Blade Runner - 5-Disc Ultimate Collector's Edition [DVD]

  • Details zum Medium
  • EAN:
    7321925005233
    Label:
    Warner Bros. Entertainment
    VÖ-Termin:
    7. Dezember 2007 [Kauf]
    Freigabe:
    FSK ab 16 freigegeben
    Laufzeit:
    ca. 113 min.
    Ländercode:
    Code 2 (DVD)
    Medientyp:
    DVD-9
    Medienanzahl:
    5
    Verpackung:
    Tinbox
  • Informationen zum Film
  • Der Blade Runner

  • Originaltitel:
    Blade Runner
    Genre:
    Thriller, Sci-Fi, Drama
    Produktionsländer:
    USA, Hong Kong
    Produktionsjahr:
    1982
  • Review
  • Bild:
  • Bildsystem:
    PAL
    Bildformat:
    2,20:1 (anamorph / 16:9)
    2,40:1 (anamorph / 16:9)

    Fazit:

    Bereits seit dem Jahr 2000 arbeitete man bei Warner an einer Neuauflage vom Kult-Klassiker Blade Runner. Rechtliche Probleme haben die Veröffentlichung ewig lange hinausgezögert. Ausserdem war es lange unklar wie die neue Veröffentlichung aussieht. Lange war nur eine 2-Disc SE des 1992er Director’s Cut geplant da Warner an den anderen Fassungen keine Rechte hatte. Dann aber konnte sich Warner 2005 doch noch einigen und alle Rechte an Blade Runner kriegen. Somit stand einer Ultimate Edition nichts mehr im Wege. Fast 2 Jahre später erhält der Fan nun also alle jemals erstellten Filmversionen in einer sehr attraktiven Box und technisch restauriert.

    Enthalten ist auch Ridley Scotts Final Cut: Die neue definitive Fassung des Films. Die Version welche laut Ridley Scotts eigenen Worten „seine“ Fassung ist jetzt. Im folgenden Review will ich ausführlich die technische Qualität der unterschiedlichen Versionen aufzeigen.



    Blade Runner: Final Cut 2007

    Bildformat: 2,40:1 (anamorph)

    Bildqualität:

    Der von Ridley Scott dieses Jahr erstellte Final Cut wurde extrem aufwändig restauriert. Dabei wurden die normalen Filmteile von den Original 35mm Negativen in 4k abgetastet. Die Effektshots sogar von 65mm Material und in 8k! Also Warner hat dabei keine Kosten und Mühen gescheut. Ausserdem wurde der komplette Transfer von Ridley Scott höchstpersönlich überwacht. Das Ergebnis ist schlichtweg absolut atemberaubend!!



    Noch nie hat der Film so brillant ausgesehen. Eine völlig neue Blade Runner Welt offenbart sich da dem Zuschauer. Der prinzipiell gleiche Film, aber mit unendlich mehr an sichtbaren Details und feinen Nuancen. Die Effektaufnahmen sahen noch nie so knackscharf und klar aus. Es gibt teilweise einige Effektshots die etwas stärker Rauschen, aber die meisten sind sehr klar und extrem Scharf. Und auch der restliche Film sieht unheimlich knackig aus. Man könnte meinen er sei erst kürzlich gedreht worden. Die Schärfe ist auf Top Niveau vor allem was die Kanten betrifft. Detailschärfe ist ebenfalls als gut zu bewerten. Nahaufnahmen sehen drehbedingt manchmal etwas weich aus. Dies ist kein Fehler des Films. Die Tiefenschärfe weiss für eine DVD auch extrem zu überzeugen.



    Die Farben sind schwer objektiv zu beurteilen. Blade Runner war seiner Zeit voraus und bot für die damalige Zeit schon eine stark veränderte Optik etc. Dies ist auch der Grund wieso man die Farben eben nicht wirklich bewerten kann. Und hier beim Final Cut hat Ridley Scott die Farbgebung noch mal verändert. Der bestimmende Farbton ist nun grünlich während es vorher bläulich war. Ansonsten wirken die Farben aber innerhalb der sagen wir mal Blade Runner Palette extrem knackig und frisch.

    Filmrauschen ist immer präsent. Manchmal etwas mehr, manchmal weniger. Aber auch dies ist keine Alterserscheinung oder Fehler sondern einfach bedingt durch das verwendete Filmmaterial und die Art des Drehs. Störend für den Filmgenuss ist es nie und wesentlich weniger stark als bei den anderen Fassungen. Aber dazu komme ich später.

    Der Kontrast ist natürlich auch etwas verändert. Der Final Cut ist die dunkelste Filmversion von allen. Das steht dem Film aber ungemein gut und es wird auch nie etwas Entscheidendes verschluckt.

    Ebenso nahezu makellos ist die Kompression. Bei diesem schwierigen Material nicht selbstverständlich! Analoge Verschmutzungen gibt es nicht viele und das ist ein weiterer sensationeller Punkt bei einem 25 Jahre alten Film.

    Es ist schlichtweg grandios was Warner hier geleistet hat. Satte 4,5 Sterne sind mehr als verdient! Hier wurde fast das Optimum aus dem schwierigen Material rausgeholt.

    Wertung: 4.5/5





    Blade Runner: Archiv Versionen

    (82er Kinofassung, 82er Kinofassung international sowie Director’s Cut von 1992)


    Bildformat: 2,40:1 (anamorph)

    Bildqualität:

    Nach dem Final Cut war es bildmässig schon fast ein kleiner Kulturschock bei den Archiv-Versionen. Aber bevor jetzt jemand geschockt aufspringt: Nein auch die Archiv-Versionen sehen gut bis sehr gut aus.

    Es fehlt Ihnen aber an allen Ecken und Enden die Brillanz des Final Cuts. Das Bild sieht nicht annähernd so frisch aus. Alle 3 Archiv-Versionen sind auf dem gleichen Niveau da per Seamless Branching nur jeweils Szenenfragmente eingefügt werden die Fassungs-spezifisch sind. Der Rest ist das gleiche Material.



    Zu aller erst fällt auf, dass es dem Bild im Vergleich mit dem Final Cut an Schärfe mangelt. Für sich gesehen wäre diese Schärfe immer noch super für einen 1982er Film. Vergleicht man aber was beim Final Cut rausgeholt wurde muss man dies anders bewerten. Die Schärfe ist im Kantenbereich gut. Im Detailbereich gibt es ein ordentlich-gut. Es sind deutlich mehr etwas weichere Einstellungen zu finden als noch im Final Cut. Ebenso kann die Tiefenschärfe in keinster Weise mit der des Final Cuts mithalten. Sie ist hier ok, aber nicht mehr.

    Die Farben sind gut und wirken frisch. Hier dominiert wieder der gewohnt bläuliche Ton. Der Kontrast ist ebenfalls in Ordnung bis auf einige sehr dunkle Filmszenen wo er leicht abfällt.

    Die Kompression hier ist sichtbar schlechter als noch beim Final Cut. Es gibt zwischendurch leichtes Blockrauschen zu sehen. Aber insgesamt nichts was gross den Filmgenuss hindern würde. Fällt nur im direkten Vergleich wirklich sofort auf.

    Deutlich stärker als beim Final Cut ist das Rauschen. Hier rauscht es vor allem bei Effektszenen manchmal penetrant. Das war man sich bisher gewohnt bei Blade Runner. Aber der hier viel erwähnte Final Cut hat da halt neue Massstäbe gesetzt. Auch hier gilt: Störend für den Filmgenuss ist es nicht. Im Gegensatz zum Final Cut kommt hier dann aber wirklich halt auch noch altersbedingtes Rauschen hinzu. Insgesamt hat Warner aber auch bei den Archiv-Versionen einen schönen Restaurationsjob gemacht. Das muss man ganz klar sagen! Besser werden die sicher nie mehr aussehen auf DVD. Von daher gibt es verdiente 4 Sterne.

    Wertung: 4/5





    Blade Runner: Workprint

    Bildformat: 2,21:1 (anamorph)

    Bildqualität:

    Der Workprint hat wie erwartet natürlich die schlechteste Qualität von allen Fassungen. Dafür kann natürlich niemand was. Schliesslich werden Arbeitsfassungen sonst selten für den Heimmarkt veröffentlicht und sind eben wie der Name schon sagt unfertige Filmfassungen. Warner ist deswegen hoch anzurechnen, dass sie sogar vom Workprint eine neue HD Abtastung haben machen lassen! Ridley Scott erzählt im Vorwort dass diese Abtastung von der letzten noch bekannten Kopie kam und diese in sehr schlechtem Zustand war.

    Trotzdem hat Warner auch hier digital restauriert und eine Farbkorrektur etc. vorgenommen.



    Natürlich konnte man in diese Fassung nicht den gleichen Aufwand stecken wie in die anderen Filmfassungen. Der Workprint ist ganz klar als Bonus zu sehen. Und dafür sieht er verdammt gut aus. Die meisten Workprints älterer Filme die ich kenne befinden sich höchstens auf VHS Niveau wenn sie für den Heimvideomarkt veröffentlicht werden. Dieser hier befindet sich immerhin auf ordentlichem DVD Niveau. Hauptproblem ist ganz klar der Kontrast und das teils wirklich penetrant üble Rauschen welches hier teils krasse Ausmasse annimmt. Der Kontrast verschluckt manchmal einiges und lässt das Bild gelegentlich etwas absaufen. Ebenso ist der Schwarzwert eher ein dunkles Grau so dass das Bild etwas milchig ist. Das erwähnte Rauschen ist teilweise wirklich so stark, dass es nicht mehr schön anzusehen ist. Des Weiteren ist zu beobachten, dass das Bild extrem zittrig ist, bzw. der Bildstand sehr unruhig. Defekte und Verschmutzungen gibt es auch immer wieder mal.



    Erstaunlich gut gemessen am Material ist die Schärfe gelungen. Sie liegt in allen Bereichen auf ordentlichem Niveau. Ebenso die Farben. Hier wurde wohl noch das Optimum aus diesem stark beeinträchtigen Material rausgeholt. Die Kompression ist auch hier bis auf ein teilweise auftretendes Blockrauschen tadellos. Insgesamt hat Warner es hier geschafft dem Fan den Workprint in wirklich vernünftiger Qualität zur Verfügung zu stellen. Es gibt teilweise DVD Back Katalog Titel die in wesentlich schlechterer Qualität vorliegen!

    Wertung: 3/5





    Fazit:

    Warner zeigt mit dieser DVD Auflage von Blade Runner wo der Hammer hängt. Auf dem aktuellen Final Cut, den Regisseur Scott natürlich präferiert, lag ganz klar das Hauptaugenmerk. Der sieht schlicht atemberaubend aus und weiss zu begeistern. Aber auch die restlichen Versionen wurden sauber restauriert, inklusive dem Workprint. Da der Workprint aufgrund seiner Art nicht stark gewichtet wird ergibt das eine Gesamtnote von stolzen 4,5 Sternen

    Bewertung:
    4,5
  • Ton & Sprache:
  • Tonformat:
    Deutsch (Dolby Digital 2.0)
    Polnisch (Dolby Digital 5.1)
    Spanisch (Dolby Digital 2.0)
    Englisch (Dolby Digital 5.1)
    Deutsch (Dolby Digital 5.1)

    Untertitel:
    Dänisch, Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Norwegisch, Polnisch, Spanisch
    Fazit:

    Auch beim Ton hat Warner keine Mühe gescheut. Beim Final Cut gilt das für alle Tonspuren. Bei den anderen Versionen nur für die englischen.



    Blade Runner: Final Cut 2007

    Tonformate: Deutsch/Englisch/Spanisch/Polnisch 5.1

    Tonqualität:



    WOW! Das ist zuerst mal alles was ich erwähnen konnte nach Sichtung des Final Cuts. Was hier herausgeholt wurde ist begeisternd. Wie schon beim Bild. Warner hat von den Original 6-Kanal Quellen einen neuen 5.1 Mix erstellen lassen. Glücklicherweise auch für die deutsche Tonspur. Als deutscher Filmfan wird man ja immer gerne benachteiligt was die Aufwertung deutscher Sprachfassungen betrifft. Aber hier hat Warner wirklich aus dem Vollen geschöpft! Und zwar gleich extrem, denn die deutsche Fassung hört sich rein technisch sogar besser als der O-Ton an! Allgemein sei zuerst festgehalten, dass beide Spuren fantastisch klingen. Aber der deutsche Sound klingt offener und weiträumiger. Zudem sind die Surround-Lautsprecher wesentlich aktiver ins Geschehen mit einbezogen. Sehr schön zu hören vor allem in Szenen die in der Stadt spielen wo die Stadtatmosphäre wesentlich breiter klingt als im englischen Ton.



    Für die deutsche und englische Spur wurde also komischerweise getrennt abgemischt und nicht dasselbe Music&Effect Master benutzt wie es sonst üblich ist. Meine Vermutung ist aber, dass beide Abmischungen von denselben Quellen gemacht wurden. Man muss sich das so vorstellen als wäre zuerst Tonmeister A ins Studio gegangen und hat vom vorhandenen Material den englischen Ton abgemischt und danach Tonmeister B den deutschen Sound. Dies ist etwas vereinfacht ausgedrückt natürlich. Aber ich denke es ist klar was gemeint ist. Nur eine Vermutung natürlich, aber es würde zumindest erklären wieso sich die beiden Abmischungen in der räumlichen Aufteilung unterscheiden. Es gibt in beiden Spuren Effekte die in der jeweils anderen Sprachfassung so nicht vorhanden sind.



    Zum Beispiel gibt es eine Szene wo Deckard in einem Fahrzeug hoch über der Stadt sitzt und über ihn ein anderes Fahrzeug fliegt. In der deutschen Tonspur wurde dieser Überflug wunderbar abgemischt mit Basseinsatz und klarem Surroundeffekt. In der englischen Fassung ist es nur ein Nebengeräusch. Anders rum gibt es aber auch Stellen die auf Englisch besser klingen. Zum Beispiel ist beim Finale zwischen Roy und Deckard der Basseinsatz besser. Im englischen grollt das Wetter richtig während in der deutschen Spur deutlich weniger Druck vorhanden ist.

    Dann gibt es auch Stellen die absolut identisch klingen.

    Wie dem auch sei…was einem besser gefällt ist wohl auch Geschmackssache in diesem Fall. Über den ganzen Film gesehen nehmen sich die Tonspuren nicht viel und klingen beide absolut grandios gemessen am Filmalter.

    Sie wurden nämlich mit einer super Räumlichkeit ausgestattet und klingen vor allem kristallklar für Material welches seinen Ursprung im Jahr 1982 hat. Die Musik von Vangelis verteilt sich herrlich im Raum und begeistert so wie noch nie. Ebenso hat auch der Subwoofer immer wieder mal etwas zu tun. Auch die rückwärtigen Surround-Lautsprecher werden sehr effektiv eingesetzt. Man hat es nicht übertrieben sondern wollte offenbar einen die Atmosphäre unterstützenden neuen Soundtrack mischen und nicht auf Teufel komm raus wie ein moderner Film klingen. So werden die rückwärtigen Lautsprecher vor allem für Sachen wie fliegende Gleiter oder Regen etc. eingesetzt. Der Löwenanteil des Sounds spielt sich auf der Front ab was aber sehr gelungen ist.



    Überraschend frisch klingen übrigens die deutschen Dialoge. Da war ich sehr überrascht. Offenbar hatte Warner da noch sehr gut erhaltene Aufnahmen dieser Dialoge zur Verfügung. Denn anders ist diese Frische kaum zu erklären. Sehr schön natürlich denn so wirkt der ganze Sound ungemein frisch und auch hier könnte man meinen dass der Film jünger als 25 Jahre ist. In der englischen Tonspur klingen die Dialoge belegter.

    Das viel verbreitete Problem, dass aufgemotzte 5.1 Spuren alter Filme etwas dumpf und monoton klingende Effekte haben ist hier nur wenig vorhanden. Das meiste klingt frisch und natürlich. Nur teilweise gibt es mal etwas dumpfer klingende Toneffekte.



    Insgesamt eine der besten Neuabmischungen die ich jemals gehört habe. Dies vor allem wegen der allgemeinen Soundqualität. Und noch mal: Es ist super, dass dieser Aufwand auch für die deutsche Tonspur betrieben wurde. Die deutsche Sprachfassung des Final Cuts basiert übrigens auf der DC Synchro von 1992 und wurde teils ergänzt durch neu eingesprochene Szenen wenn im O-Ton für diesen Cut Veränderungen vorgenommen wurden.

    Starke 4,5 Sterne!

    Wertung: 4.5/5





    Blade Runner: Beide 82er Kinofassungen

    Tonformate: Deutsch/Spanisch 2.0, Englisch 2.0 und 5.1

    Tonqualität:

    Nach dem in Ekstase versetzenden Erlebnis des Final Cuts war natürlich zu erwarten, dass die Original Kinofassungen von 82 wesentlich schlechter klingen was den deutschen Ton angeht. Dies ist übrigens das erste mal seit langem, dass man diese Fassung wieder auf Deutsch sehen kann. Auf DVD gab es sie nämlich noch nie zu kaufen und im TV läuft auch meistens der DC von 92.

    Gemessen am Alter ist der 2.0 Surround Sound dann auch absolut ok. Er hört sich etwas angestaubt an. So fehlt es an Höhen und die Dialoge wirken belegt wenn auch immer gut verständlich. Auch der restliche Sound wirkt halt einfach alt. Aber ansonsten ist es ganz solider 2.0 Ton der vor allem auf der Front eine ganz ordentliche Kanaltrennung besitzt und einige räumliche Effekte bietet. Solider Ton fürs Alter.

    Der englische 5.1 Ton kommt ebenfalls in keiner Weise an die 5.1 Neubearbeitung des Final Cuts heran ist aber eine akkurate Reproduktion des damaligen 6-Kanal-Sounds mit einer guten Räumlichkeit und sogar etwas Druck. Er ist natürlich um Welten besser als der deutsche 2.0 Sound. Das ist klar. Insgesamt 3 Sterne da wir hauptsächlich den deutschen Sound bewerten.

    Wertung: 3/5





    Blade Runner: Director’s Cut 1992

    Tonformate: Deutsch/Spanisch 2.0, Englisch 2.0 und 5.1

    Tonqualität:

    Der Director’s Cut liegt auf Deutsch wie schon die Kinofassung in 2.0 Surround vor. Hier gibt es aber einen deutlichen Qualitätssprung zur Kinofassung da der DC damals neu synchronisiert wurde und dementsprechend auch eine komplett neue Abmischung erhalten hat. Dadurch ist er von 1992 und nicht von 1982. Der Sound ist wesentlich offener als die Kinofassung und besitzt nun eine schöne recht breite Front und hat auch hinten zwischendurch etwas zu bieten. Die Dialoge klingen auch wesentlich frischer als die der Kinofassung. Trotzdem kann auch diese Spur ihr Alter von 15 Jahren nicht verbergen und klingt leicht belegt und nicht so kraftvoll.

    Für den englischen 5.1 Sound gilt der gleiche Text wie bei der Kinofassung.

    Wertung: 3.5/5





    Blade Runner: Workprint

    Tonformate: Englisch 5.1

    Tonqualität:

    Zum Workprint gibt es nur englischen 5.1 Ton. Völlig klar, dass hier nicht aufwändig neu gemischt werden konnte für andere Sprachen. Das wäre für einen Workprint dann doch zuviel des guten gewesen. Immerhin gibt es aber Untertitel in allen möglichen Sprachen.

    Der englische 5.1 Sound klingt hier etwas rauschig und betagt im Vergleich mit Kinofassung und Directors Cut. Vom Final Cut ganz zu schweigen.

    Dennoch ist es eine ganz nette 5.1 Präsentation die natürlich immer noch wesentlich besser als eine 2.0 Tonspur ist. Sehr ordentlich

    Wertung: 2.5/5

    Bewertung:
    4,0
  • Extras:
  • Extras:
    Disc 1: Final Cut
    Einleitung von Ridley Scott
    Audiokommentar von Ridley Scott
    Audiokommentar von dem ausführenden Produzenten/Co-Drehbuchautor Hampton Fancher, Co-Drehbuchautor David Peoples, Produzent Michael Deeley und der Gesammtverantwortlichen für die Produktion Katherine Haber
    Audiokommentar von Designer Syd Mead, Szenenbildner Lawrence G. Paull, Grafiker David L. Snyder und Special Photographic Effects Supervisors Douglas Trumbull, Richard Yuricich und David Dryer

    Disc 2: Making Of
    Making Of "Dangerous Days: Making-of Blade Runner" (3,5 Stunden)

    Disc 3: Archiv-Versionen
    Einleitungen von Ridley Scott zu allen Filmfassungen

    Disc 4: Specials
    Der Anfang
    Der Elektrische Träumer: Autor Philip K. Dick (14 Min.)
    Das Opferlamm: Der Roman gegen den Film (15 Min.)
    Philip K. Dick: Die Blade Runner-Interviews (Audioaufnahmen)

    Die Erschaffung
    Zeichen der Zeit: Das Grafikdesign (13 Min.)
    Die Modeder Zukunft: Garderobe und Styling (20 Min.)
    Bildtests: Rachel und Pris (8 Min.)
    Ein Licht, das ewig scheint: Erinnerungen an Jordan Cronenweth (20 Min.)
    Nicht verwendete und alternative Szenen (45 Min.)

    Die Zeitlosigkeit
    1982 Promotion Special (36 Min.)
    Trailer und TV-Spots (11 Min.)
    Promotion für Distopia: Die Huldigung der Poster-Kunst (9 Min.)
    Aufdecken eines Replikanten: Die wahre Natur von Rick Deckard (9 Min.)
    Verknüpfung der Generationen: Fans & Filmemacher (21 Min.)

    Disc 5: Workprint
    Einleitung von Ridley Scott
    Audiokommentar von Paul M. Sammon, Autor des Buches "Future Noir"
    Dokumentation zu allen Blade Runner Filmversionen: All unsere Zukunftsvarianten (28 Min.)



    Fazit:

    Jetzt kommen wir zu einer weiteren Glanzsektion dieses DVD Sets: Die Extras! Was hier geboten wird ist wahrlich der absolute Overkill an Zusatzmaterial. Ein normal sterblicher braucht ewig für dies alles durchzusehen. Zuerst erwähnen möchte ich auch die gelungene Aufmachung der Tin-Box. Ein echtes Sammlerstück. Filmstreifen, Brief von Ridley Scott, Original Konzeptzeichnungen und und und. Wunderschön!

    Das Zusatzmaterial auf den Silberscheiben ist auch wunderschön! Zentrales Element ist die 3,5 Stunden (!!) dauernde Doku mit Interviews von fast allen noch lebenden Beteiligten sowie vielen seltenen alternativen Filmaufnahmen! Dies alles wurde zu einer der interessantesten Dokus in der Geschichte von DVD Extras zusammengemixt! Von A bis Z wird auf alles eingegangen und nichts beschönigt! Auch die zahlreichen Probleme werden angesprochen und geben dem Zuschauer so einen ausführlichen und realistischen Blick auf die Entstehung von Blade Runner von der Vorproduktion bis zum Einfluss auf die Kultur lange nach Kinostart. Wirklich grandios. Danach ist man erst mal geplättet. Langweilig wird’s zu keiner Sekunde. Aber das krasse ist ja, dass dies längst noch nicht alles war. So gibt es verteilt auf die anderen Discs noch zahlreiche weitere kurze Dokus, unter anderem zu Philip K. Dick oder anderen Themen. Diese sind ebenfalls sehr interessant

    Auch eine Doku zu den verschiedenen Filmfassungen mit Fokus auf die Entstehung des Final Cuts gibt es. Diese dürfte nach der grossen Hauptdoku am interessantesten sein.

    Dann gibt es noch gut 45 Minuten an geschnittenen Szenen die man sich wahlweise auch hintereinander ansehen kann und Hervorragenderweise chronologisch abgespielt werden so dass man eine Art weitere Filmfassung draus machen kann. Sehr schön.



    Als krönenden Abschluss gibt es diverse Audiokommentare. Allein 3 zum Final Cut welche alle hochinteressant sind.

    Also wer hier nicht genug Bonusmaterial hat wird nie zufrieden sein! Ganz klar eine der Bonus-Referenzen was Back Katalog VÖ’s betrifft und alles andere als die Höchstwertung wäre Blasphemie!

    Bewertung:
    5,0
  • Gesamt:
  • Fazit:

    Blade Runner ist ein Phänomen. Er ist im Kino zuerst gefloppt weil die Leute damals noch nicht bereit waren dafür. Über die Jahre auf Video ist er aber Kult geworden. Die Fans haben ihn also zum Klassiker gemacht. Ähnlich wie bei „Die Verurteilten“ welcher auch gefloppt ist im Kino und erst im Videomarkt zu einem gefeierten Klassiker geworden ist. Blade Runner zählt heute zu den grossen Sci-Fi Klassikern und gilt für viele als Meisterwerk. Dabei ist der Film gewiss kein Mainstream sondern vor allem in der Fassung ohne Off-Stimme eher schwer zugänglich, aber nicht minder genial.



    Warner hat es endlich geschafft dieses Meisterwerk der Filmgeschichte mit einer mehr als würdigen DVD Version auszustatten! Was die Warner Brüder hier abliefern ist ein absolutes Meisterstück in Sachen DVD Veröffentlichungen und ist ganz klar die Nummer 1 Veröffentlichung des Jahres 2007 in meinen Augen. Brillante Technik, allen voran beim Final Cut und Bonusmaterial bis zum abwinken plus dazu noch ungemein hübsch verpackt. Ein Muss für jede DVD Sammlung und eine zu Tränen rührende VÖ für eingefleischte Blade Runner Fans. Danke Warner!

    Bewertung:
    4,5
    Verfasst von:
    Erstellt am:
    13.12.2007

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