"Hellboy" - Nach Flop bei Kritikern kommen Berichte zum katastrophalen Dreh ans Licht!

Verfasst von Waldemar Witt am 12.04.2019 um 15:58

 

Das "Hellboy"-Reboot mit David Harbour als neuem teuflischen Helden hat kürzlich seinen Weg in die Kinos gefunden...und vielleicht wäre dieses Reboot doch lieber nie erschienen.

 

Denn so wird "Hellboy" (Dt. Titel "Hellboy - Call of Darkness") derzeit von Kritikern verrissen. So soll der Film vor allem durch eine unfokussierte Story, schlechtes CGI, schwache Dialoge und unüberzeugende Darstellungen der Schauspieler kein gutes Kinoerlebnis bieten - wodurch sich nun umso mehr jeder Fan Guillermo Del Toro für ein "Hellboy 3" zurückwünscht. Aktuell besitzt der Film ca. 11% auf der Kritik-Seite RottenTomatoes.com.

 

In diesem Sinne gelangten nun jedoch Berichte von anonymen Filmcrew-Mitgliedern des "Hellboy"-Drehs über The Wrap ans Licht, welche aussagen, dass der Flop des Films für die Crew-Mitglieder keine Überraschung ist - denn der Dreh des Films soll ein großes Chaos gewesen sein.

 

Die anonymen Filmcrew-Mitglieder berichteten dabei The Wrap, dass es vermehrt zu Streitigkeiten zwischen den Schauspielern und Regisseur Neil Marshall als auch vor allem Neil Marshall und den Produzenten des Films, Lawrence Gordon und Lloyd Levin, kam.

 

Nicht nur soll der Dreh des Reboots so chaotische Züge angenommen haben, dass David Harbour mehrfach nach "unnötig vielen Takes" das Set verließ, sondern auch dass Harbour und Co-Star Ian McShane mitten im Dreh Teile des Drehbuchs gänzlich umschrieben.

 

Die Produktion lief darauf hinaus, dass Regisseur Neil Marshall nach und nach die Kontrolle über das Projekt verlor und dies seinen Höhepunkt in der intensiven Einmischung der Produzenten Lawrence Gordon und Lloyd Levin fand.

 

Diese sollen angeblich sogar Marshall eine "Lektion erteilen wollen, wer das Sagen bei der Produktion hat" und somit die Drehs stark kontraproduktiv beeinflusst haben. So feuerten die Produzenten nach kurzer Zeit Marshalls sehr vertrauten Kameramann Sam McCurdy und gaben mehrmals den Darstellern des Films gegensätzliche Direktionen im Vergleich zu Marshalls Anweisungen. Die Darsteller sollen derweil sehr frustriert aufgrund dieses "Machtkampfs" am Set gewesen sein, und nicht genau gewusst haben, wie sie nun ihren Charakter in der jeweiligen Szene darstellen sollten. (Entsprechend wäre wohl verständlich, warum David Harbour mehrfach das Set aus Frustration verließ).

 

Allein die Gestaltung eines gewissen magischen Baums der Blood Queen (zu sehen in den Trailern) soll ein großes Streit-Thema zwischen Marshall und dem Produzenten-Duo gewesen sein. Der Grund: während der Regisseur darauf bestand, den Baum asymmetrisch zu gestalten, wollten die Produzenten um jeden Preis einen symmetrischen Baum im Film, was zu sehr hitzigen Diskussionen führte. (Schlussendlich ist im finalen Film jedoch wohl ein asymmetrischer Baum zu sehen.)

 

Allen gemachten Anschuldigungen gegen Produzenten Lawrence Gordon und Lloyd Levin wurden jedoch bereits offiziell durch deren Anwalt Martin Singer widersprochen.

 

Ob nun Marshall oder Produzenten Gordon und Levin (die jedoch ebenfalls an den zwei originalen "Hellboy"-Filmen mit Del Toro tätig waren) Schuld an den Problemen waren, ist jedoch sicher, dass der Dreh des Reboots für niemanden ein schönes Erlebnis zu gewesen sein schien.

 

"Hellboy - Call of Darkness" ist derzeit in den Kinos zu sehen.