"X-Men: Dark Phoenix" floppt gewaltig - Insider enthüllen die Gründe des Desasters

Verfasst von Waldemar Witt am 11.06.2019 um 10:11

 

Der letzte traditionelle "X-Men"-Film aus dem Hause 20th Century Fox ist mit "X-Men: Dark Phoenix" angelaufen....und floppt derzeit gewaltig an den weltweiten Kinokassen.

 

So hat sich der Film bspw. auf der beliebten Filmkritik-Webseite RottenTomatoes auf enttäuschende 22% festgefahren - die schlechteste Bewertung der gesamten "X-Men"-Filmreihe (sogar schlechter als "X-Men: Origins - Wolverine"!).

 

Doch wie kam es zu dieser Katastrophe für das Franchise?

 

Anonyme Insider des Studios äußerten sich nun gegenüber The Hollywood Reporter zu den diversen Gründen, welche das Projekt quasi von Anfang an zum Scheitern verurteilten.

 

So soll bereits seit dem ebenfalls enttäuschenden "X-Men: Apocalypse" eine große Unruhe und Unsicherheit bestanden haben, bezüglich der Frage, in welche Richtung sich das Franchise nun entwickeln solle und was genau verbessert werden muss, um erneutes Interesse an der Reihe zu wecken.

 

Gemäß einer anonymen Quelle soll sich dazu entschlossen worden sein, sich im nächsten Film der Reihe ("Dark Phoenix") mehr auf die Charaktere als auf Action und Explosionen zu konzentrieren. Eine mögliches Desinteresse der Fans am Franchise bzw. den X-Men selbst wurde jedoch gänzlich außer Frage gestellt - das Desinteresse wurde auf das Übermaß an Action geschoben.

 

Und während "Logan" bspw. einen guten Mix aus Action und Drama hinlegte (wobei das Drama sogar überwiegte), soll es bei "Dark Phoenix" stark an Enthusiasmus beim Projekt selbst gefehlt haben, während bspw. bei "Logan" vor allem Regisseur James Mangold und Hugh Jackman passioniert am Film zusammenarbeiteten.

 

Vor allem der sich immer stärker anbahnende (und schlussendlich erfolgte) Deal mit Disney soll dafür gesorgt haben, dass die Motivation an der Arbeit am Film immer kleiner wurde. Nur wenige der involvierten Produzenten und Kräfte hinter dem Film legten den nötigen Enthusiasmus an den Tag, mit diesem letzten "Fox-X-Men-Film" die Reihe mit einem großen Knall enden zu lassen. Eine der anonymen Quellen äußerte sogar, dass besonders bei Marketing-Fragen so agiert worden ist, als hätte bereits jeder der Involvierten "ein Auge auf die nächstbeste Tür" geworfen.

 

Auch die ständigen Verschiebungen des Kinostart-Termins des Films halfen dabei nicht. Denn so war "Dark Phoenix" nie als großer Sommer-Action-Blockbuster geplant, sondern als (wie bereits erwähnt) Charakter-fokussierter-X-Men-Film. Innerhalb eines Release-Monats, in welchem "Avengers: Endgame", "John Wick 3", "Godzilla 2" und "Men in Black International" als große Popcorn-Blockbuster die Kinos füllen, hat ein vergleichsweise sehr langsamer Film wie "Dark Phoenix" keine Chance.

 

Diese Faktoren in Kombination mit einem schlussendlich einfach schwachen Drehbuch und (vor allem) der anbahnenden Übernahme und geplantem Reboot der Reihe von Disney, sollen dazu beigetragen haben, dass die X-Men leider mit einem der schwächsten Filme der gesamten Reihe vorerst aus den Kinos verschwinden.

 

Wie viele Fans bereits weitreichend äußerten, hätte wohl wirklich lieber "Logan" der finale Film der Reihe sein sollen.