschenderweise ist der komplette Rest der Szene mit dieser Kreatur – inklusive dem Tritt von Mike, der ihren Kopf zerstört – enthalten.
69,24 Sec


1:12.49 / 1:11.06
An dieser Stelle wurde alternatives Bildmaterial verwendet.

Director’s Cut:
Einige Aufnahmen des Gemäldes werden gezeigt, darunter auch welche, die die entblößte Brust einer Frau zeigen.

Kinofassung:
Die Kinofassung zeigt andere Einstellungen. In der Totalen des Bildes war die Brust der Frau noch zu sehen, hier wird die Kamerafahrt abgeschnitten, als die Brust ins Bild kommt.

Kein Zeitunterschied

1:19.09 / 1:17.26
Mike leert sein Schließfach und geht nachdem ihn der Mann am Schalter angesprochen hat (er sagt übrigens das selbe wie schon zu Beginn des Films) verlässt er die Post wieder und sieht seine Post in einem Kaffe durch. Was ihm fehlt ist die Portkarte mit dem Motiv des Dolphin Hotels und der Botschaft über Zimmer 1408. Er geht zurück auf die Post, sucht dort nach der Karte, findet sie aber nicht. Er fragt den Angestellten, doch der kann ihm auch nicht helfen. Er bietet lediglich an, Mike die Karte in sein Schließfach zu legen, sollte er sie finden.
80,16 Sec


1:21.10 / 1:18.07
Mike telefoniert mit seinem Herausgeber (Tony „Monk“ Shalhoub) und schlägt ihm etwas vor, das diesem sehr gut gefällt. Mike verpackt sein Manuskript in ein Luftpolsterkuver und sieht hierbei eine Rechnung vom Pflegeheim seines Vaters. Daraufhin sieht man, wie Mike seinen Vater besucht. Er setzt sich neben ihn und erzählt ihm von den wichtigsten Eckpunkten seines Lebens – er hat mit Lilly gesprochen und arbeitet wieder an einem neuen Buch – doch sein Vater reagiert apathisch, sprich nahezu gar nicht. Mike wischt sich eine Träne aus dem Gesicht. Wie er sein Mauskript auf die Post bringt ist auch in der Kinofassung wieder zu sehen.
163,44 Sec


1:25.44 / 1:19.58
An dieser Stelle wurde alternatives Bildmaterial verwendet.

Director’s Cut (53,4 Sec):
Die entfernte Aufnahme des in Zimmer 1408 stehenden Mike ist einen Tick länger. Dann fehlt eine längere Passage, in der er einen Schrank sieht, der sich wie von Geisterhand öffnet. Mike wirft einen Blick hinein und sieht einen Kindersarg, der gerade verbrannt wird. Er schreit, dass es sich bei dem Kind in dem Sarg um seines handelt und beginnt zu schreien. Dann folgt eine seitliche Aufnahme und Mike schreit, dass er draußen war. Diese Aufnahme ist auch in der Kinofassung wieder enthalten, setzt im DC allerdings wesentlich früher ein.

Kinofassung (4,64 Sec):
Mike schreit in Nahaufnahme, dass er draußen war.

48,76 Sec Differenz

1:32.54 / 1:26.19
Mike sieht noch eine Frau, die sich die Pulsadern aufgeschnitten hat.
0,64 Sec


1:32.56 / 1:26.21
Eine nähere Aufnahme der Frau mit aufgeschnittener Pulsader fehlt ebenfalls.
0,76 Sec


1:33.38 / 1:27.03
Mikes Vision von seinem Selbstmord wurde in der Kinofassung verkürzt.
0,84 Sec


1:37.44 / 1:31.07
Beide Fassungen bieten ein alternatives Ende.

Director’s Cut (265 Sec):
Die Kamera fährt auf die Tür von Zimmer 1408, die Zahlen verlaufen und werden zudem vom Feuer angesengt. Nach einer Schwarzbildblende sieht man Mikes Begräbnis, nach dem Gerard mit Mikes Frau und seinem Herausgeber spricht. Er möchte ihr einige Sachen von Mike geben, die in Zimmer 1408 gefunden wurden. Sie lehnt die Annahme allerdings ab und steigt mit dem Herausgeber in das Auto ein. Gerard setzt sich in seinen Wagen, öffnet die Kiste und hört sich die Aufnahme an. Dabei wird er traurig. Dann sieht er im Rückspiegel ein Kind, gefolgt von dem entstellten Mike. Er erschrickt und dreht sich um. Mike ist – welch Überraschung – nicht auf seiner Rückbank und das Mädchen geht zu ihrem Vater. Dann verpackt Gerard das Diktaphon wieder und macht sich auf die Reise. Zum Abschluss fährt die Kamera noch über das Dolphin Hotel und zu Zimmer 1408, in dem man Mikes Geist sieht. Dieser blickt zuerst aus dem Fenster, dann dreht er sich um und geht Richtung Tür, wobei er immer weiter verblasst...

Kinofassung (194,28 Sec):
Feuerwehrmänner verschaffen sich Zugang zu Zimmer 1408 und befreien Mike aus dem brennenden Raum. Auf dem Gang liegend greift er nach einem seiner Retter und sagt zu ihm, dass er und seine Kollegen das Zimmer nicht betreten sollten. Dann sieht man Gerald, der Mike lobt. Nach einer Weißbildblende wacht Mike im Krankenhaus auf und erfährt von seiner Frau, dass vermutlich ein Kurzschluss die Brandursache darstellt. Zu Hause sitzt Mike am Laptop und seine Frau sortiert einige Sachen aus. Im Off erzählt Mike, dass das Dolphin Hotel vorläufig geschlossen ist und er auch keine Geistergeschichten mehr schreiben wird. Seine Frau möchte die Sachen, die er in Zimmer 1408 bei sich hatte wegwerfen, doch Mike möchte sein Diktaphon behalten. Er packt es aus, stellt es auf den Tisch und spielt das Band ab. Die Stimme der gemeinsamen Tochter beider Anwesender ist zu hören. Mikes Frau erschrickt und lässt die Kiste aus ihrer Hand auf den Boden sausen. Mike blickt sie mit einem beinahe-Grinsen an und der Film endet.

70,72 Sec Differenz



Verfasst von Playzocker am 16.04.2008

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ø Wertung: 7,6/10 | Wertungen: 25 | Kritiken: 2

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