Evil [Blu-ray]

  • Details zum Medium
  • EAN:
    4048317470136
    Label:
    Ascot Elite Home Entertainment
    VÖ-Termin:
    15. Februar 2011 [Kauf]
    VÖ-Termin:
    20. März 2011 [Verleih]
    Freigabe:
    FSK ab 12 freigegeben
    Laufzeit:
    113:26 min.
    Ländercode:
    Code B (Blu-ray)
    Medientyp:
    BD 25
    Medium:
    BLU-RAY
    Verpackung:
    Keep-Case
  • Inhalt:
  • Inhalt:

    Schweden der 50er Jahre: Der rebellische 16-jährige Erik wird von seiner Mutter auf das private Elite-Internat Stjärnsberg geschickt und erhält hier seine letzte Chance auf einen Schulabschluss. Hinter der feinen Fassade verbirgt sich jedoch ein perfides System von Demütigungen und Gewalt – ausgeübt von den älteren Schülern gegenüber den Jüngeren. Erik versucht sich der Hackordnung unterzuordnen, obwohl er seinen Mitschülern körperlich überlegen ist. Aber wenn er zurückschlägt, fliegt er von der Schule ...

  • Review
  • Bild:
  • Bildsystem:
    HD 1080p
    Bildformat:
    1,85:1

    Fazit:

    Der schwedische Film „Evil“ erscheint in sehr guter Bildqualität auf Blu-ray Disc. Um das zu erkennen muss man allerdings erst an dem sehr intensiven Filmgrain vorbei sehen können. Viele werden dies nicht können und den Transfer zu unrecht verurteilen. Das starke Rauschen des Films ist aber nicht auf einen schlechten Blu-ray Transfer sondern auf die Produktion des Films und den Willen des Regisseurs zurückzuführen. Die Intensität des Rauschens gestaltet sich etwas wechselhaft, ist die meiste Zeit über allerdings sehr deutlich. Demnach ist es als positiv zu werten, dass das Grain hier intakt ist und nicht einem Filter zum Opfer fiel. Allerdings verhindert das Grain allzu plastisches Erscheinungsbild des Transfers. Die Schärfe ist sehr gut, das Bild hat zudem einige Details zu bieten. Zu keiner Zeit macht das Bild einen in störendem Ausmaß weichen Eindruck. Allerdings kann der Transfer auch kaum Plastizität aufbauen. Die Farben erscheinen natürlich und kräftig. Der Kontrast macht zwar einen geringfügig steilen Eindruck, sodass helle Bildbereiche leicht überstrahlen und dunkle Szenen sich geringfügig weniger detailliert präsentieren. Störende Ausmaße nimmt dies allerdings nie an, normal ausgeleuchtete Szenen machen zudem einen angenehm natürlichen und kräftigen Eindruck.

    Bewertung:
    4,0
  • Ton & Sprache:
  • Tonformat:
    Schwedisch (DTS HD 5.1 Master Audio)
    Deutsch (DTS HD 5.1 Master Audio)

    Untertitel:
    Deutsch
    Fazit:

    Sowohl die deutsche Synchronfassung als auch der schwedische Originalton sind auf dieser Blu-ray in DTS HD Master Audio 5.1 zu finden. Besonders auffällig, störend und absolut nicht zeitgemäß ist, dass der Originalton nur mit fest eingeblendeten und nicht ausblendbaren deutschen Untertiteln angewählt werden kann. Die Dialogwiedergabe macht in beiden Sprachfassungen einen natürlichen und hervorragend verständlichen Eindruck. Die Musik klingt voluminös und wurde zudem sehr gut in den Mix integriert. Die Soundeffekte klingen für den Film absolut passend, was eine gewisse Präzision inkludiert aber dennoch ein eher zurückhaltendes und nicht übertrieben kraftvolles Erscheinungsbild. Insgesamt ist der Klang für den Film hervorragend abgemischt und akzentuiert die einzelnen Elemente des Films sehr gut und geschickt. Allerdings ist der Mix sehr frontlastig ausgefallen. Im Verlauf des Films werden die Rears nur sehr selten und zudem dezent ins Geschehen integriert, räumliches Klangbild kann zu keiner Zeit aufgebaut werden. Dennoch kann der Klang insgesamt bis auf die deutschen Zwangsuntertitel bei Wahl des Originaltons überzeugen.

    Bewertung:
    3,0
  • Extras:
  • Extras:
    DeletedScenes (3:41 Min)
    Making Of (23:40 Min)
    Interview mit Jan Guillou (35:11 Min)
    Trailer
    Trailershow

    Fazit:

    Die Extras der Blu-ray sind allesamt in schwedischer Sprache, wurden aber mit optionalen deutschen Untertiteln versehen. Die Deleted Scenes erscheinen durchaus sehenswert. Das Making Of bietet einen interessanten und nicht zu knappen Blick auf die Produktion des Films, weitere Informationen bietet das ebenfalls gelungene Interview mit Jan Guillou. Leider sind alle Extras nur in Standard Definition, da beim Bonusmaterial aber in erster Linie der Inhalt zählt und nicht die Qualität kann man sich die drei Specials ohne Bedenken ansehen. Trailer runden die Extras ab.

    Bewertung:
    2,0
  • Gesamt:
  • Fazit:

    Es passiert selten, dass man einen Film schier unfassbarer Brillanz, ein perfektes Konglomerat aus einer unter die Haut gehenden Geschichte, realistischem Szenario und intensivem Schauspiel erlebt. „Evil“ ist dieser seltene Fall. Sogar die amerikanische Academy of Motion Picture Arts and Sciences wurde auf den Film aufmerksam und nominierte ihn 2004 für den besten fremdsprachigen Film – eine Auszeichnung, die der Film auf jeden Fall verdient hätte.



    Der Film erzählt die Geschichte von Erik, der in ein neues Internat kommt und dort die letzte Chance auf seinen Schulabschluss bekommt. Bereits zu Beginn sieht er sich mit einer strengen Hierarchie und einer Herrschaft der Gewalt der höheren Jahrgänge konfrontiert, der er sich um nicht aus der Schule zu fliegen unterordnet. Der Verlauf der Gewaltspirale, die Auswirkungen auf alle Beteiligten und der Prozess der Integration bzw. Exklusion aus der unbekannten Gemeinschaft werden brillant dargestellt. Einerseits schaffen es die talentierten Schauspieler, ihren Charakteren menschliche Greifbarkeit sowohl als auch absolute Kaltblütigkeit zu verleihen und Freundlichkeit und Wahnsinn hervorragend zu balancieren. Die meisten Zuschauer werden sich schnell mit Erik oder seinem Zimmergenossen identifizieren können und erleben fortan nicht einfach nur einen Film. „Evil“ ist nicht die Sorte Film, bei der man einfach vor dem Fernseher sitzt und das Geschehene auf sich wirken lässt. Bei „Evil“ ist man live dabei – man spürt jedes höhnische Lachen, jede Schikane, jede Beleidigung am eigenen Leib. Man spürt die Wärme und Kälte der Umgebung, man ist schlichtweg mit dabei. Damit erreicht „Evil“ etwas, das ein Film zur selten zustande bringt.



    Die unglaubliche Wirkung des Films ist ein Resultat des perfekten Zusammenspiels eines großartigen, intensiven und genial balancierten Drehbuchs, das Emotionen, menschliche Charakterziehung, unmenschliche Härte und nachvollziehbare Motivationen hervorragend balanciert. Die Geschichte wird in den fast 2 Stunden des Films konstant weitererzählt und kommt zu keiner Zeit zum Erliegen. Jede Szene hat ihren Sinn im Gefüge des Films, nicht einen Moment möchte man rückblickend gesehen vermissen. Das Schauspiel ist von einer schier unglaublichen Intensität, packend und realistisch in einem Ausmaß, das man nur selten in einem Spielfilm erleben darf. Die Regie sorgt mit sehr gut abgestimmten Sets und realistischem Design des gesamten Films für eine großartige Balance aller Elemente. Noch beeindruckender ist, wie einfach der Film letztendlich wirkt. Alle Elemente passen harmonisch zueinander, gehen nahtlos ineinander über. Gerade jene Leichtigkeit der Handlung ist es, in der wohl der größte Aufwand dieses Films zu suchen ist.



    Die deutsche Blu-ray Präsentation des Films „Evil“ ist sehr gut gelungen. Die Schärfe des hier vorliegenden Transfers kann überzeugen und auch die Farben und der Kontrast überzeugen. Allerdings ist das Bild nicht besonders plastisch, zudem werden sich einige an dem extrem Unruhen und stark rauschenden Bild stören. Die Dialoge sind natürlich und hervorragend verständlich, die Musik und die Effekte zwar frontlastig aber dennoch passend abgemischt. Ein großes Manko der Blu-ray ist allerdings, dass der schwedische Originalton mit verpflichtenden deutschen Untertiteln gekoppelt ist. Das Bonusmaterial ist durchaus sehenswert, außerdem wurde die Blu-ray mit einem Wendecover ohne dem großen FSK Logo auf der Front ausgestattet.

    Bewertung:
    3,0
    Verfasst von:
    Playzocker
    Erstellt am:
    20.03.2011

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