Die Top 5 - Kino-Flops 2018

Verfasst von Waldemar Witt am 24.01.2019 um 19:18

 

Trotz einiger positiver Überraschungen und wahrer Highlights, war aber auch nicht alles rosig in der Kinolandschaft 2018.
So erfüllten auch einige Blockbuster leider überhaupt nicht die Erwartungen die Fans an sie hatten, was für so einige Tiefpunkte bei einigen Franchises sorgte. Die folgenden Top 5 Kino-Flops 2018 sind dabei nicht zwingend die absolut schlechtesten Filme des Jahres, aber definitiv unsere größten Kino-Enttäuschungen 2018.

 

 

Platz 5

 

 

"Jurassic World" schlug 2015 ein wie eine Bombe - auch wenn das Franchise nun deutlich eine neue Richtung einschlug.

"Mehr ist mehr" lautete die Devise von "Jurassic World". Und so erfreute es Fans nur umso mehr als berichtet wurde, dass "Jurassic World: Das gefallene Königreich" auf mehr animatronische Dinos und mehr Horror-Atmosphäre setzen sollte.

Die Enttäuschung war groß als Fans feststellen mussten, dass "Jurassic World: Das gefallene Königreich" sogar noch aufgeblasener und noch uninspirierter geschrieben wirkte als sein Vorgänger. Von überdrehten Action-Sequenzen wie einem Vulkanausbruch, über diverse Plot-Löcher und einem weiteren Hybrid-Dino, bis hin zu einem finalen Akt, der alles andere wirkte als wie ein Film des "Jurassic Park"-Franchises. "Jurassic World: Das gefallene Königreich" ist dabei am Ende leider nur ein Schatten der genialen Balance aus Action, Horror und tiefgründigem Thriller des originalen "Jurassic Park". Stattdessen fühlt sich das Franchise nun an wie das neue "Transformers" mit Dinos.

 

 

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Platz 4

 

 

Wenn man allein schon die Vorstellung verrückt findet, dass tatsächlich ein Solofilm um "Venom" ohne Spider-Man auf die Beine gestellt worden ist, der sollte sich den tatsächlichen Film erstmal ansehen.

Auch wenn bereits zu Beginn Marvel-Fans skeptisch bezüglich der Ankündigung eines "Venom"-Films waren, machte sich jedoch Spannung breit inwiefern "Venom" das Potential dieses beliebten Marvel-Schurken ausschöpft.

Doch statt passendem Gore und einem R-Rating wurde "Venom" leider komplett weichgespült. Auch wenn das Miteinander zwischen Venom und Eddie Brock (Tom Hardy) weiterhin einige kleine Highlights im Film bietet, enttäuschte "Venom" dadurch, dass der Charakter schlussendlich doch eher wie ein Superheld als wie ein Schurke oder gar Anti-Held daherkam. Durch das PG-13 Rating blieben auch die erhofften blutigen Kills des Charakters aus, die jedoch zu der dahergelaufenen 08/15-Superhelden-Story und der generischen Action passten. "Venom" ist ein Film der sich schlussendlich anfühlt, als wäre er konstant in einer Identitätskrise, in welcher er nicht wüsste, ob er düster, ernst oder heiter und spaßig sein soll. Verschenktes Potential eines bizarren Film-Experiments, welches dennoch finanziell erfolgreich war. Ein "Venom 2" ist schon in Arbeit.

 

 

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Platz 3

 

 

Nach all den Berichten über diverse Probleme beim Dreh, wundert es da wirklich noch jemanden, dass "Solo: A Star Wars Story" zum größten finanziellen Flop des "Star Wars"-Franchise geworden ist?

"Solo" ist an sich kein absolut schlechter Film. "Solo" bietet neue Charaktere, eine passable Story und gute Effekte - doch leider sind die Erwartungen von Fans an einen neuen "Star Wars"-Film wesentlich höher.

Mit einem Charakter-Duo wie Han Solo und Chewbacca bot sich eine riesige Welt an Geschichten, die "Solo" hätte erzählen können. Stattdessen erhielten Kinozuschauer einen Film mit einer äußerst belanglosen Story, welche Aspekte des Solo-Charakters erklärte, die keiner Erklärung bedurft hätten. Alles in allem ist "Solo" ein Film, der den Charakter des Han Solo um keinen Schritt facettenreicher oder interessanter machte. Mit der richtigen Story (und evtl. einer anderen Besetzung des jungen Han Solo) hätte "Solo" etwas Großartiges sein können - ein wahrer Space-Schmuggler-Westen. Stattdessen war "Solo" leider ein so schlichtweg "uninteressanter" Blockbuster, dass er vorerst jegliche Pläne weiterer "Star Wars"-Spinoff-Filme ausradierte - Autsch...

 

 

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Platz 2

 

 

Mit "Phantastische Tierwesen 2" bzw. "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen" verlor das "Harry Potter"-Franchise einen großes Stück Magie.

Statt einer Jagd nach dem Schurken Grindelwald (Johnny Depp) mit der Hilfe des jungen Dumbledore (Jude Law) und diversen Tierwesen, erhielten Fans alles andere als was sie erwarteten. 

"Phantastische Tierwesen 2" ist zweifelsohne der schlichtweg langweiligste und energieloseste Film des "Harry Potter"-Franchises bislang. Statt einem weiteren gut balancierten Fantasy-Action-Drama erhielten Fans einen Film, der sich eher anfüllte wie eine überlange Mid-Season-Finale-Folge einer 15. Staffel. Voller erzwungener Referenzen zu den vorherigen "Harry Potter"-Filmen und unsinnigen plötzlichen Twists, ist es oftmals schwer gar einen klaren Faden im Film zu finden. Wenn sogar Hardcore-Potter-Fans weitreichend äußern, dass der Film eine einzige große Enttäuschung war, sollte deutlich werden, dass J.K.Rowling es diesmal leider verpatzt hat. "Phantastische Tierwesen 2" verrannte sich in seinen eigenen Twists und vergaß, dass der erste "Tierwesen"-Film hauptsächlich wegen der Tierwesen funktionierte...die in dieser Fortsetzung leider sehr offensichtlich nur die zweite Geige spielen.

 

 

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Platz 1

 

 

 

Was zum Geier ist hier denn passiert?...

"Predator: Upgrade" hatte alles, um ein erfolgreiches neues Kapitel des "Predator"-Franchise zu werden. Mit einem großzügigen Budget, einer simplen aber effektiven Premise der Reihe und Shane Black (Co-Autor des Originalfilms) als Regisseur...was sollte da schief laufen?

Stattdessen waren Fans des Franchise geschockt, was für ein Desaster "Predator: Upgrade" schlussendlich geworden ist.

Bereits durch Berichte der diversen sehr kostspieligen und intensiven Nachdrehs nach mehreren Test-Vorführungen war klar, dass irgendwas nicht stimmte.

"Predator: Upgrade" versuchte schlussendlich, das "Predator"-Franchise in ein Superhelden-Filmuniversum ala Marvel umzuwandeln (#predator-killer-anzug). Unsinnige Hintergründe der Predators und ihrer Motive, erzwungene, unpassende Comedy über den gesamten Film, generische Charaktere, schlechte halb-fertig wirkende Effekte, eine undynamische Handlung, und vieles mehr ließen Fans weltweit sich fragen, wer dieses zusammengeklatschte katastrophale Frankenstein-Projekt überhaupt hat veröffentlichen lassen.

"Predator: Upgrade" und seine diversen idiotischen Ideen setzten das gesamte Franchise komplett wieder zurück auf Null - im negativen Sinne.

Mit einem Film, der wahrlich noch schlimmer daherkommt als "Alien vs. Predator 2", sollte es nun eine ganze Weile dauern, bis sich überhaupt wieder jemand an die Produktion eines neuen "Predator"-Films traut.

Na vielen Dank, Mr. Black, für diesen absoluten Tiefpunkt der gesamten Reihe.

 

 

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