Astro-Chef Oliver Krekel reichte "Gesichter des Todes" bei der FSK ein - mit überraschendem Ergebnis

Verfasst von Irwin M. Fletcher am 12.01.2020 um 17:52

 

 

Astro-Chef Oliver Krekel, für einen kontroversen Meinungsaustausch immer gerne zu haben, legt sich mal wieder mit Deutschlands Zensurbehörden an. Dieses Mal geht es um die berühmt-berüchtigte Fake-Doku "Gesichter des Todes" aus dem Jahre 1978, der auf Krekels Release-Liste ganz oben steht und aus diesem Grund zur Neuprüfung bei der FSK eingereicht werde sollte. Um das Problem mit der nach wie vor gültigen Indizierung des Films zu umgehen, ließ Krekel den Film kurzerhand umschneiden, entfernte einige Gewaltspitzen (Affe, elektrischer Stuhl etc.) und fügte einige Stellen, welche in der alten Fassung bereits gefehlt haben, wieder ein. Nach Krekels Meinung sollte diese neue Schnittfassung dann nicht mehr als inhaltsgleich mit der indizierten Version gelten und einer FSK 18 stünde dann nichts mehr im Wege. Doch die FSK lehnte eine Neuprüfung ab - mit der Begründung, dass auch die neue Fassung im wesentlichen immer noch inhaltsgleich mit der indizierten Fassung sei. 

 

Doch ein Oli Krekel gibt sich nicht so leicht geschlagen und drohte der FSK mit Klage - "mit dem Ziel festzustellen, ob die FSK als alleinige Kennzeichnungsbehörde eine Prüfung, noch dazu eines Films, der definitiv durch Schnittliste nachgewiesen nicht inhaltsgleich sein kann, überhaupt ablehnen kann oder ob die FSK immer verpflichtet ist ihren Grundsätzen nachzukommen und den Film laut Antrag zu prüfen." Diese Drohung hatte offenbar Gewicht, so bot die FSK dem Astro-Chef die "Möglichkeit der Zweifelsfallentscheidung" an, bei der ein Film nicht auf Antrag eines Lables, sondern auf Antrag der FSK neu bewertet wird. Also sichteten die Herrschaften der BPjM im Beisein von Oliver Krekel zusammen die neue Fassung von "Gesichter des Todes" - und kamen zu dem Ergebnis, dass diese Version als NICHT mehr inhaltsgleich mit dem Original zu sehen ist und einer Neuprüfung durch die FSK nichts mehr im Wege steht

 

Den ganzen Text könnt ihr auf Oli's Fcebook-Seite nachlesen, es lohnt sich wirklich weil wirklich toll geschrieben: