Zombies im Kaufhaus und Sozialkritik: „Zombie“ wird 40

Verfasst von Kamurocho-Ryu am 07.09.2018 um 07:55

 

Am 1.September jährte sich zum 40. Mal der Kinostart von George R. Romeros „Dawn oft he Dead“. In Deutschland trägt der Film den Namen „Zombie“

Romero begann seine „Dead“ Trilogie mit „Die Nacht der lebenden Toten“ 1968. Der ungemein packende und nihilistische schwarz-weiß Film gilt als Geburtsstunde der Zombie-Filme. 

10 Jahre später kam dann die Fortsetzung, die für viele noch besser als das Original ist, in die Kinos.
Der Film handelt von einer Gruppe von Überlebenden, welche sich während einer rasend ausbreitenden Zombie-Epidemie in eine amerikanische Shopping-Mall flüchten. Die vier verschanzen sich in dem riesigen Kaufhaus und wägen sich in Sicherheit. In den vollen Regalen der Mall plündern sie sich durch und vergessen vor lauter Konsum immer mehr, dass die Zombies vor der Türe des Konsumparadieses immer und immer mehr werden.

Auch in dem Kaufhaus brechen immer mehr Streitereien zwischen den „Helden“ aus und als eine Bande Biker das Kaufhaus zu stürmen versucht, bricht das Chaos los.

George R. Romeo hat mit diesem Film ein Meisterwerk geschaffen, das schon weit vor „The Walking Dead“ den Mythos der Zombies mit harscher Sozialkritik mischt. 

Vor lauter Freude über die Situation, ein ganzes vollgestopftes Kaufhaus für sich zu haben, vergessen die vier Protangonisten in welcher Situation sie sich befinden. Ganz so, wie die Menschen, die mit ständigem kaufen versuchen, die Leere in sich mit Konsum zu füllen und ein kurzes Gefühl des Glücks ob dem gekauften Kleinod zu spüren. 

Eine geniale Metapher sind die Zombies selbst. Sie schlurfen hirntot in immer größerer Zahl auf den Konsumtempel zu, der ihnen schon zu Lebzeiten Zerstreuung versprach. Sie wandeln eigentlich genauso durch die Gegend, wie als sie noch lebten, angezogen von Sonderanbegoten.

Und am Schluss ist dann der Mensch doch wieder sein größter Feind, wenn die Biker aus Spaß die Zombies metzeln und später einen der Protagonisten…

Vor allem an den Make-Up und Zombie-Effekten wurde wesentlich gearbeitet. Make-Up Künsteler Tom Savini hat jeden Zombie im Film eine eigene Persönlichkeit gegeben und vor allem den Gore-Faktor hochgeschraubt.

Auch heute noch ist der Film ungemein packend und aktuell in seiner Botschaft. Ein verdienter Kult-Film.

 

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