Berichte über problematischen Dreh von "Men in Black International" kommen ans Licht!

Verfasst von Waldemar Witt am 18.06.2019 um 09:58

 

"Men in Black International" startete kürzlich weltweit in den Kinos und verfolgte das Ziel, das Franchise mit neuem Leben zu erfüllen.

 

Leider war jedoch das genaue Gegenteil der Fall und der Film, geführt von Chris Hemsworth und Tessa Thompson, floppte bereits während seinem Startwochenende mit der schwächsten Eröffnung der gesamten Reihe. Dass der Film zusätzlich weitreichend von Kritikern vor allem für seine uninspirierte, generische Handlung und nicht zündende Comedy verrissen wird, unterstützt den Film dabei leider auch nicht.

 

Nun berichtet The Hollywood Reporter von einem sehr problematischen Dreh des Films, der Hinweise darauf gibt, dass etwas mehr für den Flop des Films sorgte als "einfach nur ein schlechtes Drehbuch".

 

So erfuhr The Hollywood Reporter über einen anonymen Sony-Insider, dass das ursprüngliche Drehbuch des Films wesentlich überzeugender und deutlich anders gewesen sein soll, als das des finalen Films (nachdem die ursprüngliche Idee eines Crossover-Films zwischen "Men in Black" und "21 Jump Street" verworfen wurde). Das ursprüngliche Drehbuch soll sich dabei vor allem auf das Thema der Immigration konzentriert haben und so eine Brücke zu aktuellen realen Polit-Themen gekonnt geschlagen haben. Der Insider unterstrich dabei, dass es vor allem das ursprüngliche Drehbuch war, welches dafür sorgte, dass Tessa Thompson und Chris Hemsworth für den Film zusagten: "Du überzeugt Tessa Thompson und Chris Hemsworth nicht [von dem Film], wenn das Drehbuch nicht gut ist."

 

Erste Probleme sollen jedoch aufgetaucht sein, als Produzent des Films David Beaubaire 2018 das Projekt verließ und kein direkter Nachfolger zeitnah seinen Platz einnahm. Als Folge begann ein kreatives Hin-und-Her und diverse Meinungsverschiedenheiten zwischen Regisseur F. Gary Gray und Produzent Walter Parkes. Vor allem Parkes soll wiederholt nicht mit der Richtung des Films und dem Drehbuch zufrieden gewesen sein, weshalb er sowohl in der Pre-Production-Phase als auch sogar während dem Dreh das Drehbuch mehrfach abändern ließ. Den Schauspielern sollen dabei täglich plötzlich veränderte Szenen vorgelegt worden sein. 

 

Die ständigen Abänderungen sollen für eine solch gestresste Stimmung am Set gesorgt haben, dass Thompson und Hemsworth sogar eigene Dialog-Coaches engagiert hatten, die während dem Dreh die Dialoge zwischen den Charakteren "aufpeppen" sollten - mit mäßigem Erfolg. Produzent Walter Parkes war derweil wohl auch während dem Dreh anwesend und mischte sich in die Regie-Arbeit von F. Gary Gray ein, was diesem natürlich stark missfiel. Die Auseinandersetzung zwischen Parkes und Gray soll sogar soweit geführt haben, dass Gray mehrfach versuchte, das Projekt direkt zu verlassen. Laut dem Sony-Insider wurde Gray jedoch stets überredet, das Projekt zu Ende zu führen. 


Die Auseinandersetzungen zwischen Parkes und Gray sollen sich teils um so triviale Dinge wie die "Farbgebung einzelner Szenen" gedreht haben. Laut dem Sony-Insider verhielt sich Parkes "wie ein Brandstifter und Feuerwehrmann gleichzeitig".

 

Thompson und Hemsworth fanden sich derweil in einem Film wieder, der nicht das wiederspiegelte, was das ursprüngliche Drehbuch versprach und versuchten einfach das beste aus der Situation zu machen.

 

Während die Post-Produktion des Films wesentlich reibungsloser abgelaufen sein soll, soll sich Sony Pictures jedoch spätestens ab diesem Zeitpunkt nicht mehr wirklich "um den Film gekümmert haben". Das Studio legte nach den ganzen Dreh-Schwierigkeiten nur wenig Hoffnung in den Film und verhielt sich laut dem Insider wie ein "desinteressierter und nicht anwesender Vermieter". Von dem Film sollen zudem zwei Schnittfassungen erstellt worden sein - eine von Regisseur F. Gary Gray und eine unter der Leitung von Produzent Walter Parkes - schlussendlich war es die Fassung von Parkes, für die sich das Studio entschied und welche in den Kinos veröffentlicht wurde.

 

Aktuell besitzt "Men in Black Interantional" eine Wertung von 24% auf RottenTomatoes und ist der somit am schlechtesten bewertete Film der gesamten Reihe (zumindest gemäß RottenTomatoes).