Quentin Tarantino vergleicht digitales Filmen mit Veggie-Burgern!

Ob man ihn nun mag oder nicht, ob man nun mit seinen Meinungen konform geht oder nicht, eins muss man Quentin Tarantino zugestehen: Der Mann aus Knoxville liebt das Kino wie nur Wenige. Tarantino weigerte sich schon immer, digital zu Filmen. Die Bilder, die man bekommt, wenn man nicht auf Zelluloid dreht, sondern auf Festplatten, missfallen dem Regie-Genie sehr. Mehr noch, er findet sogar, dass die Köpfe hinter den Kulissen einfach zu faul seien, um „richtig“ zu drehen. Als die Sprache auf den hochdekorierten Kameramann Sir Roger Deakins („Dune“, „Blade Runner 2049“) kam, konnte sich der Tarantino einfach nicht zurückhalten:

„Eigentlich ist es einfach: ich möchte mir für die Beleuchtung Zeit nehmen, Deakins wohl nicht. Wenn man digital filmt, da weiß man, was man kriegt. Da gibt es keine weiteren fünf Schritte, die erst im nachhinein gemacht werden. Natürlich kann Deakins in „Sicario“ Nachtszenen drehen, weil er eben keine Vier Lastwagen voll mit Beleuchtungsmaterial benötigt. Er kann seine Nachtszenen auch bei Tag drehen, man kann ja alles später ändern. Beim analogen Filmen brauchst Du aber eine glasklare Vorstellung vor dem, was Du willst! Du kannst nicht den ganzen Tag rumblödeln und dann sagen :“ Okay, hier benötige ich mehr schwarz, der Typ da, in dem Fenster, der muss raus.“ Nein, mit analogem Film musst Du alles sehr genau planen. Jeder Kinobesucher wird merken, dass analoger Film wie, naja Film eben aussieht. Wenn man etwas dreht, was man mit einer Kamera nicht einfangen kann, etwas, dass mit echtem Film nicht gedreht werden kann, dann nur zu: Dann ist das absolut okay, auf digital zurückzugreifen. Wenn man aber digital dreht und dann danach Filter drauflegt, damit das Bild körniger wirkt oder als ob der mit richtigem Film gedreht wurde, was soll dann der Scheiß? Dann dreh doch mit echtem Film! Dann ist das genau das Gleiche,  wenn Du sagst: „Oh wow, dieser Veggie Burger schmeckt wie ein echter, dann iss doch einen echten!“

Was denkt Ihr über die digitalen Bilder, die George Lucas erstmals mit seinem „Star Wars – Episode II – Angriff der Klon-Krieger“ benutzt hat? Liebt Ihr sie mehr, als die alten körnigen Aufnahmen? Schreibt es uns in die Kommentare:

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Über Kamurocho-Ryo 3553 Artikel
Meine Liebe zum Film entflammte so richtig im Jahre 1993, als mein 11-jähriges Ich von der gigantischen Werbekampagne zu "Jurassic Park" gehirngewaschen wurde. Seit dem ist dies auch mein Lieblings-Film. Entgegen dazu, hängt mein Herz aber am asiatischen Kino und der ganzen Kultur. Ganz egal ob Japan, Philippinen, Thailand, Indonesien, China oder Korea, die Filme aus Asien sind immer etwas ganz besonderes und unendlich viel tiefer als der amerikanische Hollywood-Einheitsbrei. Spieletechnisch hatte ich eine hervorragende Kinderstube, soll heißen, NES und GAME BOY bevor viele weitere folgten. Bin dennoch ein Sega-Jünger. Lieblings-Regisseure: Hideaki Anno, Akira Kurosawa Lieblings-Spiele: Metal Gear Solid 1, Final Fantasy VII, Zelda - Ocarina of Time Lieblings-Film-Komponist: Jerry Goldsmith

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