Chimparty [PS4]

Verfasst von Christian Suessmeier am 03.12.2018 um 12:49

 

PlayLink 2018

 

Im Jahr 2018 startete man bei Sony das PlayLink-Programm mit dem man vor allem Casualspieler an die Konsolen locken wollte. Denn statt eines Controllers kann man Spiele wie „That’s it!“ oder „Hidden Agenda“ komplett mit vertrauten Smartphones oder Tablets über simple Touchscreen-Eingaben steuern.

Bisher waren die veröffentlichten Titel jedoch von durchschnittlicher Qualität, da man doch recht oberflächlich blieb und auch keine wirklich langzeitmotivierenden Spiele bot. „Hidden Agenda“ als bestes Spiel der Reihe einmal ausgenommen.

Mit „Chimparty“ fährt man nun im Kielwasser eines „Mario Party“, das gerade auf der Switch einen aktuellen Ableger spendiert bekommen hat. Ob man hier einen guten Konkurrenten für Nintendos Franchise geschaffen hat, verraten wir euch in unserem Test.

 

Nr.1 – Die App

 

Wie schon bei den anderen PlayLink-Spielen muss man auch für „Chimparty“ eine eigene App aus Apples App Store oder dem Play Store von Google herunterladen. Nach deren Installation sollte man das Tablet oder Smartphone mit dem gleichen WLAN verbinden, in dem sich auch die PS4 befindet und los geht der Spaß!

In unserem Test lief die App zu jedem Zeitpunkt stabil und zuverlässig und gab die Bewegungsbefehle akkurat an die Konsole weiter. Neben einigen Spieleinstellungen kann man in der App auch seinen Charakter individualisieren und bekommt durch gewonnene Minispiele regelmäßig Geschenke in Form von neuen Accessoires für die Affenbande.

 

Schimpansen-Spaß

 

In „Chimparty“ geht ihr entweder allein oder mit bis zu drei anderen Mitspielern auf Sterne-Jagd und müsst als Erstes am Ende des Spielbretts sein um die goldene Banane entgegen zu nehmen.

Während ihr euch bei anderen Spielen solcher Art auf euer Würfelglück verlassen müsst, zieht ihr in „Chimparty“ immer anhand der in den Minispielen gewonnenen Sterne. Diese staffeln sich nach euren erzielten Ergebnissen in den gespielten Disziplinen. Habt ihr gewonnen, aber beim Affen-Korbwurf nur die Punktzahl für zwei Sterne erreicht, bekommt ihr auch nur zwei. Diese zwei Sterne setzt ihr anschließend für die Bewegung auf dem Spielbrett um. 

Neben Minispiel-Feldern gibt es auch Ereignisfelder, so dass ihr zum Beispiel zwei Felder überspringen könnt. Die Minispiele erinnern ab und zu an ähnliche Disziplinen aus anderen Party-Spielen, so müsst ihr zum Beispiel einen bestimmten Bereich mit Farbe einfärben und am Ende der Zeit die größte Fläche eingesäut haben. In anderen Spielen schießt ihr euren Affen durch einen Basketballkorb oder lasst ihn per Pups- und Sprungkraft bis ganz oben an einen Fahnenmast fliegen. 

 

 

Affenleichte Steuerung

 

Vor dem Start einer jeden Disziplin wird euch diese in einem kleinen Video ausführlich erklärt, außerdem könnt ihr auch einen Übungsmodus starten. Meist ist die Steuerung aber so simpel gehalten, dass das nicht nötig ist. 

In einer Disziplin, in der ihr Billardkugeln in die Löcher des Gegners bugsieren müsst, seht ihr das Geschehen von oben. Euren Affen steuert ihr hier durch einfaches Halten des virtuellen Buttons auf dem Smartphone oder Tablet. Dadurch dass sich euer Affe ständig dreht ist hier lediglich Timing gefragt. Einem ähnlichen Steuerkonzept bedient sich auch die schon genannte Farbkleckserei.

Kommt es zu solchen Minispielen wie den Korblegern müsst ihr zunächst die Kraft des Sprungs durch Halten des Buttons einstellen und dann in der Luft zur Not noch einmal den Knopf drücken, damit sich euer Affe in den Korb pupst.

Die Erkennung der Eingaben durch die App erfolgte während unserer Testphase zu jeder Zeit recht gut.

 

FAZIT: Echt affig!

 

Um eines klarzustellen: „Chimparty“ kann Genre-Meister „Super Mario Party“ in keiner Weise das Wasser reichen. Denn auch dieser PlayLink-Titel krankt schlicht und einfach am Umfang. Während man hier zumindest auf einige Spiel-Varianten und sogar einen Singleplayer-Modus zurückgreifen kann, langweilen die Minispiele schon beim ersten Durchgang. Denn auch wenn sich bei einigen das Setting ändert und man statt im Dschungel plötzlich auf einem Piratenschiff die Fläche mit seiner Farbe markieren muss, bleibt es das fast gleiche Spiel. Hier hat man es sich etwas zu einfach gemacht.

Lobenswert ist die recht plastische Optik und die einfache Handhabung, die den Einstieg für wirklich jeden Spiele-Neuling ermöglicht. Für eine oder zwei Stunden Spielspaß ist „Chimparty“ wohl recht gut, danach langt es aber auch wieder. Nintendo zeigt mit „Super Mario Party“ dann doch eindrucksvoller wie man solche Partyspiele verwirklicht.