"The Undertaker" mit Joe Spinell erscheint erstmals im deutschsprachigen Raum fürs Heimkino

Verfasst von Irwin M. Fletcher am 21.01.2020 um 08:36

 

Zwei behandschuhte Hände streicheln über den nackten Körper einer Frau, die, aufgebahrt auf einem kalten Metalltisch in der Mitte eines finsteren Raums, unter einem weißen Laken liegt. Ihre Brüste sind entblößt, während sie zunächst sanft und nahezu liebevoll gestreichelt, später mit etwas Druck massiert werden. Die Augen der Frau starren leblos ins Leere. Sie ist tot; ihr Hals ist blutüberströmt in Folge von massiver Gewalteinwirkung. Die zärtlichen Liebkosungen ihres Körpers ist Teil des morbiden Liebesspiels eines perversen, von kranken Neigungen getriebenen Serienmörders. Als Bestatter des örtlichen Beerdigungsinstituts pflegt "Uncle Roscoe" eine sehr "innige" Beziehung zu seinen vornehmlich weiblichen "Klienten", die er sich als Nachschub für sein grauenhaftes Schreckenskabinett meist selbst besorgt. Sein Geschäft ist der Tod und die Leidenschaft für seine Arbeit geht weit über den professionellen Umgang mit den Leichnamen hinaus. Der Drang seine bizarren Neigungen ausleben zu können, lässt ihn zum bestialischen Killer werden. In Kleidersäcken versteckt, hängen sie von der Decke. Doch die kranke Leidenschaft des Bestatters bleibt anderen nicht lange verborgen. Wer sich ihm und "seinen" Toten in den Weg stellt, landet kurz darauf selbst im "Leichenhaus des Grauens".

 

Der von Franco Steffanino inszenierte Slasher "The Undertaker" hatte es nicht leicht in der Produktion - obwohl 1988 zwar mehr oder weniger (als Stückwerk) fertiggestellt, sollte es satte 30 Jahre bis zu einer offiziellen Veröffentlichung dauern. 2010 nahm sich Code Red dem Titel dann endlich an, fertigte eine neue Schnittfassung und brachte "The Undertaker" erstmals auf DVD heraus (diverse Bootlegs lassen wir mmal außer acht). Hauptdarsteller Joe Spinell (sollte jedem aus "Maniac" ein Begriff sein) verstarb nicht lange nach den Dreharbeiten, "The Undertaker" sollte sein letzter Film gewesen sein.

 

Ab dem 31. Januar 2020 kommen nun auch endlich deutschsprachige Horror-Fans erstmals in den Genuss von "The Undertaker", denn Inked Pictures haben den Slasher gleich in sechs verschiedenen Mediabooks (444-222-222-66-66-66) angekündigt und das in der wattierten Variante als 'Bloody Premium Edition' (das hat allerdings auch seinen Preis). Enthalten sind alle drei Schnittfassungen inkl. der weltweit längsten Uncut-Fassung auf Blu-ray, Mike Blankenburg steuerte ein 24-seitiges Booklet bei. 

 

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