Hellraiser 4: Bloodline (Cover C) [DVD]

  • Details zum Medium
  • EAN:
    unbekannt
    Label:
    '84 Entertainment
    VÖ-Termin:
    6. Oktober 2008 [Kauf]
    Freigabe:
    ungeprüft
    Laufzeit:
    80:59 min.
    Ländercode:
    Code 2 (DVD)
    Medientyp:
    DVD-9
    Verpackung:
    Hartbox (groß)
    Weitere Informationen:
    Limitiert auf 333 Stk.
  • Inhalt:
  • Inhalt:

    Raumstation "Minos", im Jahr 2127: 130 Jahre nachdem sein Vorfahr John, ein New Yorker Architekt, im Kampf mit den Cenobiten den Tod fand, bereitet sich der Ingenieur Paul Merchant auf die letzte Konfrontation mit den Kreaturen aus der Hölle vor. Zu diesem Zweck baut er eine Raumstation um, die als Falle dienen soll. Als er die Besatzung von Bord schickt und mit der Station in die Erdumlaufbahn steuert, wird eine Einheit Elitesoldaten in Marsch gesetzt, um ihn unter Arrest zu stellen. Aber Merchant hat "Pinhead" bereits gerufen. Verzweifelt versucht er die Offizierin Rimmer von der unvorstellbaren Gefahr zu überzeugen, in der sie alle schweben. Und er erzählt ihr die Geschichte seiner Familie...

    Als den Soldaten klar wird, dass sie sich nicht mehr alleine an Bord der Station befinden, ist es bereits zu spät. Einer nach dem anderen wird von den Cenobiten auf bestialische Weise umgebracht und Merchant bleibt nicht mehr viel Zeit, das zu beenden, was vor Generationen begonnen hat...

  • Informationen zum Film
  • Hellraiser IV - Bloodline

  • Originaltitel:
    Hellraiser: Bloodline
    Genre:
    Sci-Fi, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1996
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Raumstation "Minos", im Jahr 2127: 130 Jahre nachdem sein Vorfahr John, ein New Yorker Architekt, im Kampf mit den Cenobiten den Tod fand, bereitet sich der Ingenieur Paul Merchant auf die letzte Konfrontation mit den Kreaturen aus der Hölle vor. Zu diesem Zweck baut er eine Raumstation um, die als Falle dienen soll. Als er die Besatzung von Bord schickt und mit der Station in die Erdumlaufbahn steuert, wird eine Einheit Elitesoldaten in Marsch gesetzt, um ihn unter Arrest zu stellen. Aber Merchant hat "Pinhead" bereits gerufen. Verzweifelt versucht er die Offizierin Rimmer von der unvorstellbaren Gefahr zu überzeugen, in der sie alle schweben. Und er erzählt ihr die Geschichte seiner Familie...

    Als den Soldaten klar wird, dass sie sich nicht mehr alleine an Bord der Station befinden, ist es bereits zu spät. Einer nach dem anderen wird von den Cenobiten auf bestialische Weise umgebracht und Merchant bleibt nicht mehr viel Zeit, das zu beenden, was vor Generationen begonnen hat...
  • Review
  • Bild:
  • Bildsystem:
    PAL
    Bildformat:
    1,33:1
    1,66:1 (anamorph / 16:9)

    Fazit:

    Da in dieser Box drei verschiedene Fassungen des Films von gänzlich verschiedenen Mastern und dadurch auch von unterschiedlicher Qualität enthalten sind, haben wir uns dazu entschlossen, alle drei Filmfassungen (Vollbild, Widescreen, Workprint) gesondert voneinander zu bewerten. Da der Workprint allerdings als Bonusmaterial anzusehen ist, wird dieser der Übersicht halber zwar beschrieben, bei der Wertung für Bild und Ton aber nicht berücksichtigt. Gewertet wird der Workprint im Bereich „Extras“.



    Hinweis: Es ist ratsam, während der Lektüre dieses Reviews den verlinkten Bildvergleich in einem separaten Fenster geöffnet zu haben, da im Text oft auf diesen Bezug genommen wird.



    Widescreen-Version

    Diese Fassung ist ein gutes Beispiel dafür, wie man einen an sich nicht schlechten Transfer durch schwache Kompression in den qualitativen Unterdurchschnitt manövrieren kann. Dies fällt bereits beim „Dimension Film“-Logo zu Beginn des Films auf. Das Bild blockt und klotzt hier, wie auch im weiteren Verlauf des Films in homogenen Flächen, sehr stark und sorgt für ein sehr unruhiges Bild. Zum Eklat führen allerdings schnelle Bildwechsel oder an sich „unruhige“ Einstellungen wie beispielsweise bei Pinheads „Tod“ am Ende des Films oder Jacques Tod in der 28.-29. Filmminute. Das Bild als „Block- und Artefaktteppich“ zu beschreiben wäre bei einigen Momenten hier noch untertrieben. Die Videobitrate ist über weite Strecken in Ordnung, das Niveau hätte allerdings generell etwas höher angesiedelt werden können, um zumindest einem Teil der vermeidbaren Kompressionsprobleme aus dem Weg zu gehen. Das körnungsbedingte Rauschen des Filmnegativs ist hier nicht zu erkennen, da es durch die Kompression „gefiltert“ (das Wort „eliminiert“ wäre eigentlich passender) wurde. Zudem fällt bereits während des Dimension-Logos der eher schwache Kontrast negativ auf. Die eigentlich schwarze Hintergrundfläche während der Einblendungen verkommt in einem grünlichen Schleier.

    Abgesehen von dem sehr starken und omnipräsenten Störfaktor Kompression ist das Bild allerdings annehmbar. Der Transfer zeigt die von der Regie gewünschte Bildfassung, die vor allem im Bereich der Farben etliche Stilmittel aufweist. Die Rückblenden wirken daher meist etwas grünlich, die Szenen auf der Raumstation bläulich. Dass die Farben dadurch nur selten natürlich wirken, ist nicht negativ zu bewerten, da es so von der Regie gewünscht war. Da, laut Aussage des Labels, die Pixel am Rand des Bildes fehlerhaft waren, erklärt sich das (im Prinzip falsche) Bildformat von 1,66:1. Spuren hiervon lassen sich in einigen wenigen Einstellungen noch erkennen, beispielsweise in der bläulichen „Weißbildblende“ (in der filterlosen Fassung ist es eine solche) bei Timecode 24:08.

    Die erst kürzlich von Marketing Film veröffentlichte DVD bietet einerseits keine der eben genannten Farbfilter, zudem hat diese das „Originalformat“ 1,85:1. Das Wort Originalformat steht bewusst in Anführungszeichen, da das Bild hier oftmals leicht gestaucht wirkt. Im Bildvergleich ist bereits auf dem ersten Bild deutlich zu erkennen, dass die Proportionen auf der 84 Entertainment DVD etwas natürlicher wirken als die der Marketing. Der größte Unterschied zwischen beiden Fassungen ist allerdings die Detailschärfe. Während die Gesichter in der Marketing-Fassung kaum durchzeichnet sind, kann man in der 84 Version oftmals deutlich mehr Details erkennen. Dennoch ist das Bild auch hier über weite Strecken einfach zu weich und zumindest für größere Betrachtungsflächen dadurch nicht geeignet. Der „Look“ des Films ist in dieser eher düsteren Fassung allerdings deutlich besser als in der filterlosen Marketing- bzw. Vollbildfassung.

    2,5



    Vollbild-Fassung

    Diese Fassung präsentiert das Bild in dem Format, in dem es während des Drehs aufgenommen wurde. Es war allerdings nie geplant, den Film im Vollbild zu veröffentlichen, das gewollte Produktionsformat lag immer bei 1,85:1. Aus diesem Grund hängen an der oberen Bildschirmecke oftmals Mikrophone ins Bild, die in dieser Fassung allerdings retouchiert wurden. Im Vergleich zur 16:9-Fassung sieht man hier an den oberen und unteren Bildschirmkanten wesentlich mehr als in der Widescreen-Version. Interessant ist, dass einige Effektshots auch in dieser Fassung in 1,85:1 (Letterboxed) eingefügt wurden.

    Im Vergleich mit der alten deutschen DVD von MAWA fällt bei der Vollbild-Version von 84 Entertainment vor allem eines auf: Die stark unterdurchschnittliche Schärfe. Details sind kaum zu erkennen, selbst auf kleineren Fernsehern bleibt die Qualität hier deutlich hinter den Erwartungen bzw. den Möglichkeiten eines Vollbild-Transfers zurück. Die alte MAWA DVD zeigt recht deutlich, wie dieser Film im Vollbild-Format aussehen kann. Die Farbfilter der 16:9-Version sind hier ebenfalls nicht vorhanden, sodass das Farbspektrum weitaus natürlicher wirken könnte. Allerdings sind die Farben des für diese Version verwendeten Masters recht schwach und wirken übermäßig dunkel. Durch den steilen Kontrast verfließen Konturen in dunklen Szenen und besonders helle bzw. auch rote Flächen verfließen und überstrahlen. Im Hintergrund fällt eine Mischung aus körnungsbedingtem Rauschen und Farbrauschen auf, sodass das Bild über weite Strecken sehr unruhig wirkt. Die Videobitrate ist in Ordnung, dem Bild stehen meist zwischen 6 und 7 MBpS zur Verfügung, in einigen Szenen fällt diese bei Dunkelheit auch etwas niedriger bzw. stellenweise (z.B. in Minute 75) auch höher aus. Kompressionsspuren fallen dadurch eher in geringem Maße auf.

    Abschließend kann man hier kaum von einem zufriedenstellenden Transfer sprechen, der vor allem im Vergleich mit der bereits vor etlichen Jahren veröffentlichten MAWA DVD einfach nicht mithalten kann.

    2



    Workprint

    Dass dieser Workprint von einer VHS kommt, sollte keine Überraschung darstellen, da derartige Fassungen oft ausschließlich auf diesem Medium erschienen sind. Erkennbar ist dies an der „Play – SP“ Einblendung zu Beginn der Fassung sowie am „Video Calibration“-Text, der während des Films ab und an auftaucht. Dass die Qualität dieser Fassung schlecht ist, sollte auch niemanden überraschen, Workprints haben eigentlich nie gute Qualität. Wenn man diese Fassung mit anderen in Deutschland veröffentlichten Workprints wie beispielsweise „The Punisher“ oder „Das Böse 2“ vergleicht, so ist diese Fassung sogar – und man erkennt nun, wie weit dieser Begriff dehnbar ist – gut. Das Bild ist sehr unscharf und die Farben laufen nahezu konstant in angrenzende Bereiche aus, zudem rauscht das Bild ziemlich stark. All dies ist für Workprints bzw. generell VHS-Abtastungen „normal“, ebenso die Laufzeit- und Kategorie-Einblendungen der Einstellungen am oberen und unteren Bildschirmrand. Wer sich schon öfter Workprints angesehen hat bzw. sich für diese Fassung interessiert, sollte sich von der „schlechten“ Qualität (über die fairerweise auch auf dem Backcover der DVD informiert wird) nicht abhalten lassen.

    Bewertung:
    2,5
  • Ton & Sprache:
  • Tonformat:
    Deutsch (Dolby Digital 5.1)
    Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
    Englisch (Dolby Digital 5.1)

    Untertitel:
    Keine Untertitel
    Fazit:

    Auch beim Ton werden alle drei Fassungen gesondert beschrieben, für die Wertung berücksichtigt werden allerdings wieder nur die Widescreen- und die Vollbildfassung.



    Widescreen-Version

    Verfügbare Tonspuren:

    Deutsch (Dolby Digital 2.0)

    Deutsch (Dolby Digital 5.1)

    Englisch (Dolby Digital 5.1)



    Beim Encoding des Tons der Widescreen-Fassung ist leider ein schwerwiegender Fehler passiert, der dafür sorgt, dass alle drei Tonspuren die erste halbe Stunde asynchron sind. Dies fällt bei der englischen Originalfassung sehr deutlich und auch sehr störend auf. Die Lippenbewegungen passen überhaupt nicht zu dem Gesprochenen, da der Ton dem Bild etwas voreilt. In den deutschen Fassungen ist dieses Problem auch vorhanden, hier fällt es allerdings kaum auf. Die Lippenbewegungen passen bei einer Synchronfassung generell kaum zum gesprochenen Text und deutliche Soundeffekte, an denen man dies festmachen kann, finden sich nur wenige. Mit dem einen Tick zu früh erklingenden Schuh bzw. der sich minimal zu früh schließenden Tür (beispielsweise) könnte man unter Umständen und mit viel Toleranz noch leben, der englische Originalton hingegen ist in der ersten halben Stunde unbrauchbar und somit schlichtweg inakzeptabel. Nach dieser halben Stunde bessert sich der Ton allerdings schlagartig und wird synchron. Wieder ist dies in der englischen Fassung sehr deutlich zu erkennen. Dies ist besonders schade, da der Klang der englischen Version an sich hervorragend und gespickt mit dynamischen und direktionalen Soundeffekten aus allen Boxen erklingt. Szenen wie Pinheads „Tod“ oder auch andere „imposante“ Momente des Films erlangen durch diesen Mix eine gänzlich andere Dimension als in einer Stereo-Version. Wer in diese Dimension eintreten möchte, muss aber wohl oder übel die Vollbild-Version ansehen, da hier der Ton zumindest synchron ist.

    Der deutsche DD5.1-Upmix ist leider auch nicht wirklich brauchbar, da hier der Ton schlicht auf alle Boxen aufgeteilt wurde. Dies führt dazu, dass man auch die Dialoge aus den hinteren Boxen hört, was wirklichem Raumgefühl eher entgegen wirkt. Im Vergleich zu den Surround-Versionen ist der deutsche Stereo-Klang sehr leise und unterscheidet sich (von der Asynchronität zu Beginn mal abgesehen) nicht vom Stereo-Ton der Vollbild-Fassung.

    2



    Vollbild-Fassung

    Verfügbare Tonspuren:

    Deutsch (Dolby Digital 2.0)

    Englisch (Dolby Digital 5.1)



    Der deutsche DD5.1-Upmix wurde bei dieser Version weggelassen. Die hier verfügbare deutsche Stereo-Version klingt im Vergleich mit der MAWA-Version (ebenfalls DD2.0) etwas schwächer im Bereich der Dynamik und des Klangvolumens. Dies fällt nicht nur bei den Effektszenen sondern auch bei den Dialogen bei näherem Hinhören sehr deutlich auf. Zudem kann hier im Hintergrund leichtes Rauschen wahrgenommen werden. Mit Produktionsjahr 1996 ist „Hellraiser: Bloodline“ noch ein recht junger Film, sodass man tontechnisch hier etwas mehr erwarten hätte können – zumal wie bereits beim Bild auch hier die bereits seit Jahren erhältliche MAWA DVD zeigt, wie es geht. Die Dialogverständlichkeit ist in dieser Fassung allerdings sehr gut und der Gesamteindruck trotz der vorhandenen Schwächen in Ordnung. Interessant ist, dass in einigen Szenen im Vergleich zum englischen Originalton vereinzelte Soundeffekte vergessen wurden. Ein Beispiel hierfür ist eine Szene, in der eine Frau von den Ketten gefesselt wird (Minute 59:16). Als die Ketten ihre Knöchel umschlingen, fehlt hier der Soundeffekt. In der alten MAWA Version und auch in der Widescreen-Version war dieser Soundeffekt vorhanden.

    Was diese Fassung allerdings rettet und ihre Wertung von 3,5 Sternen sichert ist der englische Originalton. Im Gegensatz zur Widescreen-Fassung ist dieser hier auch zu Beginn des Films synchron und zeigt, wie ein Film aus dem Jahre 1996 klingen soll. Die Dialoge werden weitestgehend natürlich wiedergegeben und dringen ausschließlich aus dem Center an die Ohren der Zuseher. Der Klang lässt darauf schließen, dass es sich hierbei um einen nativen und nicht hochgemixten DD5.1-Ton handelt. Vor allem in den Szenen mit Pinhead und insbesondere im Finale zeigen sich die Rears sehr aktiv und sorgen für ein Klangbild, das die Wirkung des Films deutlich verstärkt. In Anbetracht dieser wirklich tollen Tonspur kann man über die dezenten Unzulänglichkeiten der deutschen Fassung hinwegsehen und hier 3,5 Sterne vergeben.

    3,5



    Workprint

    Wie für Workprints üblich fehlen in dieser Fassung noch diverse Soundeffekte, die erst in einem späteren Produktionsschritt erstellt und eingefügt wurden. Die Stimmen klingen hier sehr dumpf, dennoch kann man den Dialogen mit ausreichenden Englischkenntnissen (deutsche Untertitel sind nicht vorhanden) folgen. Deutliches Hintergrundrauschen ist in dieser Fassung ebenfalls vorhanden. Der Ton ist zudem allgemein sehr leise, sodass man die eigenen Lautsprecher sehr laut stellen muss, um etwas zu verstehen. Dass man dies gemacht hat ist vor allem beim Wechsel zurück ins Hauptmenü unbedingt zu bedenken, wenn man sich nachher das restliche Bonusmaterial ansehen will, dass wesentlich lauter aufgespielt wurde. Wie beim Bild sei allerdings auch hier erwähnt, dass es in Sachen Tonqualität deutlich schlechtere Workprintfassungen gibt.

    Bewertung:
    2,5
  • Extras:
  • Extras:
    DVD 1: Widescreen-Version 16:9 - Digital Remastered (DVD 9)
    Laufzeit : 76:57 Min. (ohne Abspann) und 80:59 Min. (mit Abspann)

    DVD 2: Fullscreen Version 4:3 - Restaurierte Version (DVD 9)
    Laufzeit : 77:10 Min. (ohne Abspann) und 81:28 Min. (mit Abspann)

    DVD 3: Bonusmaterial (DVD 5)
    Workprint-Fassung (79:44 Min.)
    Die Hellraiser Story (3:14 Min.)
    Die Cenobiten (2:52 Min.)
    Trailer(1:18 Min.)
    Artwork& Promotion
    Making of Artwork (3:20 Min.)
    Galerie'Der Würfel (1:00 Min.)
    Original Drehbuch (Englisch) (15:40 Min.)

    Fazit:

    Während auf den ersten beiden DVDs ausschließlich der Film enthalten ist, widmet sich die dritte Disc ausschließlich dem Bonusmaterial. Das wohl wichtigste Extra und auch einer der schlagkräftigsten Kaufargumente für diese Fassung ist der Workprint – eine unfertige Filmfassung, die bislang auf keiner anderen offiziellen DVD weltweit enthalten war. Leider handelt es sich bei dieser Fassung nicht um die ursprüngliche (und somit weiterhin verschollene) Ursprungsfassung von Kevin Yagher. Diese hatte eine Laufzeit von ca. 2 Stunden und war dem Studio Dimension Films schlicht zu lang und zu unblutig. Daher ließ man Yagher seinen Film unzählige Male bearbeiten und kürzen, bis dieser sein Projekt so weit entfremdet sah, dass er per Ansuchen an die Director’s Guild of Amerika (quasi die „Gewerkschaft“ der amerikanischen Regisseure) seinen Namen aus den Credits streichen und durch das gängige Pseudonym Alan Smithee ersetzen ließ. Die Zusammenarbeit von Yagher und Dimension war an dieser Stelle zu Ende und die Dimension-Produzenten stellten einen neuen Regisseur ein, der mit Nachdrehs und streng überwachtem Schnitt eine für die Produzenten brauchbare Fassung erstellen sollte. Der Film wurde im Endeffekt mit knapp über 80 Minuten Laufzeit veröffentlicht. Die Laufzeit dieses Workprints beträgt zwar ebenfalls nur ca. 80 Minuten (ohne Abspann) und zeigt durch einige „Insert“-Schilder, fehlende Soundeffekte und angedeutete SFX, dass die Fassung von der Fertigstellung noch recht weit entfernt war. Dennoch unterscheidet sie sich sehr stark von der fertigen und somit bereits bekannten Filmfassung. Von der barocken Vorgeschichte wird hier wesentlich mehr gezeigt, die Rahmenhandlung auf der Raumstation Minos wurde stark degradiert und anstatt den Film zu umrahmen, ist sie nur mehr in einigen kurzen Szenen zu sehen. Der Fokus des Films ist somit komplett anders und obwohl der Workprint nicht Yaghers Ursprungsversion entspricht gibt er dennoch einen sehr guten Einblick darin, wie der Film im Laufe der Produktion auch ausgesehen hat.

    „Die Hellraiser Story“ zeigt Ausschnitte aus den ersten vier Teilen der Reihe, ein Sprecher erklärt im Hintergrund die wichtigsten Storyelemente der Filme. Bei den Texteinblendungen, die über Produktionsdatum und die wichtigsten Mitglieder von Cast & Crew Aufschluss geben sollten ist leider ein gravierender Fehler passiert. Teil 2 heißt hier statt „Hellbound“ „Hellound“, da man das „b“ scheinbar vergessen hat.

    „Die Cenobiten“ gibt auf ähnliche Art und Weise einen Überblick über die Cenobiten, die in „Bloodline“ zu sehen sind.

    Die anderen drei hier enthaltenen Slideshows sind allesamt unkommentiert.

    Eine sehr gute Idee versteckt sich im Original-Drehbuch des Films, das ebenfalls als Slideshow hier beigelegt wurde. Leider wurde diese Idee nicht gut umgesetzt, da es mir auch auf mehreren Geräten und mit entsprechender Anstrengung unmöglich war, dieses zu entziffern. Dieses in Form eines PDF Dokuments in einen DVD Rom Part zu legen oder die Seiten größer darzustellen und über den Bildschirm rollen zu lassen hätte geholfen, so ist dieses Drehbuch aber leider einfach nur unbrauchbar.

    Zudem bietet die DVD noch einen Trailer des Films.

    Der Trailer zum Film sowie die beiden Specials „Die Hellraiser Story“ und „Die Cenobiten“ sind allerdings nicht neu, diese sind sowohl auf der MAWA DVD als auch auf der von Marketing Film (inklusive dem oben erwähnten Tippfehler) ebenfalls zu finden.

    Bewertung:
    3,5
  • Gesamt:
  • Fazit:

    „Hellraiser IV“ ist ohne Zweifel einer der fassungstechnisch kompliziertesten Horrorfilme, die bis dato veröffentlicht wurden. Abgesehen von der Tatsache, dass Regisseur Kevin Yagher den Film so oft umschneiden musste, bis er seinen Namen aus den Credits streichen und durch das Pseudonym Alan Smithee ersetzen ließ, heuerte Dimension Films Joe Chapelle an, um einige Szenen nachzudrehen und die Fassung endlich an die Wünsche der Produzenten anzupassen. Nach diesen zig Änderungen blieb ein schon fast als Episodenfilm zu bezeichnendes Schnittwerk, das in der „Hellraiser“-Fancommunity keinen allzu hohen Ruf hat. Als der Film nach Deutschland kam, wurde allerdings noch weiter geschnitten. Während das Pressetape von Marketing noch uncut war, waren alle Kauf-VHS-Fassungen mehr oder weniger stark geschnitten und wahlweise in FSK 16 oder FSK 18 erhältlich. Die erste deutschsprachige Uncut-Fassung war eine Laserdisc von Astro, die auf 500 Stück limitiert und heute kaum noch zu bekommen ist. Hierbei handelt es sich um eine der qualitativ besten Fassungen weltweit. Als der Film seinen Weg auf die DVD fand, ging das Fassungs-Wirrwarr allerdings auch in die nächste Runde. Cine Plus und MAWA brachten eine „Uncut“ FSK 18 Version auf den Markt, die sich bei näherer Betrachtung (siehe Schnittbericht) allerdings als (wenn auch nur geringfügig) geschnitten herausstellte. Den Höhepunkt dieser „Geschichte voller Missverständnisse“ bildete dann die DVD von Sunfilm und Marketing Film im Steelbook, die trotz des Aufdrucks „Uncut Metal Edition“ nur die gekürzte FSK 16 Fassung enthielt. Eine ungeschnittene Austausch-DVD wurde angefertigt.



    Soviel zur Geschichte dieses Films. 84 Entertainment ist nun das erste Label, das eine reguläre deutschsprachige Uncut-DVD dieses Films anbietet – und nicht nur das, gleich sechs verschiedene Covermotive sind in Form einer Hartbox (Limitierung schwankt zwischen 84 und 333 Exemplaren pro Cover) und drei als Monsterboxen (limitiert auf je 222 Stück) erschienen. Dies ergibt eine Gesamtzahl von neun verschiedenen Auflagen, aus denen jeder sicherlich die für ihn beste Coverversion bzw. Aufmachung auswählen kann.



    Vergleicht man diese Auflage mit anderen Releases des Films, so fallen im Rahmen der Qualität leider einige Schwächen auf. Das Bild der Vollbild-Version ist sehr unscharf und bietet auch kaum natürliche Farben, die Widescreen-Fassung leidet an sehr starken Kompressionsproblemen. Zudem fallen beim Ton in einigen Szenen Asynchronitäten auf, der deutsche DD5.1-Ton der Widescreen-Fassung präsentiert sich zudem lediglich als Upmix. Der englische DD5.1-Ton ist hier deutlich überlegen – Dynamik, Raumklang und gut gesetzte direktionale Effekte sorgen für eine gelungene Soundkulisse. Neben diesen gleich zwei verschiedenen Filmfassungen (die sich von einem Logo mal abgesehen ausschließlich durch den Bildausschnitt und die Farbgebung von einander unterscheiden) ist es allerdings das Bonusmaterial, das dieses Release wirklich speziell macht.

    Der Workprint entspricht leider immer noch nicht der Yagher-Fassung (die ja bekanntlich fast 2 Stunden lang gewesen sein sollte und kaum Splatter zu bieten hatte) sondern einer eher späteren Fassung, die allerdings trotzdem im Vergleich zur „fertigen“ Filmversion einige alternative Passagen beinhaltet. Die 84 DVD ist wohl die einzige offizielle DVD weltweit, die eine solche Fassung als Bonusmaterial enthält, dies allein dürfte einige wohl zum Kauf überreden. Dennoch sollte man sich diesen (vor allem im Bezug auf die sehr teuren Monsterboxen) in Angesicht der in diesem Review aufgezählten Schwächen ein zweites Mal überlegen.

    Bewertung:
    2,5
    Verfasst von:
    Playzocker
    Erstellt am:
    03.11.2008

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